„kultur i tiomilaskogen“ ist der höhepunkt des festjahres, der die menschen im grenzgebiet von värmland und dalarna verbindet. ein stimmungsbericht von der 10. auflage aus dem 100-meilen-wald zwischen hagfors, vansbro und malung. meist wirkt die kirche von tyngsjö etwas verlassen. selbst an sonntagen ist die gemeinde im christlichen langhaus am see bisweilen klein geworden. jedenfalls […]

die unendliche ruhe im schwedischen wald fand heute morgen ihr jähes ende. seekalken gegen den saueren regen war angesagt. punkt sieben uhr gingen ein paar autotüren. durch das offene schlaf- zimmerfenster waren kurz ein paar männerstimmen zu hören. dann zischte eine maschinenzündung. ein greller ton zerschnitt die morgendliche ruhe. es setzte das tiefe brummen eines […]

eine seiner zwölf reisen durch das 20. jahrhundert führte geert mak durch den norden europas. von berlin aus ging es über kopenhagen, stockholm und helsinki nach petrograd. zeitlich ist sie der phase am ende des ersten weltkrieges gewidmet, dem grossen moment der russischen revolution. lenin in stockholm (mit zylinder und schirm, beim empfang durch den […]

elche soll man nicht unterschätzten. jährlich gibt es in schweden mehr unfälle mit diesem wildtier als etwa mit wölfen oder bären. dennoch: sie sind herzergreifende gesellen in den schwedischen wäldern. (foto: stadtwanderer) besonders im herbst sind elchbullen gefürchtet. in der brunstzeit können sie schon mal aggressiv auf menschen losgehen, und mit ihren vorderpfoten blitzschnell und […]

so früh sind wir die ganzen ferien nicht aufgestanden. doch es hat sich gelohnt. das gemeinsame mähen auf dem bergbauergut in ritamäki war eine tolle sache. der “lohn” der arbeit: muti zum essen, dazu musik von der köchin (foto: stadtwanderer) leif sieht so aus, wie man sich einen typischen schweden vorstellt: von natur aus stattlich […]

statt ein fachbuch zu schreiben, wie es für einen historiker üblich wäre, riskiert der schriftsteller geert mak, einen reisebericht durch europa des 20. jahrhunderts zu verfassen. und trifft meinen geschmack und meine verständnis von zeitgeschichte voll. „1999 war das Jahr des Euro gewesen, Mobiltelefone hatten allgemeine Verbreitung gefunden, das Internet war zum Allgemeingut geworden, in […]

nomophobie

Juli 23, 2010 | 2 Comments

schweden, värmland, ekshärad, moccacino: im café an der zentralen strassenkreuzung des privonzstädtchens bekomme ich einen starken kaffee. und ich nehme mir den “spiegel” zur hand. der leitartikel ist dem neuen ferienproblem (der deutschen) gewidmet: “off” zu sein. vorbildlich: meine schwedischen kühe von nebenan verdauen in aller ruhe gemeinsam, was sie eingenommen haben, um im weitestens […]

holzhausen ist ja ein symbolischer name für meinen schwedischen aufenthaltsort während den sommerferien. kleinholzhausen lässt zwei interpretationen zu: als klein-holzhausen, wonach holzhausen wird erweitert oder als kleinholz-hausen, wonach holz gespalten wird. heute war letzteres an der reihe. die winter in den schwedischen wäldern sollen hart sein. erlebt habe ich sie noch nie, doch lassen webcam, […]

slow motion mode

Juli 21, 2010 | 1 Comment

“tempo, tempo” ist nur das halbe leben. platz und zeit zu haben, ohne zu wissen, wie weit das ist und wie lange man dafür braucht, ist mindestens die andere hälfte! wenn du ruderst, bist du alleine. oder fast alleine. am ufer hat es mücken, und hechte schnappen genauso nach ihnen, wie die schwalben, die sich […]

er wurde am 1. januar 1924 geboren, stieg zum führenden historiker frankreichs auf, und verfasste kurz vor der jahrhundertwende vom 20. zum 21. ein bemerkenswertes bändchen über die geschichte europas. bei einigen regenwolken über dem schwedischen sommer ist die formidable übersicht, die jacques le goff über den stoff bietet, eine ideale lektüre für einen neugierigen. […]

ohne die schwedische kommunikationsgesellschaft namens “telia” könnte ich während den sommerferien nicht auf dem stadtwanderer bloggen. wegen telia mache ich gegenwärtig aber auch einen unwiderruflichen identitätswandel durch. in schweden duzen sich alle. das schafft gemeinschaft und nähe, die in einer gesellschaft mit dem gleichzeitigen hang zum eigenbrötlertum und distanz nicht unwichtig sind. wahrscheinlich hat beides […]

waldrodungen

Juli 18, 2010 | 2 Comments

im mondlicht muss es ganz unheimlich sein. denn selbst bei sonnenlicht haben waldrodungen etwas unheimliches an sich. ein spaziergang in der unwirtlichkeit. ganz oben sind der himmel und die sonne, die still zu stehen scheinen. dann kommen die wolken, in denen sichtbare bewegung ist. unter ihnen fegt der wind über das land. es ist gut, […]

die berner realität holte uns gestern auch in den schwedischen wäldern ein. der hof der ökobauern sahli in üttligen brannte vollständig ab. sms und mail kündeten gestern von der schlechten nachricht. der bauernhof der familie sahli sei abgebrannt, nahmen wir schockiert zur kenntnis. heute gabs dann erste news aus der elektronischen berner zeitung. auch wenn […]

desozialisierung

Juli 14, 2010 | 2 Comments

nun bin ich seit dem wochenende in den schwedischen wäldern. und musste heute erstmals wirklich überlegen welcher wochentag es war. die ersten tage unserer nordlandferien sind voll gepackt mit dem dringendsten: ausschlafen nach der reise, stromversorgung sichern, basiseinkauf tätigen, kommunikation ins internet sichern. dann beginnt schon das wahlprogramm: wiese mähen, sauna instand stellen oder wasser […]

ankomst

Juli 13, 2010 | Leave a Comment

gardermoen ist mein bevorzugtes tor zum norden. der flughafen, rund 50 kilometer ausserhalb oslos gelegen, empfängt einem freundlicher als andere seiner art. denn der bau aus holz, stahl und glas wirkt leichter, offener, luftiger. mit „ankomst“ sind die arrivals oder ankömmlinge gemeint. also die wie ich. Man meint es gut mit ihnen, kurze wege, keine […]

es ist soweit: ich fahre in die (wohlverdienten) sommerferien. wo ich ab heute abend schlafen werde … (foto: stadtwanderer) mit dem flugi geht’s nach oslo, dann mit dem auto über die norwegisch-schwedische grenzen im niemandsland der nordischen wälder bis nach holzhausen. der ort besteht aus einem wunderbaren see, einem damm, einer halbinsel und drei häusern, […]

das alpenstädtchen, um das es hier geht, liegt in den südlichen alpen. den namen muss man selber herausfinden. alles ging schnell: der röschtigraber erriet sofort, dass es um chiavenna geht. hier das castell, dreh- und angelpunkt bei den eroberungen der italienischen gebiete durch die drei bünden nach 1512 (foto: stadtwanderer) die berghänge rund herum sind […]

ein buch, betitelt mit “geschichte der schweiz” überrascht nicht unbedingt. davon gibt es schonn genug. wirklich ansprochen wird man auch nicht, wenn es rot eingebunden ist und darauf das weisse kreuz prangt. denn das ist das mindestes, was man unter der überschrift erwartet. grüner tisch, brauner fleck, rotes buch (foto: nathalie wappler) wenn der autor […]

linus von castelmur war, als ich 1977 in murten die rs machte, unteroffizier in der stabskompanie, in der ich als funker eingeteilt war. der sohn eines adeligen galt als scharfer hund, der eine verspätungen und nichts dergleichen tolerierte. als einmal selber verschlief, zitierte ihn der kadi zum gelächter aller füsiliere als linus wobleibstdunur?. diesen übernamen […]

eine frage an alle meine leserInnen: welches sind die schlüsselmomente der schweizer geschichte? collage zur schweizer geschichte: doch was sind die wirklichen höhe- punkte? die sendungen zur “sternstunde geschichte” sind thematisch aufgebaut. der freisinn, die sprachenfrage, die geschlechter und die souveränität sind die hintergründe dafür. darauf aufbauend sind die zentralen momente, in form von ereignissen, […]

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