ankomst

Juli 13, 2010 | Leave a Comment

gardermoen ist mein bevorzugtes tor zum norden. der flughafen, rund 50 kilometer ausserhalb oslos gelegen, empfängt einem freundlicher als andere seiner art. denn der bau aus holz, stahl und glas wirkt leichter, offener, luftiger.

norway_overviewmit „ankomst“ sind die arrivals oder ankömmlinge gemeint. also die wie ich. Man meint es gut mit ihnen, kurze wege, keine unnötigen schikanen, und eine duty free gleich bei der gepäckausgabe.

das war nicht immer so. zwischen 1912 und 1988 war es der erste militärflugplatz norwegens, der im zweiten weltkrieg schon mal der wehrmacht diente. 1990 brauchte oslo einen neuen flughafen, was die zivile umnutzung und modernisierung von gardermoen brachte.

mein weg in die ferien ist noch weit. holzhausen liegt knapp vier autostunden von oslo entfernt. zuerst kleine regionalstädtchen, dann berge, die reichsgrenze und schliesslich das riesige klarälvtal, an denn abhängen unserer reise ziel ist.

die strassen verengen sich zusehens. auf autobahnen folgen überlandstrassen mit teer, schliesslich waldstrassen auf denen allen fahrzeuge holpern.

in holzhausen muss der urbane mensch in mir zuerst umstellen. Denn nicht der lärm ist üblich, vielmehr ist die ruhe normal. Man muss förmlich lernen, sie zu hören.

unterbrochen wird die ruhe eigentlich nur durch vögel. der specht ist da, flussuferläufer auch, und selbst die schwalben nisten dieses jahr wieder unter dem bootssteg. Freude herrscht!

die ersten arbeiten gelten dem rasen. nicht weil er besonders hoch wäre.der sommer im norden ist kurz, zu kurz, um fette magerwiesen zu bekommen. doch der wald rund herum macht sch bemerkbar; gegen 100 kleine sprösslinge hat es auf unserer wiese zum see. sie alle müssen ausgrissen und glatt geschnitten werden.

selber lasse ich das mit dem rasieren fürs erste – bin und bleibe ein ankömmling.

stadtwanderer


Comments

Name (required)

Email (required)

Website

Speak your mind