ganz frisch

August 6, 2010 | Leave a Comment

letzter zwischenhalt auf der rückreise in die schweiz ist, fast schon traditionsgemäss, das moccacino in ekshärad. wo wir uns mit frischem essen in den sommerferien gerne erfrischten.

P8060401der lastwagen ist enorm, fast so gross, als wollte er das café gleich verschlucken. doch die absicht ist umgekehrt, denn der beves-riese ist da, um das „moccacino“ im zentrum von ekshärad mit frischen lebenmitteln zu versorgen.

in ekshärad, der kleinstadt im klarälvtal, müssen wir die letzten erledigung vor der rückreise machen. das mietauto will zurückgegeben sein. die kollegInnen im büro erwarten sicher haferguetzli, und die schwierigsten postkarten müssen noch getextet werden.

da ist das moccacino der ideale dreh- und angelpunkt. so sind wir zum letzten mal bei ralf und jacqueline, den eingewanderten deutschen, gerade richtig. neuen schwung haben sie dem kaffeeumsatz vor ort verliehen, und ihre kleingerichte haben sich weit herumgesprochen.

ekshärad ist einer der orte, die durch die jüngsten kommunereformen verloren haben. der zentrale platz beherbergt zwar noch kirche, konsum und kaffeehaus. mit der abwanderung der politischen administration ins benachbarte, grössere hagfors ist sind aber auch die kleinbanken ganz aus dem ort verschwunden. der ersatz ist schäbig, denn der einzige bancomat am platz steht im ruf, nie zu funktionieren. das alles ist typisch.

von diesem niedergang setzt sich das moccacino vorteilhaft ab. es hat das ehemalige touristenbüro zum wirklichen treffpunkt umgestaltet. bestellt wird direkt an der theke, was gut ist. denn so bekommt man das eine oder andere über das leben am ort mit. der service ist immer zuvorkommend. auch das ist bei den vielen enttäuschten schweden im gstgewerbe nicht überall so.

zum eigentlichen markenzeichen im moccacino haben sich aber die stets frischen waren herungesprochen. was mit beves um 11 geliefert wurde, ist um 12 schon auf dem teller! stroganov mit rösti und salad ist der letzte tageshit, den wir in diesem jahr geniesen.

„man sieht sich“, heisst es zum schluss, wohl aber erst im nächsten jahr. deshalb wünscht uns jacqueline schon mal frohe weihnachten, der zeit, in der sie sich mit ralf erholen will, während wir uns ganz frisch endgültig auf den rückweg aus den sommerferien machen.

stadtwanderer


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