er ist ein original. bald wird er mit mir eine stadtwanderung machen. ich hoffe, wir lachen soviel, wie bei der vorbereitung.

322_Christian_Miesch

christian miesch ist nationalrat des kantons baselland. das erste mal, als er gewählt wurde, vertrat er die farben der fdp. dann mochte er sich nicht mehr für diese partei einsetzen. das zweite mal, als man ihn nach bern sandte, hatte er zur svp gewechselt. jetzt politisiert er mit dieser fraktion.

nicht nur freundlich war sein empfang in der neuen partei, erzählt mir der baselbieter. der giezendanner habe ihm drei motionen zum unterschreiben hingelegt. alles asylfragen – lakmustest also! trotzdem habe er die erste eingabe gelesen, dann hätte ihn giezi, wie man den aargauer volkstribun in der svp nennt, gedrängt, schliesslich habe er blind unterschrieben.

zu seinem nachteil. denn die dritte motion handelte von einem speziellen flüchtlingen. es ging um miesch – den parteiflüchtling. sie lautete: christian miesch ist aus dem nationalrat auszuschaffen. und sie trug die unterschrift von christian misch.

das gelächter war ihm sicher. doch humor zeichnet den baselbieter aus – wie kaum einen anderen unter der bundeskuppel. bald schon werde ich mit ihm und einer schar getreuer eine stadtwanderung machen – zur direkten demokratie in bern, der schweiz, stuttgart und überhaupt.

die vorbesprechung fand im restaurant „chez eddy“ statt. für draussen war es zu kalt, und so gingen wir hinein – ins fumoir. mir kam es vor wie in einem fixerstübli. doch mein gesprächspartner liess sich nicht abbringen, fragte: „machst du nichts für deine gesundheit?“ – und lachte.

drinnen waren wir rasch bei anderen themen: ausschaffungsinitiative, nationalratswahlen und weinbau. sein rebberg ist mieschs hobby. den titterten pflanzt er dort, und selbstverständlich weiss er auch dazu einen witz: in paris würde es ein restaurant geben, der jede weinsorte der welt führe. da gingen zwei aus titterten nach paris und bestellten den einheimischen. der mann im service habe den chef gefragt, was man da bringen solle. der chef schaute auf der karte, wo titterten liegt und entschied: essig. und so wurden den baselbietern essig gereicht. als sie diesen verköstigten, schauten sie sich an und sagten: typisch, den besten wein exportieren sie immer!

das hat mich überzeugt, will diesen titterten sofort ausprobieren, und hoffe, wir lachen noch viel auf der stadtwanderung: denn gut gelacht ist halb gewandert!

stadtwanderer


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