nach vielen diskussionen, zahlreichen initiativen und einer planungsstudie ist die hauptstadtregion schweiz aus der taufe gehoben worden.

gruendungsvorstandder gründungsvorstand mit den co-präsidenten rickenbacher und flury an der spitze

fünf kantone, 17 städte und 3 regionale organisation haben am letzten donnerstag die hauptstadtregion schweiz gegründet. co-präsidenten des vereins sind vorläufig andreas rickenbacher, sp-regierungsrat und volkswirtschaftsdirektor des kantons bern, und kurt fluri, stadtpräsident von solothurn und fdp-nationalrat.

drei ziele verfolgt der verein:

• die gemeinsame identität stärken und die vernetzung verbessern, um das vorhandene potential der region optimal zu nutzen.
• die nähe zur politik vermehrt als wirtschaftliches kapital nutzen und die damit verbundene wertschöpfungskette stärken.
• die hauptstadtregion schweiz im schweizerischen raumkonzept schweiz gleichwertig positionieren wie die metropolitanregionen.

das ist lobenswert: denn die vorläuferorganisation, der espace mittelland, musste schliesslich ohne grosse ausstrahlung erlangt zu haben, beerdigt werden. nun hat die politik angebissen, realistische vorgaben gemacht, und ein erstes budget gesprochen. damit lässt sich ab 2011 ein netzwerk aufbauen, das einfluss nimmt, auf kommende raumanalysen, und auf institutionelle neuerungen.

symbolisch wurde der verein im inselspital gegründet, einem der zentralen wirtschaftsfaktoren der hauptstadtregion. denn das medizincluster der region kann sich sehen lassen. möglich wäre es auch gewesen, die gründung mitten im bahnhof bern vorzunehmen, weil dieser für die vernetzung des westlichen mittellandes absolut zentral ist.

im arbeitsprogramm 2011 figurieren zahlreiche konkrete projekte:

• hauptstadtfunkition: wissenschaftliche analyse der volkswirtschaftlichen bedeutung der hauptstadtfunktion und definition von massnahmen zur stärkung der entsprechenden wertschöfpungskette,
• s-bahn: aufbau eines integrierten öv-gesamtsystems mit einer leistungsfähigen s-bahn als rückgrat,
• öv-knoten bern: vertretung des projekts «Zukunft Bahnhof Bern» durch gemeinsame lobbyarbeit auf aundesebene,
• raumkonzept schweiz: zusammenarbeit bei stellungnahmen und gemeinsame lobbyarbeit bei der umsetzung des raumkonzepts,
• universitätsspital insel und weitere allianzpartner»: positionierung der hauptstadtregion als kompetenzregion für ein anwendungsbezogenes gesundheitswesen im in- und ausland,
• mehr- und fremdsprachige und internationale matura: schliessung einer lücke in der hauptstadtregion.

ich freue mich, dass das netzwerk noch knapp rechtzeitig fertig geworden ist, um die wichtigste aufgabe zu erfüllen, wie ich sie auf der website formuliert habe: „Berns Stärke als Politzentrum hat nationale Reichweite. Darauf muss man setzen und Berns Rolle national ausrichten – als zentrale Schaltstelle der drei schweizerischen Metropolitanräume Zürich, Basel und Genf/Lausanne.”

stadtwanderer


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