campari soda

Januar 4, 2011 | 3 Comments

alles begann mit einem flüchtigen blick an der amici-bar in der berner markthalle. seither entwickelt sich eine rasch zunehmende leidenschaft. vor einem typischen hintergrund, dem ich mir gar nicht bewusst war.

AM-COCKTAILS-R6

der wichtigste vorsatz zum neuen jahr war, sich nichts mehr vorzunehmen. das jedenfalls sagte mir der kopf, der sich der üblichen konvention verweigerte. und doch schlummerte da ein wunsch, ein ganz persönliches anliegen anzugehen, das in mir schlummert.

weniger bier trinken!

unverändert vergöttere ich den gerstensaft. er wäre wohl das letzte, auf das ich ganz verzichten würde. doch ist der bierkonsum auch eine dumme gewohnheit, die sich auf der gewichtswaage rächt.

so gehe ich seit längerem mit dem idee schwanger, meinen bierkonsum auf die hälfte zu reduzieren. 1 stange pro tag soll das mass aller dinge werden. dafür trinke ich mehr säfte, mehr teeli … und campari soda.

kurz vor weihnachten machte es an der amici-bar in der berner markthalle click. ein flüchtiger blick auf das getränk zweier gäste löste alles aus. es war rot – die farbe der liebe. serviert wurde es in einem eleganten glas – der ausdruck des geschmacks. und das ambiente stimmte – die botschaft des gefühls.

innert sekundenschnelle war mir klar: das ist es. um mich abend von der arbeit zu lösen, werde ich mir von nun an ein campari soda mixen – oder eins mixen lassen!

und so war mein gutes-neues-jahr-vorsatz perfekt.

was mir überhaupt nicht bewusst war: die wahl des apéro-getränkes hat mit selbstbildern der männlichkeit zu tun. das jedenfalls behauptet die zeitschrift „abstract„, die ich heute zugestellt bekommen habe. stephan siegrist, ein begnadeter forscher des hiesigen konsumverhaltens – gibt das anregende magazin heraus. darin entdeckt man immer wieder neue analysen, sicher auch hippige trends.

so, dass die (gewünschte) lebensweisheit einerseits, die (erhofften) haare-auf-der-brust anderseits bestimmen, welches getränk man wählt, um sich in stimmung zu bringen. und auf diese weise ertappe ich mich, gerne sophistizierter zu werden, ohne grosse aspirationen zu haben, einen behaarten oberkörper zu bekommen.

gary grant, als vorzeigebeispiel für diesen typ kannte ich ja. die gegensätzlichen benchmarker musste ich sinnigerweise googeln, um mit ein bild zu machen, was ich nicht bin.

stadtwanderer

sein neuester hinweise findet sich hier.


Comments

3 Comments so far

  1. Ate on Januar 4, 2011 23:29
  2. Gute Vorsätze zum neuen Jahr: Meine 10 Tipps zum Abnehmen und Schlankbleiben « Harald Jenk on Januar 6, 2011 16:33

    […] bin nicht allein, auch der Stadtwanderer und Bobsmile wollen […]

  3. Ate on Januar 6, 2011 19:44

    @ Harald Jenk
    Essen Sie am Morgen auf was Sie Lust haben, am Mittag Kohlenhydrate. Die brauchen Hirn und Körper für die Leistung. Und nach dem Mittagessen nur noch Eiweiss. Fleisch, Fisch, Geflügel, Tofu usw. mit Salat und/oder Gemüse. Und eben Rüebli oder Obst (keine Bananen) anstatt Chips vor dem TV.

    Ist zwar nicht die Original-Trennkost, da müssten Sie sich selbst einlesen, denn da würden noch die „Neutralen“ dazukommen, die Sie zu jedem Essen und zwischendurch einsetzen können. Z.B. rohe Tomaten laufen unter neutral, gekochte hingegen unter Eiweiss. Ein Ei läuft logischerweise unter Eiweiss, der Dotter aber unter neutral und so noch vieles mehr.
    Essen dürfen Sie alles, aber einen Teil halt nicht miteinander. Aber 4 kg sollten Sie damit in 14 Tagen bis 1 Monat schaffen (je nach Disziplin).
    Bier zu den Kohlenhydraten und Wein zu den Eiweissmahlzeiten ist auch erlaubt. Schnaps läuft unter „Neutral“, aber dafür empfehle ich ein Trennkost-Buch.

    Vielleicht spricht Sie diese Diät, die eigentlich gar keine ist, an. Wenn ja, viel Erfolg.

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