albertus tee

Juni 1, 2008 | 6 Comments

der tag war hart. viele eindrücke. aber kaum sonnenschein. ich habe im studio gearbeitet, und das wandern sich auf einige meter zwischen computer und analysepult. doch gegen schwache nerven und fehlenden schlaf gibt es ein untrügerisches rezept: den albertus tee!

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am morgen mochte ich fast nicht aufstehen. ich war noch so verschlafen, als der wecker um 6 uhr zur tagwacht blies. und im zug nach zürich habe ich gleich wieder geschlafen. schade für den café latte, den ich auf der berner welle erstanden hatte. in zürich war er kalt.

der paukenschlag des abstimmungstages war deutlich. um viertel vor zehn orientierte uns eine mittelgrosse stadt in der innerschweiz über den stand der dinge aufgrund der schriftlichen abstimmung. da war mir alles klar. das gibt neineinein! unsere eigenen erhebungen bestätigten und verfeinerten dies bis 14 uhr. 36-25-31 sind die neuen masse des svp-modells.

jetzt mag ich fast nicht ins bett gehen. der tag ist noch weitgehend unverarbeitet. er dreht und dreht sich in mir. ich hatte eben noch eine feine unterhaltung mit der slowakei. das dortige radio vermeldete das hauptergebnis des tages in den 6 uhr schlagzeilen: die schweiz verschärft das einbürgerungsrecht nicht!

um mich doch noch zu beruhigen, habe ich zwei mittel: ein wenig bloggen, und einen albertus tee, aus dem klostergarten. guet nacht!

stadtwanderer


Comments

6 Comments so far

  1. bärbi on Juni 2, 2008 06:08

    guten morgen! viel sonnenschein sende ich, luftige stadtwanderungen und sonstige wünsche ich und lache wegen der traummasse: dieses modell passt gut in die vitrine.

  2. stadtwanderer on Juni 2, 2008 08:58

    kicher, kicher …

  3. Ate on Juni 2, 2008 22:11

    Ich hätte Dir gestern gerne Deine Tasse Tee erspart, nur dachte ich, mich brauchst Du nicht wirklich zum abschalten. Glaub auch nicht, dass Du denn wirklich meine Gesellschaft gesucht hättest.
    Sah Dich gestern den ganzen Nachmittag über und muss sagen, Deine Ausdauer hätte ich gerne.
    Aber erlaubst Du mir zu sagen, dass ich gestern sehr enttäuscht war, besser gesagt immer noch bin.

  4. stadtwanderer on Juni 2, 2008 22:26

    wenn du den ganzen abstimmungssonntag im einsatz bist, hast du zwar auch hoch&tiefs. letztlich bist du aber aussenstehender. egal ob die gewinnst oder verlierst, du beschäftigst dich mit einer sache. und das schafft distanz zu dem was entschieden wurde.

    das gefühl, an abstimmungssonntag enttäuscht zu sein, kenne ich von früher sehr wohl. „demokratie im nationalstrassenbau“ war für mich ein solcher moment. ich war 21 und wurde mit 61 zu 39 prozent überstimmt und habe mich nach der entscheidung in den wald, auf meinen baum, zurückgezogen, von dem ich wusste, dass er für eine autobahnzufahrt geopfert würde.
    bis heute finde ich das nicht richtig.
    .

  5. Ate on Juni 3, 2008 11:03

    Sehr interessant aber auch traurig.
    „Mein Freund der Baum ist tot, er starb im frühen Morgenrot“ Dieses wunderschöne, sentimentale Lied kam mir beim Lesen in den Sinn.

  6. stadtwanderer on Juni 3, 2008 14:50

    und wenn die gefühle wieder vorbei sind:
    in was für eine zeiten leben wir politisch eigentlich? – das würde mich schon am meisten interessieren …

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