der schock über die volksabstimmung zur waffen-inititive sitzt tief. es ist nicht einmal das ergebnis, das dies bewirkte, zeichnete sich die ablehnung gegen das ende des abstimmungskampfes immer mehr ab. vielmehr war es der stadt/land-gegensatz der einfuhr. denn nach seit dem letzten november gehen eigentlich alle volksentscheidungen zugunsten des mobilisierten landes aus.

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die bevölkerung, die in den ruralen gebieten lebt, geht seit mitte der 90er jahre zurück. es wachsend die urbanen gebiete. agglomerationen im engeren sinne sind jene in der nachkriegszeit rasch gewachsenden gebiete zwischen dem land und den kernstädten.

am kommenden dienstag gibt es auf drs2 einen themenschwerpunkt. berichtet wird über den stadt/land-gegensatz in der schweiz. porträts von menschen städterinnen und landschäftlern werden gesendet. experten aus architektur, gesellschaft und politik kommen zu wort – und der stadtwanderer!

ein grösseres interview mit meiner analyse zu abstimmungsergebnissen, neuen polaritäten, entscheidenden mehrheiten, tieferliegenden motiven und generellen antagonismen kommt im „kontext“. doch es geht nicht nur um eine übersicht zu volksabstimmungen, es geht auch um grundsätzliches: bildungsunterschiede, verkehrsinvestitionen, lebensweisen zwischen stadt und land.

der titel der sendung lautet vor der aufnahme: „steht die schweiz unter einem agglo-diktat?“ das war sicher als provokation gedacht, und auch mit einem fragezeichen versehen. selber bin ich skeptisch mit der damit verbundenen aussage: zwar stimmt es, dass die agglomerationen in der schweiz 50 prozent der einwohnerInnen, auch der bürgerInnen ausmachen. doch äussern die agglomerationen keinen einheitlichen willen, womit das diktat entfällt.

das werde ich im interview zu begründen versuchen.

stadtwanderer


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