heute abend erscheint das buch „wie viel bern braucht die schweiz?“ der beiden bz-journalisten stefan von bergen und jürg steiner. aus meiner sicht anlass, von den ideen für ein besseres bern zu einem projekt überzugehen; deshalb fordere ich eine „denkfabrik bern“

ich werde an der heutigen vernissage zum buch eine rede halten. inspiriert hat mich das buch, weil es vergangenheit, gegenwart und zukunft verbindet, durch die gesamtsicht, die materialfülle und die anregungen für die weiterarbeit besticht.

nicht so glücklich bin ich über den titel. mir hätte es besser gefallen, wenn die zentrale botschaft des buches direkter zum ausdruck gekommen wäre, zum beispiel mit „bern, du kannst es, du musst es aber wollen!“. denn im kern des buches geht es darum, aus dem getriebenen einen treiber zu machen, der der grösste des kantons und der bedeutung der hauptstadt entsprechend auftreten könnte.

vorschläge dazu finden sich im buch einige:

. die transparenz beim lastenausgleich zwischen zentren und peripherien erhöhen, um zu zeigen, was die agglomeration bern für das umland selber tut,
. die blockade zwischen verstopften städten und verödenden randgebieten aufbrechen, um wachstum an sinnvollen orten zu ermöglichen,
. die eigene verwaltung ökonomisieren, um kostengünstiger zu werden,
. die regionalpoliische funktion der berner universität aufwerten, um innovationen zu fördern,
. die bundesverwaltung als motor der politik verstehen, um imagedefizite zu beheben,
. unabhängige geister fördern, die an die res publica und nicht nur an den markt glauben, um die politik zu beleben

und so weiter, und so fort.

dass das alles möglich wird, bedarf es meiner meinung aber einer plattform, die fester ist als die „zeitpunkt-seite“ in der „bernerzeitung“.

ich werde heute abend dem publikum an der buchvernissage vorschlagen, nicht nur das buch zu öffnen und es zu lesen, nein, auch eine denkfabrik bern zu eröffnen, die inskünftig kontinuierlich darüber nachdenkt, wie berns positionen von innen her verbessert werden kann, damit der kanton seine stellung in der schweiz wieder findet.

zu den ersten direktoren dieses thinktanks schlage ich die buchautoren stefan von bergen und jürg steiner vor. die bürgerInnen sind aufgerufen, projektideen zu formulieren, was wie verbessert werden könnte, und die politik aus kanton und stadt soll im beitrat vertreten sein, der entscheidet, was ausgearbeitet werden.

hoffe, die idee findet gefallen!

stadtwanderer


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