Die Migrationsgeschichte im Spätmittelalter ist fast deckungsgleich mit Kriegsgeschichte. Bern bringt dieser bis heute geltende Zusammenhang Reichtum – und eine unerwartete Blutauffrischung.

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Im Berner Münster

Im 15. Jahrhundert etabliert sich das Soldwesen in der werdenden Eidgenossenschaft. Begehrt wurden die Jungs der Bauern durch den Sieg der Eidgenossen in den Burgunderkriegen zwischen 1474 und 1777. Angefangen haben sie mit der Kriegserklärung der Eidgenossen an den burgundischen Herzog Karl den Tollkühnen. Denn am 16. Oktober 1474 unterzeichnete man in der Sakristei der Kirche, in der wir jetzt sind, den berühmten Brief, der das Ende des mittelalterlichen Burgunds einleiten sollte.

Herzog Karl griff die feindlichen Eidgenossen über Pontarlier und Grandson an, wo es zum ersten Kräftemessen kam. Das zweite war in Murten. Beide mal siegten die Berner militärisch, in Murten von erstmals von den gemeinsam kämpfenden Eidgenossen unterstützt. Zu den grossen Fehlern des Burgunder gehörte, dass sie noch ganz in der Tradition der burgundischen Wanderkönige ihren ganzen Reichtum mitschleppten, wohin sie gingen. In Grandson, aber auch Murten verloren sie wesentliche Teile davon. So eroberten die Eidgenossen die berühmten Tapisserien mit einer Darstellung der damals bekannten Weltgeschichte. Noch heute sind sie im historischen Museum zu Bern zu besichtigen. Erobert wurde auch die Artillerie der Burgunder. Vor allem aber kam man zu viel Geld und Schmuck, der wiederum zu Geld gemacht wurden.

Die wichtigste Eroberung der Eidgenossen. betraf jedoch die Marketenderinnen, offiziell die Waschfrauen der burgundischen Söldner, faktisch ihre Prostituierten. 3000 Frauen übernahm die Eidgenossen, die wichtigste Blutauffrischung in unseren Landen. Auf jeden Fall war dies die wichtigste Migrationsbewegung im Spätmittelalter. Nicht auszuschliessen, dass in uns allen ein wenig burgundisches Blut fliesst.

Tapeten, Kanonen, Schmuck und Marketenderinnen machten die Eidgenossen schlagartig reich. Sie veränderten auch die Lebensweisen, auf die sie gar nicht vorbereitet waren. Nötig wurde ein Beuteverteilplan. Erst 5 Jahre nach der Schlacht einigte man sich im Stanser Verkommnis. Die Beute wurde entlang der Zahl Soldaten verteilt, Eroberungen an Land sollten gleichmässig an die beteiligten Orte gehen. Man erkennt mindestens eine Vorstufe der Entscheidungsfindung zwischen National- und Ständerat in diesem frühen Verfassungswerk.

Begründet wurde in dieser Zeit auch die Geschichtsschreibung sowie der Mythos von Wilhelm Tell. Je nationalistischer diese ist, desto eher glaubt man, dass sich die Schweiz durch Abgrenzung von Ausland konstituiert hat. Viele Historiker sehen das heute anders. Sie sehen die Schweiz eher als Teil in einem sich vernetzenden Europa, mit Schweizer Eigenheiten, auch europäischen Kennzeichen. Migration im Gefolge von Krieg ist dabei ein verbindendes Element.

Stadtwanderer


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