„da verstehe ich nur spanisch“, sagt man normalerweise, wenn man nichts versteht.
ich wiederum verstehe vom spanischen nichts, und sage es normalerweise nicht.

deshalb bin werde ich heute erbarmungslos ausgeliefert sein, denn meine abendliche stadtwanderung findet vor allem mit spanierInnen statt. und die verstehen weitgehend nur spanisch, – insbesondere, wenn man von direkter demokratie spricht!

doch genau das ist das vorgeschriebene thema der heutigen führung, von der (immer noch amputierten) justitia bis hin zur schanzenpost!.

also habe ich mich entscheiden, auf französisch das sagen, was ich in meiner angestammten sprache („bahnhof-büffet-olten-mischung“) denke und in der deutschen standardsprache minuskulös zu schreiben versuche.


welcome, flims (foto: randonneur urbain)

das ist der grosse europäische sprachenkompromiss für heute!

denn so wird gewährleistet, dass die spanierInnen und die zugewandten interessierten aus brüssel, die mitkommen, nicht nichts verstehen, wenn ich ihnen die geschichte und aktualität der schweizerischen demokratieentwicklung erzähle.

schliesslich wollen die organisatoren des anlasses etwas erreichen:

. die präsenz schweiz, die den fussmarsch in allen fünf landessprachen sponsort,
. das institut iri, das die vorbereitungen auf deutsch-schwedisch-englisch geleistet hat, und
. das forschungsinstitut gfs.bern, das für den grossen bogen der politik- und demokratieverständnisse von der aufklärung bis hin zum 24. september 2006, auf deutsch-englisch-spanisch, zuständig ist.

wer das programm schon mal nachschlagen will, wird auf englisch bedient.
wer den einführenden vortrag der politologin bianca rousselot mitverfolgen will, muss, wie bianca, spanisch können.
und wer meinen worten lauschen möchte, muss schon eine einladung auf französisch haben.

und wenn wir pech haben, erholt sich bianca, unsere sprachkünstlerin, nicht rechtzeitig von ihrer mandelentzündung und hat gar keine stimme! doch selbst dafür ist, in allen notfall-sprachen, vorgesorgt …

und sie?

verstehen sie jetzt europäisch, oder ist das für sie nur chuderwelsch. dann rate ich den zug zu nehmen, und richtung chur zu fahren, den chuderwelsch ist die alemannische bezeichnung für rätoromanisch (chuder=chur, wälsch=fremde sprache). sagen sie einfach:

allegra, flem!

das ist dann rätoromanisch, was leider auch fast niemand versteht, aber es hat über’s wochenende wieder platz, in den flimser hotels!

ich jedenfalls empfehle mich für heute auf berndütsch:

machits guet, bim loufe ir stadt!

stadtwanderer

ps:
habe in der bourgogne, wo ich eben war, den ehemaligen präsidenten der „matten-engisch(nicht englisch!)-vereinigung“, roger fridelance (was für ein name!) kennen gelernt. werde in dieser hinsicht bald einen einführungskurs besuchen, damit definitiv niemand mehr etwas von meinem spanisch versteht … hasta la vista!


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