hinter den merowingischen königen chlothar II. und dagobert I. hatten sich die fränkischen bischöfe im edikt von paris, das 614 die wiedervereinigung aller reichsteile regelte, ihren anteil an der macht gesichert. nach dem untergang der alten römischen strukturen, die mitte des 6. jahrhunderts durch die fränkischen bruderkämpfe weggefegt wurden, etablierten sie die fränkischen bischöfe auf der basis der spätantiken diözesen rund im ihre städte neu.


die religöse struktur des gallischen frankreiches, die sich am ende des 6. jahrhunderts ausbildete, und im edikt von paris die macht hinter den merowingern darstellte.

aus diesen bischofsfamilien ging auch der neue fränkische adel hervor, der die geschickte des reiches bis mitte des 8. jahrhunderts in den zahlreichen gauen steuern sollte.


fränkische gaue im 7. jahrhundert

die administration von austrien, neustrien und burgund beeinflusste die neue herrscherschicht nachhaltig. die hausmeier von austrien setzten sich 687 im ganzen frankenreich militärisch durch; von nun an waren sie die eigentlichen herrscher. karl martell besiegelte diese vorherrschaft mit den schlachtensiegen gegen die mohammedanischen mauren in sens und poitiers, und regierte das frankenreich phasenweise auch ohne könig und ohne krone. er begründet sogar die nach ihm benannte karolingische dynastie, die als zweite sippe das frankenreich beherrschen sollte.


stammbaum der karolingischen dynastie (vereinfacht)

mit pippin I. stellen die karolinger den ersten gesamtfränkischen könig, der sowohl von den fränkischen bischöfen, als auch, ein novum, vom römischen papst anerkannt wurde. sein sohn, karl I., setzt sich gegen seinen bruder karlmann durch und wurde ebenfalls gesamtfränkischer könig, bevor ihm papst leo III. im jahre 800 zum neuen römisch-fränkischen kaiser karl I. erhob.

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