morgen ist es soweit: die erste offene stadtwanderung findet statt. hier noch das nötigste, das spannendste und das motivierendste!


mit vollem elan durch bern und seine geschichte (foto: stadtwanderer)

das nötigste in kürze

es gab anmeldungen. und es gab abmeldung. wir sind aber eine stattliche gruppe. es kann losgehen.

wenn der wettergott mitspielt, wandern wir morgen durch bern. die zeichen sind gut. ein paar versprengte regentropfen würden uns nicht abhalten. ein landregen schon. stadtwandern macht dann nicht so spass!

start ist um 0915 bei zytgloggentrum. nicht weil es eine touristische führungen werden soll. sondern weil es das zentrum der stadt ist. zeit und fuss werden hier seit dem 15. jahrhundert als zeichen der herrschaft berns über das bernerland für alle sichtbar festgelegt. zeigt esch zeigt!, ist das motto.

das programm steht, die 30 stationen der wanderung sind bestimmt. ich habe meine raumgeschichte memoriert, und ich werde meine gäste durch 1500 jahre geschichte führen, aber auch durch die stadt bern. fertig ist die tour um 17 uhr, dann werden wir alle geschafft sein! ich auch …

für essen am mittag ist gesorgt. der kronenwirt hassan macht eine piccata milanese.

das spannenste in anspielungen

pikantes à la bernaise gibt es den ganzen tag durch: jede station repräsentiert eine epoche, an jeder station geht es auch um eine personen oder familie die in der berner geschichte für furore gesorgt hat!

zum beispiel um die von graffenrieds, die ja jüngst wieder im zentrum der emotionen standen, als sie ihre gesamte herrschaft über den öffentlichen zeitungsraum nach zürich verkauften. sie retten sich mit dem argument, es nicht nach deutschland verschachert zu haben.

das wird sicher noch zu reden geben, – auch an der stadtwanderung.1353 waren die berner junker noch etwas standfester. und auch die bürger waren selbstbewusster. 1353 sind sie der eidgenossenschaft beibetreten, weil die innerschweizer und die züricher zwei jahre zuvor einen pakt eingegangen waren, der folgendes bestimmte: das ganze gebiet der rechts der aare ist hoheitsgebiet der eidgenossen. gibt es streit, beispielsweise in burgdorf oder bolligen, betrachten es die urner, die schwyzer, die unterwaldner, die luzern und eben auch die züricher als ihre sache, für ordnung zu sorgen.

eine solche einmischung aus der innerschweiz war für bern nicht so schlimm, denn die landsleute aus den voralpen hatten 1339 auch in laupen tatkräftig mitgeholfen. gegenüber den zürchern blieb aber soviel skepsis, dass man seinerseits mit den innerschweizer einen „ewigen“ bund schloss, und die aufmarschgrenze, wie sei den burgundertagen auf die reuss limitierte, – beidseits.

man stelle sich vor: links der reuss die bz, rechts der reuss den tagi. rechts herr kall, und links der nachfolger von charles von graffenried.

genau den hat damals gegeben, heute nicht mehr! so, dass ist der wandel der zeiten, von 1353 bis 2007.

das motivierende am schluss

doch das war nur der vorgeschmack auf morgen; mehr sage ich heute nicht! jetzt sage ich nur noch: kommt, kommt mit, auf die einmalige tour …

gute nacht, bern!, füge ich noch an. noch einmals schlafen, und dann voller elan aufstehen!

stadtwanderer


Comments

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  1. Rinaa on Juni 8, 2007 08:05

    grossartig!
    du verstehst es \\\\\\\’gluschtig\\\\\\\‘ zu machen 🙂
    einen wunderbaren tag wünsche ich dir und deinen gästen.

    häbs guet und gruss rinaa

  2. stadtwanderer on Juni 8, 2007 17:31

    liebe rinaa
    herzlichen dank!
    auf ein ander mal …
    gruss
    sw.-!

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