auf frischer tat ertappt

September 13, 2007 | 1 Comment

damit haben sie nicht gerechnet: walter andreas müller und birgit natürlich, der stadtwanderer kennt sich in der politologenszene ein wenig aus. den wohl überdacht kommentierenden rickenbacher kennt er zienlich gut, die stämpfli mit dem blick aus brüssel auch, genauso wie der hirter, der mit bernischer bodenhaftung die luftsprünge der politik analysiert. sie alle waren schon auf seinen wandererungen dabei, haben also etwas bei ihm gelernt. nur der andreas ladner, der professor aus lausanne mit der leicht durchhängenden krawatte, ziemt sich noch ein wenig, mit ihm wandern zu kommen. klar, den bekannten fliegenträger vom dienst, den kennt er sogar persönlich …


the making of … walter andreas müller und birgit steinegger veräppeln politologInnen (fotos: stadtwanderer, anclickbar)

so war dem stadtwanderer sofort klar, was das gespielt wurde. es ging um den moment, an dem das wahlresultat zu den parlamentswahlen 2007 bekannt wird. der wahlanalytiker ringt nach worten, um die ganz unerwartete niederlage der svp zu erklären. und seine kollegin ist ganz sprachlos, denn alle gewählten im neuen parlament sind frauen …

doch auch walter andreas müller war geistesgegenwärtig, denn auch er erkannte den unerwarteten gast beim casting sofort. flugs ging er, jenseits jeder regieanweisung, auf den national bekannten stadtwanderer zu. der grüsste höflich, liess sich erläutern, was man da so treibe, um dann zu bemerken: für einen national bekannten politologen würde wam aber eine leicht unpassende fliege tragen. verdutzt schaute der um, zupfte an seinem halskleid herum, denn ein wenig stolz war er auf seine fliegenparodie schon gewesen.

der stadtwanderer liess sich nicht lumpen: er offerierte den national bekannten komödianten, ihm seine eigene fliege, die er dabei hatte, zu überlassen!

das hätte perfekt ausgesehen! eine echte parodie wäre das gewesen!


ein geheimplan weniger: der tatort des geschehens, vom stadtwanderer aufgedeckt(fotos: stadtwanderer, anclickbar)

doch wam lehnte ab, vom kamera-mann, der die situation nicht durchschaut hatte, gedrängt. „der chönt euches private gschpröchli nachäne fertig führe. mer mönd jetzt wörkli dreie, d’zit esch knapp“, meinte er nichtsahnend!

so wird man wohl nur eine leicht untypische anlehnung an die fernsehrealität sehen, wenn es am 21. oktober im schweizer farbfernsehen heisst: „kamera frei: wahlanalyse 2007 läuft!“

der stadtwanderer wird sich daran erinnern, wie er, mit gewohnt klarem durchblick, die präparation dazu durchschaut hatte … und freut sich bis dann, dass stadtwandern auch ihn immer wieder überrascht!

stadtwanderer


Comments

1 Comment so far

  1. Regula Stämpfli on September 14, 2007 16:44

    Da Politik momentan eher freudlose Comedy ist, muss lustvolle Politiksatire
    umso mehr begrüsst werden! Von Müller satiriert zu werden, ist ein
    Oberkompliment – freu mich schon auf die Sendung und hoffe auf mehr
    herzliche Lacher in der momentan verbiesterten Politkultur back in
    Switzerland! Beste Grüsse Regula Stämpfli

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