seit tagen ist der öffentliche raum mit werbung besetzt. zuerst die schafe, jetzt die kandidatInnen.

ohne zweifel: die parlamentswahlen in der schweiz stehen an.

die politische werbung gleicht sich der kommerziellen an. sympathische gesichter, kernige sätze, symbolisches ambiente sollen für stimmen sorgen, wie man für umsätze wirbt. die grenzen verfliessen.

das stört mich nicht! ich habe die markigsten gesichter, die mir jüngst beim stadtwandern begegnet sind, fotografiert. und ich frage sie, liebe sympathisantInnen des stadtwanderns.

wen würde sie fürs parlament wählen? – vorerst geht es nur um den ständerat. zum nationalrat können sie sich später äussern.

wen also würde sie wählen, und vor allem warum? das interessiert mich! äussern sie sich, so spontan wie möglich. sie haben 24 gesichter zur auswahl, alle von den werbeständen in der stadt bern. wählen sie die nummer ihres/ihrer bevorzugten kandidatIn. und schreiben sie mir eine kurze begründung!

sie haben wie immer beim ständerat maximal zwei stimmen …


kandidatInnen 1-4


kandidatInnen 5-10


kandidatInnen 11-14


kandidatInnen 15-20


kandidatInnen 21-24

your favorite, please!

stadtwanderer


Comments

No Comment

  1. anonym on September 21, 2007 16:56

    yeah, number 20, kurt felix, repräsentant des schweizer farbfernsehens, der würde unseren stand bestens vertreten

  2. Franz on September 21, 2007 17:08

    Die Boys unten rechts (Nr. 24) gefallen mir ganz gut. Die sind auf jeden Fall besser als die von der sog. Männerpartei!

  3. Walter R. Kopp on September 21, 2007 18:00

    Kanditatin Nr. \\\"9\\\": Zum Preis von Fr. 75.00 ist sie für jedefrau/jedermann noch zu erstehen und kann dann wahl-weise ins Stöckli oder zu Hause aufs Buffet gestellt werden …
    und
    Kanditat Nr. \\\"22\\\": Wie Komplott-, Geheimplan- und Flipchart-Theorien mit Bier-Ernst öffentlich gemacht werden, tut der Wahrheitsfindung nicht gut. Deshalb wähle ich einen Vertreter, der mit viel HUMOR auf das politisch Wesentliche hinweisen kann.

  4. Röstigraber on September 21, 2007 18:18

    nr. 5 sieht irgendwie anders aus. nr. 3 lugt sehr smart ins bühl. nr. 18 gleicht dem teppichverkäufer, der gestern auf dem bundesplatz einen berber aus schwarzer und weisser schafwolle verkaufen wollte und dabei nr. 14 getäuscht hat (über die echtheit des teppichs), worauf sich nr. 15 (im namen des konsumentinnenschutzes) eingemischt hat, was nr. 6 ins auge gegangen ist. sie alle kommen für mich deshalb nicht in frage. für mich steht nr. 20 im vordergrund, er repräsentiert den typischen politiker (siehe proportionen maul/hirn!). naturlich gibt es dazu auch ausnahmen z.b. die nummern 19 und 21 oder die nr. 8.
    im sinne der ausgewogenheit (auch bezüglich alter) wähle ich nr. 20 und nr. 21!

  5. Röstigraber on September 21, 2007 20:18

    hier noch die geschichte vom teppichverkäufer

    am vergangengen mittwoch, während der \"sichlete\" auf dem bundesplatz, erschien auch die maurische karavane des teppichverkäufers angetrieben vom morgendlichen kameltreiber. Der teppichverkäufer bot eine vielzahl von extra für die schweiz gefertigten weiss-schwarzen gestreiften berberteppichen feil, gemischt im verhältnis 3:1 (weisse wolle:schwarze wolle). Als preis pro teppich nannte er 450 \\\"Holenweger\\\" (die neuen internationale währung der hochfinanz, d.h.das wir-geld der reichen). Die später getäuschte fragte darauf, ob das mischverhältnis nicht eher umgekehrt sein und ob der teppichhändler auch \\\"Rorschacher\\\" nähme(das grüne Wir-Geld). Beides verneinte der teppichhändler. Darauf kaufte die getäuschte einen teppich zum geforderten preis und legte ihn neben das wasserspiel. Dadurch wurde er nass und verfärbte sich grau. Die sofort eingeleitete untersuchung ergab folgendes:
    Weder Holenweger noch Rorschacher sind in der schweiz als zahlungsmittel zugelassen.
    schwarz-weiss gestreifte berberteppiche dürfen nur mit einem echtheitszertifikat der \\\"swissness verification police\\\" (kurz SVP genannt) eingeführt werden. Dieses lag nicht vor, weshalb die teppiche beschlagnahmt wurden.

  6. Fabienne G. on September 21, 2007 20:30

    Ich möchte zwei Berner Frauen im Nationalrat haben. Die Männer waren lange genug übervertreten.
    Ich wähle Simonetta Sommaruga (nr. 10) und Dora Andres (Nr. 5). Beide sind sympathisch und kompetent.

  7. stadtwanderer on September 21, 2007 20:42

    es freut mich, dass der beitrag zu den ständeratswahlen ganz offensichtlich gefällt. in 4 stunden wurde er zum absoluten tageshit.
    momentan führt die nummer 20!
    danke auch für die fleissigen kommentare und geschichte(n). sie zeigen, das wählen ganz amüsant sein können.
    ich sag da nur: weiter so!

  8. Beat on September 21, 2007 23:36

    Nr 11. und Nr 17., weil ihr Gesicht eine klare Botschaft ist. Niemand der anderen kommt so gut rüber!

  9. stadtwanderer on September 21, 2007 23:45

    danke, beat, das ist eine gute beobachtung. politik hat etwas nit entschlossenheit zu tun, mit zielstrebigkeit, mit durchsetzungskraft.
    wer hat das am meisten von den porträtierten?

  10. Walter R. Kopp on September 22, 2007 00:38

    die träfe geschichte vom teppichhändler mit seinen maurischen betucht vermummten musste so enden wie ihr beginn: wer andere täuscht, wird selbst emsig mit synthetischer billigware betrogen … (echte wolle färbt nicht).
    danke dem geschichtenausgraber und dem stadtwanderer als bilder-animator.

  11. Guido on September 23, 2007 12:32

    Nummer 3 und Nummer 20 sind das ideale Duo für den farblosen Ständerat. Das gäbe Stimmung!

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