nun wissen wir es: gemäss duden sind blogs sächlich. es heisst das blog. doch wären blogs keine blogs, wenn sie nicht auch männlich wären. der blog ist auch erlaubt. schliesslich sind blogs auch weiblich. die meist besuchte bloggerin in die chinesische schauspielerin xu jinglei. und so stellt sich die frage: wenn schon das geschlecht eines blogs uneinheitlich ist, wie kann dann die definition allgemein verbindlich ausfallen?

blogging_156502b.jpg

gibt xu jinglei, weltweit erfolgreichste bloggerin, die antwort? denn sie berichtet über ihr alltägliches leben als chinesische schauspielerin

genau deshalb frage ich meine blog-gemeinde: was nun ist ein blog? bitte helft mit zu bestimmen, was ein blog ist! hier schon mal einige anstösse:

ist ein blog …

… ein webjournal, wofür und für wen auch immer?

… ein notizbuch, das auch andere lesen können?

… der interessanteste kiosk der gegenwart?

… ein linkverzeichnis, das spuren ins web legt?

… der news-ticker der zukunft?

… die kommunikationchance für gleichgesinnte, die sich sonst nicht finden?

… ein blosser zeitvertreib, der letztlich niemanden interessiert?

… das ende der intimität?

… der stammtisch der gegenwart?

… eine technisch einfache form, sein wissen anderen verfügbar zu machen?

… ein teil der eigenen identität?

… die blatt-form für ausgegrenzte in etablierten zeitungen?

… ein stilles örtchen des nachdenken?

… ein suchtmittel auf das man selbst in den ferien nicht verzichten will?

… ein …

doch halt! nun seid ihr dran: blogt mal so richtig über blogs!

stadtwanderer


Comments

82 Comments so far

  1. /sms ;-) on Juli 5, 2008 00:36

    ich bleibe stur: das wort “blog” ist ein neologismus. niemand weiss, was es bedeutet. aber wenn ich “blog” sage, ist es genau das, was ich mache. (oder: erkläre mir mal, was “telefonieren” WIRKLICH ist…)

  2. rittiner & gomez on Juli 5, 2008 09:11

    das wort weBLOGbuch machte eine diät und geblieben ist nur noch der BLOG.

    natürlich sind ihre antworten alle zutreffend und es gibt sicher noch unzählige antworten die auch zutreffend sind.

    nur genau, exakt, präzise…alles ist eben relativ.

  3. Lisa N. on Juli 5, 2008 12:02

    “Sääli im Leuen” nennt es Moritz Leuenberger in der Bilanz zum eigenen Blog. Das ist wohl ganz zutreffen, denn der Stammtisch und das Blog haben eines gemeinsam: Sie sind eine Option zur Selbstdarstellung, zum Gedankenaustausch und zur Reaktion, um sich als Kommunikatorin selber zu vergewissern.
    http://moritzleuenberger.blueblog.ch/p82.html

  4. Herr von Bern on Juli 5, 2008 13:16

    Ich bin schon etwas älter. Ich kann nicht jeden Tag in die Stadt, obwohl ich von dort komme. Gerne würde häufiger gehen. Wenn das wieder mal nicht möglich ist, gehe ich halt auf den Stadtwanderer.
    Das ist fast immer eine wahre Freude, die es ohne Blogs nicht gäbe.

  5. Emil on Juli 5, 2008 13:43

    Stefan Bucher hat eine nützliche Anleitung verfasst, die einem hilft, die Frage zu beantworten, was ein Blog ist.
    http://www.stefanbucher.net/weblogfaq
    Im Beitrag finden sich viele nützliche Links, die einem weiterhelfen.
    Daraus zitiere ich die nachstehenden Definitionen von Blogs.

    Thomas Gigold: “Ein Weblog ist ein Tagebuch, Notizblock, Logbuch und die Inkarnation des Hypertext. In einem Weblog kommentiert der Schreiber seine Surftour im Internet; ähnlich der Schiffskapitäne die ihre Reiseroute in einem Logbuch festhalten. Unterschied hierbei ist, dass ein Blogger ein Hypertext-Eintrag macht, indem er seinen Logbuch-Eintrag mit Links zu anderen Seiten untermalt. [...] Neue Einträge stehen chronologisch sortiert meist an oberster Stelle eines Weblogs.”

    Gerhard Schoolmann: “Weblogs sind bekannt geworden als persönliches Sites, die eine Liste von kommentierten Links zu anderen Web-Sites oder auch News oder Berichte über selbst Erlebtes erhalten. Sie erfüllen damit eine ähnliche Funktion wie Zeitschriften und selektieren Lesenswertes für andere. Diese Selektion ist persönlich, nonkonformistisch, bisweilen sarkastisch. Weblogs erinnern insoweit an Fernseh-sendungen wie die Harald-Schmidt-Show oder TV Total.”

    Robert Basic: “Blogs sind Newsseiten, wobei man jede News kommentieren und verlinken kann, das ist alles. Das Schönste: Blog Softwarelizenzen kosten entweder nichts oder nur einen Bruchteil von vergleichbaren Angeboten.”

    ver.di: “Weblogs (kurz: Blogs) bieten jedem technischen Laien die Möglichkeit Inhalte ins Internet zu stellen. Der Internet-Nutzer muss nicht länger nur Informationen konsumieren, sondern kann diese auch kommentieren oder eigene Inhalte ins Netz stellen. Das Internet wird kommunikativ!”

    Reimar Kosack: “Prinzipiell sind Weblogs persönliche Sites, die eine Liste von kommentierten Links zu anderen Web-Sites enthalten. [...] Die Idee ist aus dem Brauch entstanden, Freunden und Bekannten E-Mails mit interessanten Sites zu schicken. [...] Weblogs sind also ein Mischung aus Newsgroup, Messageboard und privater Homepage. Mit der extra entwickelten Software sind sie leicht und trotzdem individuell oder grafisch anspruchsvoll zu gestalten.”

    Der Tagesspiegel: “Das ganz persönliche Internet-Magazin. Klatsch, Informationen, Selbstbespiegelung und Poesie. Nicht ganz so exhibitionistisch und banal wie Webcams. Bilder und Text irgendwo zwischen Monica Lewinsky und Wer-bin-ich-eigentlich?”

    Jürgen Albrecht: “Weblogs sind eine Nachrichtenbörse. Das Internet wird gefiltert und die (subjektive) Selektion wird der Weblog Community online mitgeteilt. Weblogs sind deshalb das schnellste Medium für die Verbreitung von Nachrichten im Internet”

    jimmiz journal: “Ein Weblog ist bisher auch nicht mehr als eine Seifenkiste, auf die der Blogautor steigt und der ganzen Welt sein Seelenheil verkündet. Nicht besser als jede Medicine Show im Wilden Westen. Oder der Speakers Corner am Hyde Park.”

    Nordwest Zeitung: “Fotoalbum, Nachrichtenbörse oder Tagebuch: Weblogs sind so unterschiedlich wie die Menschen, die sie betreiben. Mit einfach zu bedienender Software kann praktisch jeder Mensch zum Blogger werden.”

  6. kusito on Juli 5, 2008 13:47

    “Mit der 24. Auflage wurde das Wort in den Duden aufgenommen (zusammen mit bloggen, Blogger und Bloggerin); dabei wurde die sächliche Form als Hauptvariante und die männliche Form als zulässige Nebenvariante dargestellt, was jedoch weiterhin umstritten ist.”

    ich bleibe bei der blocg, weil es sich einfach besser anhört!

  7. kusito on Juli 5, 2008 13:48
  8. Emil on Juli 5, 2008 14:08

    Ein wichtiger Aspekt fehlt. Der Kulturausschuss des EU-Parlaments, lies man neuerdings, zählt Blogs zu den “Community-Medien”. Diese produzieren ohne die Absicht, Profite zu erzielen, und stehen sowohl im privaten wie auch öffentlichen Interesse, das sie durch ihre Publikationen auch regelmässig bedienen. Deshalb, so der Parlamentsantrag, sollten die Community-Medien als Gegengewicht zur vorherrschenden Monokultur der Massenmedien nun gefördert werden. Zu den diskutierten Massnahmen gehören unter anderem die finanzielle Unterstützung, die Entsendung von Mitgliedern aus dem “Community-Medien-Sektor” in nationale Aufsichtsbehörden, die Einrichtung einer speziellen Informationsplattform, um die Vernetzung und den Austausch von ‘best practices’ zu fördern. Es wäre nicht schlecht, wenn man sich auch in der Schweiz um solche Sachen mehr kümmern würde. Denn, so meine Meinung, die Blogosphäre ist nicht national, nur die Schweizer Blogger sind so national.

  9. /sms ;-) on Juli 5, 2008 15:11

    @emil: sag mir definiert und ich sage dir, was raus kommt… und: wer hat eigentlich welche interessen, griffige definitionen zu bekommen, wo wir noch so offensichtlich in einer suprFrühFase dieser technischen möglichkeiten sind? (etc.) ABER:

    das “nationalistische” im internet ist ein interessantes fänomen. es allein auf blogs zu beziehen wäre zu kurz gegriffen. (so definieren zZ insb. massenmedien die bedeutung des neologismus “blog”. massenmedien (und ihre werbemärkte) neigen zu nationalstaatlichen grenzziehungen. etc. asf. usw. hallihallo…

    wesentlich “logischer” ist im internet die sprachliche grenzziehung. (so verorten wir uns zb in der globalen (sprach)nische: “german-speaking part of europe” etc.)

  10. Emil on Juli 5, 2008 16:12

    Schön, das man auf diesem Blog antworten bekommt!
    Ich bin heute zum ersten Mal auf den “Stadtwanderer” gestossen. Man spürt gleich, dass die Beiträge gepflegt sind und das Diskussionklima überwiegend gut ist. Bei vielen anderen Blog monologisiert jeder nur über sein Thema, sei es in den Beiträgen als auch in den Kommentaren.
    Dennoch fällt mir auch hier der vorherrschende schweizerische Diskurs auf. Ich wohne nur unweit der deutsch-schweizerischen Grenze. Doch da sieht man das Ganze viel europäischer. Man hat vor allem gemerkt, dass die Besuche auf Blogs viel globaler sind als die lokalen Netzwerke.
    Dabei kann man sogar an der Auffassung zweifeln, die sms geschickt hat. Denn ein erheblicher Teil der Nutzer von deutschsprachigen Blogs kommt nicht aus dem “german-speaking part of europe”. Das ist eben noch die veraltete Vorstellungen, dass Räume die Einheit von Medien sind, wie man das bei den Massenmedien meist annehmen muss. Beim Internet gilt das doch schon lange nicht mehr, weil das aktivierte Inidividuum im Vordergrund steht, das sich seine Netze aufbaut, wo auch immer es weitere interessierte Individuen gibt.
    Das eben macht Blogs aus!

  11. adelheid on Juli 5, 2008 19:33

    Für mich ist ein top Blog (der Stadtwanderer gehört dazu!) eine Schatztruhe an Wissen, die ich für meine Weiterbildung gerne nutze. “Gurus” schreiben über ihre Fachgebiete verständlich, teilweise mit tollen Fotos angereichert und kostenfrei. Danke!
    PS Es ist halt so mit top und flop, wir müssen Blogweizen von Blogspreu trennen;-)

  12. stadtwanderer on Juli 5, 2008 20:03

    guten abend, emil! es freut mich, haben wir einen neuen kommentator.

    mit dem stadtwanderer versuche ich, lokale und globales zu verknüpfen. ich lebe hier und jetzt, das ist unbestritten. das heisst aber nicht, dass man weder vergangenes noch zukünfitges negieren soll, noch das, was mit dem raum nur indirekt verbunden ist.
    ich glaube, du hast schon recht: die europäische öffentlichkeit spielt in der schweiz generell eine geringe rolle, und gelegentlich verneint man sogar die!

    ich erlaube mir aber eine gegenbemerkung: nur weil man deutsch ist, ist man noch nicht europäisch. bei deutschen blogs (und webseiten) fällt jedenfalls mir diese verwechslung mehr als mir lieb ist auf.

  13. Titus on Juli 5, 2008 21:56

    Internet ganz allgemein wurde und wird ja oft auch quasi als Mittel zur “Absicherung der Demokratie” bezeichnet.

    Doch musste man früher über html-Kenntnisse verfügen, um irgendetwas ins www setzen zu können, reichen heute einige Mausklicks. Zudem gab’s auf dieses “irgendetwas” keine Reaktionsmöglichkeit (ausser vielleicht einer angegebenen E-Mail-Adresse). Eine sehr statische Angelegenheit…

    Ein Blog ist für mich deshalb ein “echtes” Mittel zur “Demokratisierung” von Informationen (das “normale” www ist es nicht, sondern primär ein reiner Präsentier-Teller). Je-ka-mi, je-ka-ko(mmentieren), je-ka-be(einflussen), je-ka-ma(nipulieren), je-ka-ir(gendetwas) :-)

    Spannender ist für mich die Frage, WAS man mit diesen Informationen macht. In der Regel besuche ich Blogs, die mich zum Nachdenken, vor allem aber auch zum Nachfragen anregen. Letzteres vor allem, um
    a) den Aspekt “Manipulation” (im Speziellen: Bewusstes Weglassen von Informationen) auszuschalten und
    b) zu merken, in welche Richtung man mich beeinflussen oder überzeugen will.

    Deshalb lese ich lieber “ab der Quelle” z. B. eine Original-Medienmitteilung statt einen Abklatsch davon irgendwo in den Medien (welche – um den Leser bei der Stange zu halten oder weil insbesondere im Print-Bereich nicht immer genügend Platz zur Verfügung steht – sich häufig auf einige aus ihrer Sicht wesentlichen Punkte beschränken).

    Daher sind Blogs (und was sie auslösen) für mich auch Nachdenk- und Nachfrag-Provokateure 8-)

  14. henne on Juli 5, 2008 22:25

    Gut, dass das Thema aufkommt! Emil hat einen wichtigen Aspekte eingebracht, der bisher kaum beachtet worden ist.
    Blogs basieren auf benutzerfreundlicher Software-Angeboten, die das bekannte Grundgerüst des Mediums definieren. Basta!
    Denn dieses wird von gegen 100 Millionen Menschen genutzt. Jeder für sich, und jeder auf seine Art. Das macht die unbestrittene Stärke von Blogs aus.
    Jeder Versuch, Form, Inhalt, Absicht, Wirkung etc. abschliessen zu definieren, scheitert auf jeden Fall an der Vielfalt der möglichen Antworten. Er ist zudem sinnlos, weil man das Potenzial von Blogs in der Zukunft definitiorisch gar nicht erfassen kann. Die zahllosen Blogger werden in der Praxis viele neuen personalisierte An- und Verwendungsmöglichkeiten finden, die man sich heute gar nicht vorstellt.
    Anders als die Massenmedien, die heute ganz der ökonomischen Verwertungslogik unterliegen, ist die riesige Chance der Blogs, die Kreativität von Oeffentlichkeit stets neu zu erfinden. Deshalb sind Blog parallel zur Krise der Massenmedien so populär geworden.
    Blogs sind jener Teil der Oeffentlichkeit, der sich nicht stomlinienförmig stylen lässt.

  15. Mischa on Juli 6, 2008 20:32

    Salü zäme jetzt komme noch ich :-)

    liebe leute, was ist nun ein blog für euch? ausser der definition von titus (wobei ich mit der einverstanden bin) habe ich nicht wirklich etwas über eure meinung gelesen. jeder hat das gefühl er müsse die genialste definition, begründung oder ein argument im oder für den blog finden. für dies geht er in’s internet, am besten noch googlen, damit er oder sie ja nichts falsches schreibt. somit ist der blog nicht wirklich persönlich. somit ist der blog nicht wirklich ein meinungs austausch objekt, und schon viel weniger ein stammtisch. finde ich schade. wer meine kommentare schon gelesen hat, der denkt was für ein trottel. aber ich bin stolz sagen zu dürfen es sind meine kommentare. es sind meine gedanken, ich muss mich nicht zuerst im internet absichern, was ich nun schreiben darf! der einzige blog indem ich mich bemühe ist Deiner, lieber stadtwanderer. kopierte meinungen lesen kann ich täglich in der presse oder im fernsehen, in irgendeiner genialen talkshow oder diskussions plattform, hören.
    unterschied deutsch, schweiz oder europäisch? denke da gibt es keinen im blog ,sonst leider schon!

    @ henne
    bin voll deiner meinung!

    @ stadtwanderer
    bist Du nicht in den ferien?

    wünsche allen eine schönen sonntag abend.

  16. stadtwanderer on Juli 6, 2008 21:31

    at mischa
    egal ob du zuhause, am arbeitsplatz, auf reisen, in den ferien, oder wo auch immer du bist, das einloggen in den blog funktioniert von überall gleich.
    früher, da war man in den ferien weg.
    heute, da ist man in den ferien auch weg, und dennoch da.
    weil man meint, der blog auf dem bildschirm sei auch da …

  17. Titus on Juli 6, 2008 22:09

    @ Mischa
    Ich sehe das so: Die Zitate und Links weiter oben wollen ja nur verdeutlichen, dass es keine eindeutige oder einheitliche Definition gibt. Es gibt sogar Blogs, bei denen die Kommentarfunktion ausgeschaltet wird (aber technisch vorhanden wäre), um sich nicht mit der Betreuung der Kommentare abgeben zu müssen…

    Blogs definieren sich daher vor allem über die technische Möglichkeit des (einfachen) Publizierens irgendeine Sache und des (einfachen) Kommentierens dieser Sache. Nebst den YouTubes, den Flickrs, den MySpaces und wie sie alle heissen gibt’s eben auch die Blog-Anbieter. Nur ein weiteres (häufig kostenloses) Angebot im weltweiten Netz.

    Wie schon erwähnt, spannender ist für mich eher die Frage, WAS man aus dem macht, das da anhand dieses technichen Mittels publiziert.

  18. Ate on Juli 6, 2008 23:44

    Was eigentlich ist ein Blog? war die Frage.

    WARUM eigentlich “muss” oder “will” der Mensch bloggen? Diese Frage wäre sehr viel interessanter und ich glaub, dass war auch die ursprüngliche Frage vom Stadtwanderer.

    @Titus
    Ein Blogbetreiber schreibt Posts und die Kommentarschreiber bloggen anhand dieser Posts? Oder?
    Wenn es denn so ist, so würde sich nebst der obigen noch eine zweite Frage ergeben: Was treibt den Kommentarschreiber an zu bloggen?

    An der Hitze kanns nicht liegen Titus, aber die diversen obigen Kommentare haben mein Bild ein wenig verwischt.
    Aber ich folge Deinem Hinweis und suche morgen die Quelle bei der Ader.

  19. adelheid on Juli 7, 2008 09:52

    bidu s Kommentare fehlen mir echt. Er würde es in eigenen Worten auf den Punkt bringen, was ein Blog ist.

  20. Titus on Juli 7, 2008 10:11

    @Ate
    Was treibt den Kommentarschreiber an? Ganz einfach: Seine Meinung zu einer Sache äussern.

    Diese Möglichkeit bieten die klassischen, “flüchtigen” Medien wie Radio oder TV nicht. Einzig bei der Presse kannst Du mittels Leserbrief Deine Meinung äussern. Ob, wann und wieviel davon allerdings abgedruckt wird, ist nicht gegeben. Natürlich besteht auch bei Blogs keine Garantie, dass ein Kommentar veröffentlicht wird. Dies ist jedoch selten der Fall und spräche nur gegen einen Blog.

    Nun kann man die Frage weiterspinnen: Sind die geäusserten Meinungen repräsentativ? Geben sie ein Gesamtbild der “allgemeinen Stimmungslage” zu einer Sache wider? Äussern sich nur die, die gegen die in einem Post geäusserte Sache sind oder auch jene, die voll und ganz dahinter stehen?

  21. stadtwanderer on Juli 7, 2008 11:52

    ich fürchte, ich habe ihn ein wenig verärgert mit einem beitrag über ihn.
    werde ihm eine ansichtskarte aus dem norden senden, um ihn zu versöhnen.
    die grosse bühne ist nicht sein ding, vielleicht können wir ihn aber auf die nebenbühnen locken …

  22. Ate on Juli 7, 2008 15:10

    Dachte ichs mir doch Stadtwanderer. Nur, Bidu ist doch sonst auch nicht grad zimperlich.
    Aber am Stammtisch (wie er sich ausdrückt) fehlt er auch mir sehr.

    @Titus
    Und was treibt den Kommentarschreiber sonst noch an? WARUM muss oder will er schreiben? Hab wie üblich eine kleine Umfrage gestartet. Die Mehrheit sagte, es sei die Langeweile, aber auch, dass der Mensch in der heutigen, gestressten Zeit nicht mehr angehört wird und er deshalb zum Mittel bloggen greift. U N D
    da für mich bloggen auch ein Fragen und Antworten ist, stell ich Dir eine Frage zu Deiner Frage bzgl. “Warum heisst es blau machen”. Gab es in früheren Zeiten VW’s in der Farbe blau? Wenn nicht, könnte die Antwort meines Deutschen Ex-Chefs, die er mir vor etlichen Jahren gab, zutreffen.

  23. Titus on Juli 7, 2008 23:39

    @ Ate
    Das nenn’ ich nun aber post cross blogging (oder so ähnlich): Hier auf eine Frage eines anderen Posts zu antworten ;-)

    Blaue VWs? Keine Ahnung. Aber wenn man blau macht, kann man damit auf jeden Fall eine Fahrt ins Blaue machen, blau zurückfahren und mit einem blauen Auge an einer Polizeikontrolle vorbei kommen. :-)

    Das mit der Langweile hat (in meinem Fall) was: Mein Blog-Programm ist immer wieder interessanter und geistreicher als die Werbepausen im TV, die ständig durchs TV-Programm unterbrochen werden…

    Da Du ja auch gerne antwortest, verweise ich nochmals auf meine unbeantwortete Frage über “wie repräsentativ sind Blog-Kommentare”.

  24. adelheid on Juli 8, 2008 06:46

    @ Ate
    Repräsentativ sind Blog-Beiträge wohl nicht, dafür ist die Zahl Rückmeldungen zu klein. Gleichwohl sind sie spannend zu lesen (z.B. Stadtwanderer, Moritz Leuenberger) weil die Antworten verschiedene Facetten zu einem Thema aufzeigen und somit zur Meinungsbildung beitragen.

  25. ((( rebell.tv ))) blog - über die auflassung der zeit beim bloggen. ein versuch on Juli 8, 2008 07:41

    [...] | offen lassen | auflassung. stilllegung (österr.) – bloggen. blog = neologismus (s.anders a. stadtwanderer.net) – versuch. versuchen. versuchung. – philosophie. liebe zur weisheit | vielOh!sofWie? das staunen [...]

  26. mischa on Juli 8, 2008 11:11

    @ adelheid

    ich gebe Dir recht, ich sehe ja selber wie dieser blog zu meiner meinungsbildung beiträgt (sehen wir dann spätestens an der abstimmung feb 2009) :-)

    @ ate

    ich gebe meinen senf dazu, weil ich denke, dass es jemanden wundernimmt was ich denke, oder so ähnlich?
    ich habe mir überlegt ob der blog, die moderne form der diskussion (auch am stammtisch) ist und die diskussion ersetzen wird?
    stellt Euch mal eine “Arena” in blogform vor :-)

  27. Ate on Juli 8, 2008 14:34

    Eine Arena in Blogform wäre nicht zu verachten, zumal dann endlich das leidige Dreingequatsche aufhören würde.
    Sorry für mein “post cross blogging”. Wollte lediglich Zeit sparen.
    Bezüglich Deiner Frage Titus, gehe ich mit Adelheid einig.
    Ausserdem nehmen wir nun mal an, dass von 10 Personen 9 sagen, dass sie der EU beitreten wollen und ich sage nein, so heisst das ja blos, dass ich rechtsdenkend bin, eine andere Meinung als die anderen 9 vertrete. Kann man sich dann anhand dieses Ergebnisses eine Meinung bilden? Vielleicht sagt man, nun gut, bei einem Verhältnis von 9:1 müssen doch die Befürworter richtig liegen ergo sage ich auch ja. Glaub, um sich eine Meinung zu bilden, darf man nicht nur auf einem Blog lesen.

  28. Titus on Juli 8, 2008 15:36

    @ Ate + Adelheid
    Ich stimme mit Euren Aussagen absolut überein – nur habe ich nicht das Thema Meinungsbildung gemeint, sondern Wortmeldungen (oder eben Kommentare).

    Konkret: Von 10 Kommentaren ist in 7 die Rede davon, dass sie violett eine schöne Farbe finden und in 3 Kommentaren, dass blau hässlich sei. Kann oder darf man daraus ableiten, dass eine klare Minderheit gegen violett ist? Ich bin mir bewusst, dass die Fehlerquote in jedem Fall höher ist, je geringer die Teilnehmerzahl. Zudem habe ich bewusst das Beispiel “Farbe violett” gewählt, weil es eine allgemeine, unpolitische Sache ist (hätte ich danach gefragt, ob die Geschichte über von Bubenberg interessiert, dann hätte ich in diesem Blog natürlich 10mal ein Ja erhalten).

    Vor einigen Wochen erschien auf SF online ein Artikel, in welchem der fragliche Redaktor Bezug auf die Kommentare in einem anderen Artikel bezogj (so im Sinne von “es sprachen sich viele dafür/dagegen aus”). Daher meine Frage, wie repräsentativ Kommentare sind.

  29. Titus on Juli 8, 2008 15:37

    …Korrigenda: …dass violett hässlich sei.

  30. FuD (Freiheit + Demokratie) on Juli 8, 2008 15:51

    @Ate

    Würde mich mal interessieren, wie “Ihr lieber Freund” Winki das mit den Blogs sieht.

  31. mischa on Juli 8, 2008 17:04

    Ich denke, dass sich in einem blog viele gleichgesinnte treffen. das bedeutet ja dann auch, dass die kommentare sich von der aussage her ähneln. natürlich spielt da die art des blog und das niveau der blogger auch noch eine rolle.

    aus erwähnten gründen glaube ich nicht, dass die kommentare wirklich aussagekräftig oder sogar repräsentativ sein sollen.

    früher sagte man, dass man mit einer statistik etwas beweisen kann was auf keinen fall ist :-)

    ist es im blog nicht gleich?

  32. adelheid on Juli 8, 2008 17:30

    @ Titus + mischa
    Die Kommentare sind persönliche Meinungen, so hoffe ich doch. Repräsentativ sind sie nicht, gleichwohl interessant. Am Liebsten sind mir Kommentare von Querdenker/innen, weil sie meinen Gedankentrott durcheinander und mich zum Nachdenken bringen…

    PS Violett ist hochpolitisch, in den Achtzigern galt Lila als Farbe der Frauenrechtlerinnen ;-)

    @ mischa
    apropos Statistiken, man sagt auch, dass man nur denen glauben soll, die man selber gemacht hat. ups, bin zünftig in den Fettnapf getreten, Statistiken sind die Domäne vom Stadtwanderer

  33. Mischa on Juli 8, 2008 18:05

    @ adelheid

    richitg nur an die eigenen glauben, weil da weiss man ja was man beschissen (entschuldigung) hat :-)

    @ titus und adelheid

    wisst ihr was violett bei den seemännern bedeutet. die matrosen die im maschinenraum arbeiten haben ihre “patten” mit violettem grund. dies seit die titanic untergegangen ist. die matrosen und offiziere, welche im maschinenraum dienst taten, und auch dort geblieben sind, bis zum bitteren ertrinken, nur damit die stromgeneratoren für das licht und die pumpen weiterliefen, trugen noch weisse “patten”. da dies in den augen aller maschinisten eine heldentat war, haben sich alle in der folgewoche, nach dem untergang, zu ehren der ertrunkenen, patten mit violettem grund gekauft. die farbe der trauer (röm.kath. Kirche). seit der zeit sind die patten der maschinisten mit violettem grund.

    nun habe ich mich schon lange gefragt warum die frauenrechtlerinnen die farbe der trauer trugen :-)

  34. Ate on Juli 8, 2008 18:59

    @Titus

    Kommentare sind nicht repräsentativ, sie geben einzig die Meinung des Schreibers kund, aber das erwähnte Adelheid ein wenig weiter oben bereits.
    Man kann sich ob Kommentaren freuen, ärgen, vielleicht auch mal schmunzeln, vielleicht auch ein wenig dazulernen, aber auf keinen Fall etwas davon ableiten.

    Wenn 7 Personen die Farbe violett und 3 die Farbe blau als hässlich empfinden, so sagt das doch lediglich aus, dass diese 10 Personen andere Farben als schöner empfinden.

    Irgendwie habe ich das Gefühl Titus, dass Du auf etwas ganz anderes rauswillst.

  35. Titus on Juli 8, 2008 20:42

    Danke Ate, Adelheid & Mischa
    Nein, ich will auf nichts anderes raus. Es ist nur die Frage im Hinterkopf, ob und inwiefern Blog-Kommentare die “Lage der Nation” widerspiegeln.

    Tagesschau von heute Abend: Das BA für Gesundheit will die Labor-Tarife um 25 % senken will. Drei unterschiedliche Posts sind möglich:
    Blog 1 – “Schweinerei” (contra)
    Blog 2 – “Endlich!” (pro)
    Blog 3 – “was denkt ihr?” (neutral)

    Natürlich zieht ein Blog je nach bisherigen Posts ein unterschiedliches Publikum an. Im Falle oben könnte man jedoch die Reaktionen von Blog 1 und Blog 2 gegenüberstellen. Annahme:
    Blog 1: 9 Kommentare contra, 1 pro
    Blog 2: 2 Kommentare contra, 5 pro
    Blog 3: 8 Kommentare contra, 6 pro

    Können wir nun daraus schliessen, dass “man/frau” eher contra ist? Wem die Zahlen zu klein sind, kann auch noch zwei Nullen hinten anhängen.

  36. Mischa on Juli 8, 2008 21:56

    @titus

    du hast bei der ersten frage vergessen, blog 4; nur die labor-tarife. scheis…..

    also wenn man alle kommentare aller blogs auswerten würde…. so hätte man/frau vielleicht aussagefähige kommentare, könnte sogar repräsantiv sein?! habe gegoogelt. gib blog ein, seiten auf deutsch -> mehr als 223′000′000 ergebnisse. man stelle sich vor 223 millionen blogs, nun hochrechnen; du titus gehst von 10 bloggern aus die kommentare schreiben. da wären wir schon bei 2.23 Milliarden kommentaren. nun etwas mehr als ein viertel der weltbevölkerung, die einen kommentar abgegeben haben. und alle auf deutsch :-)
    also auch da ist es nicht wirklich represantiv. obwohl ein viertel der statistischen bevölkerung einen kommentar abgegeben hat.

    entschuldige stadtwanderer, ich versuche die statistik auseinanderzunehmen, habe ich doch auch studieren müssen, nur habe ich es nie verstehen wollen.

  37. Ate on Juli 8, 2008 23:19

    Ob und inwiefern Blog-Kommentare die Lage der Nation widerspiegeln die gebe ich Dir gerne anhand Deines Beispiels.
    Nimm mal meine Antwort auf Dein Beispiel und sollten sich ausser mir noch weitere Schreiber dazugesellen, dann Titus kannst Du versuchen auszuwerten. Ansonsten hast Du lediglich ein Contra.
    Couchepins Vorschlag ist bereits schon einige Tage alt, aber die Presse und das TV hängen immer ein paar Tage hintendrein.
    25% Reduktion auf Laborkosten bedeutet, dass kleinere Labors nicht mehr mithalten können und ihre Läden dicht machen müssen. Ist das der Sinn und Zweck? Denn immerhin geht es bei diesen Einsparungen um einen “sehr” minimalen Prozentsatz. Minim einsparen und dafür Existenzen zerstören nur damit man ein wenig gut dasteht, kann doch nun wohl wirklich nicht die Lösung sein.

    Also Titus, das war jetzt ganz kurz (das Thema sollte man erweitern) meine Meinung. Bleibt es bei der, so hast Du 1 Contra und sonst nichts. Und dann?

  38. Titus on Juli 8, 2008 23:31

    Nochmals Danke an Ate und Mischa.

    Na bis auf Komma-Stellen genau meinte ich das ja auch nicht, sondern eher im Sinne einer “Presseschau” (wer schreibt warum worüber). Aber ich geb’s auf – mit zwei Erkenntnissen mehr:
    1) Es gibt zuviele Blogs, sodass eine Gesamtschau, ein allgemeines “Temperatur-Messen” gar nicht möglich ist (die Auswertung “pro” und “contra” muss ja auf einer verbalen Basis durch den Leser erfolgen)
    2) Es gibt keine “Blog 3″, alle sind persönlich oder politisch gefärbt.

  39. adelheid on Juli 9, 2008 08:14

    @ Titus, Ate und mischa
    Das gilt auch für die zig Millionen Blog: “Wie wirklich ist die Wirklichkeit?” Paul Watzlawick

    PS sind wir wieder zurück auf Feld eins? ;-)

    @ Ate
    Bei der Preisreduktion der Labortarife geht es vermutlich darum, dass BR P.C. “etwas” gegen die ständig steigenden Krankenkassenprämien unternimmt und weniger, ob das auch sinnvoll ist…
    outsourcen ist ja trendy – es wird nicht mehr lange dauern und wir müssen in der Apotheke ein Kit mit Indikatorstäbli und eingefärbten Wässerchen kaufen und unser physisches Innenleben selber analysieren – selbstverständlich statistisch repräsentativ ;-)

    @ Titus
    violett… danke dir für die tragische Geschichte über die Matrosen und ihre Patten.

    Die Frauen kämpfen seit Langem für mehr bzw. die gleichen Rechte wie die Männer mit mehr (z.B. Frauenstimm-/Wahlrecht)und weniger (z.B. Lohngleichheit) Erfolg – drum immer noch violett…

  40. Titus on Juli 9, 2008 08:37

    Adelheid, das war nicht ich mit der tragischen Geschichte (ich reich’ daher die Blumen an Mischa weiter).

    Lass Dich durch die @-Zeichen nicht verwirren…

  41. mischa on Juli 9, 2008 11:29

    @ adelheid

    kennst du eigentlich die männerpartei, welche für die gleichberechtigung der männer kämpft. habe das programm einmal mit wahlmaterial erhalten. nun man kann denken was man will über diese partei!

    wegen Deinem vorschlag des apothekerkits: ich bin diabetiker und kann Dir mitteilen, es ist heute schon so. wir diabetiker haben unsere stäbchen und wässerchen etc. nur leider sind diese kit’s extrem teuer. 50 teststreifen kosten meine krankenkasse fr 79.- und das reicht exakt für 9 tage! wenn du diese kartonstäbchen sehen würdest, würdest Du Dich fragen wieso sind diese dinger so teuer. das schöne ist im deutschenlande krieg ich dieselben stäbchen für die hälfte :-( parallelimport wäre da vielleicht ein stichwort. ich verstehe meine krankenkasse, dass meine prämie immer höher wird, wenn ich schon nur die abrechnungen meiner apotheke sehe wird mir schlecht.

  42. Ate on Juli 15, 2008 20:43

    Ach, wie ist es doch ruhig und langweilig geworden auf dem Stadtwanderer.
    Klar, er ist weg, wir aber sind immer noch da, ich wenigstens.

    Siehst Du Titus, nun kehrt auch bei mir die Langeweile ein.
    Ein Klick auf den Stadtwanderer und schon war ich durch seine Erzählungen und Geschichten in einer anderen Welt.

    Bin ja schon ruhig, mag ihm seine Ferien gönnen, mir fehlt er halt.

  43. Titus on Juli 15, 2008 23:36

    Ja Ate, hier wird momentan nicht “gestadtwandert” und soviel Ruhe sind meine Füsse, pardon, meine Finger gar nicht gewohnt.

    Da bieten sich vier Alternativen an:
    a) Alte Beiträge nochmals Revue passieren lassen.
    b) Andere Blogs von hier auftretenden Kommentatoren besuchen (meiner existiert erst gedanklich).
    c) Wir üben uns hier noch etwas im Smiley-setzen oder Computer-Probleme lösen 8-)
    d) Off-Topic eine andere Diskussion hier anfangen.

    Aber eben, es sind nur Alternativen. Wir können die Finger auch baumeln lassen ;-)

  44. Ate on Juli 16, 2008 00:16

    Schön Titus bist wenigstens Du noch da.
    a) eher nein
    b) Mach aus Deinem gedanklichen Blog Tatsache, so könnten wir endlich mal die diversen Farben ergründen, besser gesagt die Bedeutung diverser Aussprachen (warum macht der Mensch blau, warum ist der Mensch blau etc.) Wär sicher noch amüsant.
    Auf Rebell-tv schaue ich zwischendurch rein.
    c) Smiley-setzen hast Du mir ja nun gelernt (ohne Sonnenbrille). Ansonsten würde ich Dich überfordern, denn ich verstehe null und rein gar nichts von Computer.

    d) Der ist es Titus, aber dürfen wir das?

    Und wenn ja, welches Thema wollen wir wählen? Labortarife nein, meine Aussage hat sich bereits Tags darauf bestätigt.
    Den DOK von gestern über die Deutschen, wo einer sagte, wir Schweizer würden die Deutschen als arrogant hinstellen und er aber im gleichem Atemzug uns als unwissend hinstellt (eben in der Deutschen Arroganz). Nein, auch nicht wirklich.
    Schmid und Calmy wär zwar momentan ein Thema, nur von dem bin ich bereits übersättigt bevor es überhaupt begonnen hat.

  45. Titus on Juli 16, 2008 01:29

    Dachte ich’s mir, dass du d) wählst… Ob wir dürfen? Wie hiess es in Kindesjahren immer: Nur nicht fragen, dann gibt’s auch kein “nein” ;-)

    Ich überleg’ mir grad, ob wir Wünsche definieren sollen, worüber die Medien im Sommerloch schreiben könnten und dabei noch Gutes tun, also nicht immer das ständige Hick-Hack, dass wir dann später wieder erleben können.

  46. stadtwanderer on Juli 16, 2008 12:05

    na denn, bin mal gespannt, welches thema ihr aufgreift.
    ich sehe, die schwedischen themen interessieren nicht ganz alle.
    werde aber unvermindert daran festhalten!

  47. Ate on Juli 16, 2008 15:35

    @Stadtwander
    Klar interessieren die Schweden-Themen, sehr sogar.
    Bekam ja fast einen Schock wegen der Überschrift, sah Dich schon brennend durch die Wälder rennen.
    Wünsche Dir weiterhin schöne Ferien.

    @Titus
    Mir fällt spontan kein Thema ein, aber die Idee ist ja auch noch sehr jung.
    Vorläufig halte mich doch an Punkt a, denn ich kenne den Stadtwanderer-Blog erst seit ca. Herbst 07 und da gibt es für mich sicherlich viel nachzulesen.

  48. Titus on Juli 16, 2008 17:21

    @Stadtwanderer
    Wir (oder nur ich?) zählen darauf, dass Du uns weiter berichtest, was im Elchland alles geschieht oder geschah.

    Allerdings mache ich halt schnell einen Bezug zur Schweiz wie z. B. gibt es bei uns auch eine Region, wo Häuser nach einer bestimmten Farbe angestrichen werden oder wurden in der Schweiz die Wälder auch jemals so bewirtschaftet wie in Schweden. Und bei allen Fragen stelle ich einfach fest: Die beiden Länder sind zu verschieden, um sie vergleichen zu können. Deshalb geniesse ich einfach die Texte (und erinnere mich an eine längst vergangene Kanu-Tour durchs schwedische Seen-System zurück).

  49. Ate on Juli 18, 2008 15:40

    @Titus
    Hab soeben die Stellungnahme von unserem BR Schmid gehört und muss sagen, ich bin genau gleich schlau wie vorher.
    Wenigstens kann ich “nun wieder ruhig schlafen”, denn laut Schmid “war” wegen dem Fall Nef die Sicherheit unserers Landes nicht gefährdet. :-)

  50. Titus on Juli 18, 2008 17:28

    @ Ate
    Nun, schlafen konnte ich eigentlich immer ruhig, weil für mich von Anfang an klar war, dass die ganze Sache hochsterilisiert wurde. Daran ändert sich auch nichts durch hartnäckiges Nachfragen gewisser Journalisten, die auf-Teufel-komm-raus einfach ein Haar in der Suppe finden woll(t)en. Vielleicht sollten gewisse Medienhäuser ihre Mitarbeiter noch vor deren Anstellung und ohne deren Wissen (und ohne rechtsstaatliche Grundlage) einem mehrmonatigen Sicherheitsckeck unterziehen? ;-)

    Immerhin war es eine “unterhaltsame” Woche. Ich frage mich nun: War das das Happy End?

  51. Ate on Juli 18, 2008 19:18

    @Titus
    Meinen letzten Satz schrieb ich mit einem Schmunzeln auf den Lippen, denn so ein Schlusssatz wäre wirklich nicht nötig gewesen.

    Denkst Du nicht, dass der Journalismus nur aus hochsterlisieren besteht? Und genau dieses auch die Medienhäuser von ihren Mitarbeitern verlangen?

    Das Happy End wirds nicht gewesen sein, denn bereits erscheint in einem Leserbrief im Tagi unter anderem der Satz: “Wenn Armeechef Nef, wie glaubhaft berichtet wird, seine Ex-Freundin monatelang mit SMS und E-Mails terrorisiert, dann ist das nicht einfach nichts. Wo bleibt da die gute Vorbildfunktion?”
    Ich hoffe es nicht, glaube aber, dass das den Beginn einer Schlammschlacht geben wird.

  52. Titus on Juli 18, 2008 20:59

    @ Ate
    Deinen letzten Satz hatte ich schon humorvoll verstanden.

    Solche Leserbriefe illustrieren sehr gut, was das eigentliche Problem bei der ganzen “Hetzjagd” ist: Es gibt Leute, die für bare Münze nehmen, was da steht. Mit schlüpfrigen Aussagen zielen gewisse Medienschaffende auch darauf ab: “…es wird gemunkelt, dass…” oder “…vermutlich…” usw. Hier wird dem Empfänger etwas suggeriert, dass vielleicht so ist – vielleicht aber auch nicht. Selbst der Leserbrief-Autor schreibt “…wie glaubhaft berichtet wird…” Naja…

    Ich gebe BR Schmid durchaus recht, dass die Medien auch eine Verantwortung tragen, zu der ich eben auch zähle, dass man solche Andeutungen gar nicht erst macht. Das erscheint mir irgendwie billigen Journalismus.

    Zu Roland Nef: Hier hilft spekulieren nicht weiter. Das ist und bleibt seine Privatsache. Wenn die Sache so gravierend gewesen wäre, dann hätte die Anklägerin die Sache gewiss nicht im gegenseitigen Einverständnis abschliessen lassen.

    Zum Thema “hochsterilisieren”: Viel Umsatz der “alten” Printmedien ist in den letzten Jahren entweder in Gratis-Zeitungen geflossen oder fliesst gar nicht mehr (suchst Du eine Wohnung noch unter den Immobilien in der Zeitung oder unter Homegate & Co? Suchst Du eine Stelle im Stellenbund oder direkt im Stellenportal der Firma XYZ?).

    Das setzt alle Medienhäuser – und damit auch die Redaktionen – massiv unter Kostendruck. Es wird deshalb nach mehr “Biss” gefragt, nach mehr “Profil” einer Zeitung. Ich weiss nicht, ob sich diese Medienhäuser schon einmal Gedanken darüber gemacht haben, wie die Berichterstattung in 10 oder 20 Jahren aussieht und vor allem – mit welchen Mitteln sie diese Berichterstattung bezahlen sollen. Neue Finanzierungsmodelle sind gefragt. Das Gelbe vom Ei hat bis heute noch keiner gefunden.

    In diesem Umfeld agieren heute die Journalisten. Das führt dann entweder zu eilig und nicht sehr gut überlegten Artikeln oder aber artet in ein reines Berichten aus, das heisst für die Recherche, welche ich als zentrale Tätigkeit eines Journalisten betrachte, bleibt keine Zeit – ausser vielleicht im Sommerloch…

  53. Ate on Juli 18, 2008 23:16

    Denkst Du nicht auch, dass der Leser lieber aufgebauschte Halbwahrheiten liest als reelle Facts?
    In 10, 20 Jahren wird die Medienberichterstattung via Computer ablaufen, sehr zu meinem Leidwesen, denn ich bin noch so ein altes Modell, dass zum Zmorgekaffee gerne eine Zeitung zwischen den Fingern hält.
    Mit welchen Mitteln die Berichterstattungen dann bezahlt werden ist eine gute Frage.
    Vielleicht heisst es dann: Herr Muster konnte leider seinen Tod nicht überleben. Und danach kommt eine 15-minütige Werbeeinblendung usw.

    Bin ein wenig “sehr” wirr im Kopf, denn ich sah auf TeleZüri den Sommer-Tratsch mit Gerhard Blocher als Gast.
    Falls Du TeleZüri empfängst, schau doch mal rein. Wird immer zur Hälfte der Stunde wiederholt und nennt sich Sommer-Talk. Ich lach mich jetzt noch krumm, wobei es eigentlich gar nicht zum Lachen wäre.

  54. Mischa on Juli 19, 2008 09:28

    Salü Zäme

    auch ich bin noch da :-)

    frage an titus: kannst Du mir erklären, wieso Herr Nef nur den blick oder besser ringier verklagt hat? alle anderen zeitungen haben doch genau das gleiche geschrieben. und vorallem, warum schreiben alle anderen zeitungen, auch die mit niveau, genau dasselbe? schreibt den da jemand ab?

    früher in der schule, wenn ich abschreiben wollte, da habe ich mich sicherlich nicht neben jemanden gesetzt, der das niveau eines blick hatte ;)

  55. Titus on Juli 19, 2008 15:35

    Hallo Ate & Mischa

    Nun, Mischa, beim Blick werden Vermutungen eben zu Tatsachen und bei den anderen sind es doch immer noch Vermutungen. Da gibt’s beim Blick online einen Artikel mit Titel “Halbwahrheiten stürzen ihn (Roland Nef) ins Verderben.” (ich hab den oben verlinkt). Von wem wohl diese “Halbwahrheiten” wohl kommen?

    Und dann schon der erste Satz: “Für den obersten Soldaten heisste es “Ende Feuer”.” Nun, von einem Rücktritt habe ich noch nichts gehört…

    Oder eine, wie das offiziell heisst, “Wiedergutmachung” wird beim Blick zum “Schweigegeld”: “Ein Armeechef, der sich Schweigen erkauft”.

    Übrigens, in diesem Artikel wird mit keinem Wort “Jetzt reicht’s” oder die Klage gegen Ringier erwähnt, beides an der fraglichen Medienkonferenz eindrücklich erwähnt.

    Oder: “Doch die Entschädigung legt nah, dass Roland Nef die Vorwürfe von Lynn S. akzeptiert – dass er zu Hause voller Eifersucht herumtobte. Dass er ihr nach der Trennung gehässige Mails und SMS schrieb. Dass er sie mit Telefonterror plagte. Dass er zum Stalker wurde.” Herumtoben, gehässige Mails, Telefonterror – das ist zwar halbwegs kreativ, aber eben doch erfunden, da ja Stillschweigen vereinbart wurde.

    Kurz: Es ist einfach widerlich, wie hier Stimmung gemacht wird.

    In einem heute publizierten Artikel wird darüber berichtet, wie andere Zeitungen berichten. Das hat etwas Schulterklopfendes: Schaut her, was die anderen schreiben, was wir angezettelt haben. Es hat auch eine Nuance Rechtfertigung drin: Schaut her, die anderen schreiben ja auch darüber (unschuldig Stirn und Schultern hochziehend).

    Die anderen Medien sind eher Trittbrett-Fahrer – übrigens genauso wie die Parteien. Das Heft bei dieser “Affäre”, ausgelöst von der SonntagsZeitung, hat heute der Blick in der Hand.

    Ich wünschte mir, dass sich die anderen Medienschaffenden klar von einer solchen “Berichterstattung” distanzieren. Natürlich sollen diese Fragen aufgeworfen und gestellt werden. Aber es soll fair darüber berichtet werden.

    Zu Deiner Frage, Ate, der aufgebauschten Halbwahrheiten: Wir hören doch alle gerne von Skandalen und Skandälchen. Aber ich denke, der mündige Bürger mag nicht gerne veräppelt werden. Skandal ja, aber bitte die nackten Tatsachen.

    Die Frage der zukünftigen Medienberichterstattung lasse ich momentan mal fallen, da jetzt schon viel geschrieben habe. Nur noch kurz: Nein, habe Tele Züri nicht.

    Excusé lieber Stadtwanderer, dass wir da off-topic diskutieren!

    Schönes Wochenende
    Titus

  56. Ate on Juli 19, 2008 17:15

    @Titus
    Hoffentlich bringe ich nun Dein Weltbild nicht durcheinander, wenn ich gestehe dass ich Skandale und Skandälchen nicht lese. Das ist auch der Grund, weshalb ich beim Fall Nef nicht mitreden kann. Ich las wohl die Überschriften, aber der Inhalt interessierte mich nicht. Einzig der Leserbrief den ich erwähnte und die Stellungnahme von BR Schmid kamen mir zu Augen und zu Ohren.
    Unrecht hatte ich aber glaub nicht, als ich schrieb, es könnte eine Schlammschlacht geben.

    Zwar lese ich jeweils Zeitungsberichte, bilde mir meine Meinung aber selber, vermutlich lese ich zwischen den Zeilen.

    Ähnlich ist es auch mit der Frage bzgl. der roten Broschüre, die Du mal stelltest.
    Ich höre das Abstimmungsthema und bilde mir meine Meinung. Ist mir aber der Inhalt fremd, so lese ich die Pro und Contras in den Zeitungen und wäge dann ab was mein Kopf- Herz- Baugefühl meint.
    Wenn dann die rote Broschüre ins Haus flattert, habe ich meine Meinung bereits gefasst.

    Off-topic?? Sind wir da auf diesem Blog nicht schon längstens auf Abwegen?

  57. Ate on Juli 19, 2008 17:24

    Korrektur: Natürlich Bauch, nicht Bau.

    @Mischa
    Schön, bist Du wieder dabei. Wähnte Dich in den Ferien.

  58. Titus on Juli 20, 2008 01:06

    @ Ate
    Klar, jeder hat so seine “Grundhaltung” zu gewissen Themen. Das ist dann das Blau-, pardon, das Bauchgefühl ;-) . Trotzdem ist jede andere Meinung immer auch eine Herausforderung für die eigene: Hält die eigene Meinung (noch) stand, wenn man über die andere Meinung nachdenkt? Hat der andere vielleicht doch recht?

    Besonders dann, wenn eine Meinung ins Extreme geht, die gegen mein Bauchgefühl läuft, beginne ich nachzuforschen. Du erinnerst Dich bestimmt noch an einen früheren Kommentar bezüglich “Infos ab der Quelle beziehen”. Genau darum geht es dann dabei.

    Nun, “echte” Skandale finde ich ganz spannend. Hingegen habe ich eher mit Herz & Schmerz-Dingern Mühe, die man so in der Flimmerkiste sieht. Vielleicht liegt’s daran, dass ich nicht noch bei künstlich dargestellten Dramen “mitleiden” mag? ;-)

  59. Ate on Juli 20, 2008 19:18

    So Titus, seit gestern Abend respektive seit heute ist nun auch mein Interesse am Fall Nef geweckt.
    Mich hat halt anfänglich der private Skandal nicht interessiert, aber so wie es nun weitergeht, bin auch ich voll dabei.
    Sah und hörte heute ein paar Diskussionen. Uni sono fordert man den Rücktritt dieser beiden Herren.
    Wobei, Schmid wird bleiben und Nef einen anderen Weg wählen.
    Ich hoffe, die Linken und Grünen haben ihre Forderung gut überlegt, denn bei einem Rücktritt sind Tür und Tor für einen SVP-Sitz offen.
    Aber warten wir doch zuerst mal die Sondersitzung die für Freitag einberufen wurde ab.
    Wünsche Dir einen guten Start in die neue Woche.

  60. mischa on Juli 21, 2008 08:01

    Salü Zäme

    @ate, nein war nicht in den ferien. diesmal hatte ich probleme mit dem Compi. nicht wegen dem “roten füchsen” sondern mein anti-virus, abo war abgelaufen und dies führte zu problemen. nun bin ich ja wieder da.

    Fall Nef? :-(
    es ist schon langweilig in unserer schweiz, wenn die zeitungen nur noch über so etwas berichten können. nun kommt noch sex dazu, was wird ihnen wohl morgen einfallen? was mich etwas brüskiert, der blick, also die sonntagszeitung, bezieht sich auf quellen wie polizeiprotokolle. wie zum henker ist es möglich an polizeiprotokolle zu kommen? da wähne ich ein wirkliches sicherheitsproblem
    :-(

    ausserdem, warum hat sich die ex von nef noch nicht zu wort gemeldet? sie könnte doch jetzt auch etwas geld verdienen, eine weitere wiedergutmachung, trotz des stillschweigens. hält sich ja sowieso niemand mehr an diese vereinbarung des schweigens.

    und jetzt kommt noch papa couchpin dazu!

    bin der selben Meinung wie ate, schmid wird bleiben und nef wird sich woanders wiederfinden.

  61. mischa on Juli 21, 2008 16:57

    also die katze ist aus dem sack. jetzt musste und hat sich schmid von nef also doch distanziert. ferien bis am 20.08., verstehe ich zwar nicht, den ändern an der sachlage wird sich sicherlich nichts. :-? wird wohl eine entlassung auf raten, hömoopatisch dossiert.

    und siehe da staatsanwalt untersucht also wegen den protokollen.

  62. Ate on Juli 21, 2008 17:20

    Hatte nochmals das Vergnügen unserem BR Schmid zuzuhören.
    Herr Nef sei bis 20. August freigestellt und müsse sich danach glaubhaft äussern.
    Ein Äusserung blieb mir hängen: Das Vertrauen ist eines der wichtigsten Fundamente….
    Mach sich jeder selbst seine Gedanken darüber. Ich für meinen Teil durfte mir letzte Woche zwei Unwahrheiten anhören und die brachten das Fundament arg ins bröckeln.
    Abgesehen, auch wenn Herr Nef am 20. Aug. mit weisser Weste dastehen “würde” Betonung auf würde, so wurde sein Ruf durch die Medien doch sehr arg geschädigt.

  63. Titus on Juli 21, 2008 17:47

    Nun – und unter der Voraussetzung, dass er eine weisse Weste hat – hat Roland Nef nun wahrlich keine einfache Aufgabe: Nun muss der Angeklagte beweisen, dass er unschuldig ist. Normalerweise läuft das umgekehrt. Aber normalerweise stehen auf der Klägerseite auch nicht die Medien. Die Rollen und Aufgaben wurden nun ganz neu verteilt…

    Jetzt hängt alles von seiner ex-Partnerin ab. Nur sie kann ihren Ex noch “retten” und mit ihm wohl auch BR Schmid. Oder aber Nef verstösst gegen das Stillschweigeabkommen mit seiner ex-Partnerin. Dann begeht er – unter dem aktuellen Druck – eine strafbare Tat.

    Mich hat diese Schonfrist eher noch bestärkt, dass er “unschuldig” ist. Oder andersrum: Wäre er das, was ihm gewisse Medien nachsagen, wozu dann noch hinauszögern?

    Gelingt es ihm, seine Unschuld zu beweisen und dies womöglich noch vor dem 20.08.2008 und vor den Medien, vielleicht sogar noch mit der Anwältin seiner ex-Partnerin, stehen gewisse Medien nicht sehr gut da. Dann könnten da gewisse Köpfe rollen.

    Oder aber er bekennt sich schuldig und dann ist es eh gut, wenn er ginge, denn wenn er noch einen Monat braucht um einzusehen, dass er keine Chance hat, dann sind Zweifel an seiner Entscheidungsfähigkeit berechtigt.

    Oder aber, er ist unschuldig, kann dies aber nicht beweisen, weil nicht gegen das Stillschweigeabkommen verstossen und verschwindet in der Versenkung – mit oder ohne BR Schmid.

    Der Möglichkeiten gibt es viele… Jetzt müssen wir wahrscheinlich unerträgliche 30 Tage warten, bis wir mehr wissen…

    Zwischenzeitlich wird wohl noch das Kandidaten-Karussell losgehen. Oje, lässt sich da überhaupt noch jemanden finden? Freiwillige bitte vortreten! ;-)

  64. Ate on Juli 21, 2008 18:20

    Super gesprochen Titus.

    Wir kennen alle die Wahrheit oder auch Unwahrheit nicht.
    Ich halte mich da an ein kleines Beispiel, dass mir widerfahren ist. Über mich verbreitete eine Person Unwahrheiten und zwar solche für die ich mich arg schämte, musste ich zwar nicht, denn ich wusste, dass sie nicht der Wahrheit entsprachen.
    Ich nahm mir die Mühe den Leuten kundzutun, dass das nur Verleumdungen gegen mich seien, sie nicht der Wahrheiten entsprächen.
    Ich hatte null Chance und da wurde mir klar, dass die Menschheit anstatt meiner Wahrheit, die ja nun keinen Pepp zutage brachte, lieber die Unwahrheit hören will, denn die ist viel interessanter ob nun wahr oder nicht.
    Und darum habe ich Mühe zu glauben, was über Nef geschrieben wird. Es kann, muss aber nicht sein.

    Und das Ende meiner Geschichte. Ich hielt diese schrägen Blicke nicht mehr aus, ich wusste was die Leute von mir denken und hinter meinem Rücken tuscheln und darum zog ich in einen anderen Stadtkreis, in der Hoffnung nun glücklich und zufrieden weiter leben zu können.
    Solche Intrigen können das Leben eines Menschen zerstören, vor allem noch dann, wenn sich die Medien einschalten wie im Fall Nef.

  65. Mischa on Juli 21, 2008 21:36

    liebe ate, mobbing ist das stichwort. ja das gibt es! übersetzt heisst das anpöbeln oder schikanieren. ist schlimm, es gibt verschiedene varianten zu mobben. entweder man verbreitet unwahrheiten oder man ignoriert jemanden vorsätzlich. beides verherrend für die betroffenen personen. und jetzt schaltet sich noch die presse ein! man hat schon das gefühl das alle kollegen und freunde einem schief ansehen und plötzlich denkt man die ganze welt sieht einem schief an. ja gab schon selbstmorde wegen dem. verfolgungswahn war das mindeste.

    hatten wir nicht alle schon das gefühl, dass alle über einem sprechen? es ist traurig was mit nef passiert. ob es war ist oder nicht, so oder so wird er einen schaden von sich tragen. somit ist seine zukunft eh schon klar. vielleicht verstehen wir nun die reaktionen von “vip’s” gegenüber gewissen journalisten oder paparazzis.

    farg doch mal elisabeth kopp wie es ihr nach der hetze geht. in diesem sinne Euch allen einen schönen abend.

  66. Ate on Juli 21, 2008 22:45

    @mischa
    Darf ich das Thema kurz wenden?
    Scheinbar hab ich bereits schon zu viel erlebt. Ein Angehöriger meiner Ex- Partei, dem ich jeweils die Protokolle für seine Schulbesuche schrieb, begann mich auf primitive und ordinäre Art via SMS zu quälen. Gab er mir seine Protokolle ab, war er der liebste Mensch, danach hingegen wurde ich ein Sex-Symbol für ihn.
    Ich sprach meine Partei darauf an und bekam die Begründung, was dieser Mann in seiner Freizeit macht, muss sie nicht interessieren.
    Ich speicherte seine SMS und ging zur Polizei. Diese Antwort die ich da bekam, prägt mich vermutlich mein Leben lang. Ich weiss ja, wer er ist, demzufolge soll ich doch ein Gespräch zu ihm suchen.

    Das oben erwähnte und diese Geschichte waren sehr lehrreich für mich. Und ich schäme mich nicht dafür, wenn ich hinstehe und sage: Ich hasse die Menschen. Nicht alle, aber ein paar ein wenig mehr.

    Nun durfte ich endlich mal meine Seele auskotzen. Mit tat es verdammt fut, nur denken ich, dass der eine odere andere meinen Pfad oder auch meine Wut nicht versteht.

  67. Mischa on Juli 22, 2008 01:38

    @ ate

    verstehen und verstehen wollen, sind zwei sachen. z.b. höre ich immer, ich verstehe sie, aber als angestellter dieser firma (büro, verwaltung) muss ich die gesetze anwenden.
    (am rande sei erwähnt das es über goethe’s faust tausende erläuterungen gibt aber über die gesetze findet man nur erläuterungen, versuchungserklärungen, von bundesrichtern, wenn jemand genug geld hatte seinen fall bis ans bundesgericht zu ziehen.)

    nun gut, wenn dann noch jemand bekanntes involwiert ist, oder ein sogenannter angesehener, dann wird es es recht schwierig. stelle dir vor, wir “normalos” hätten nef mit dieser sache angeklagt. wir hätten keine chance. nein, wahrscheinlich müssten wir das land verlassen, weil wir als landesveräter gelten würden. nun aber, eine zeitung oder auch ein bekannter politiker kann sich rausnehmen was er will, ja er kann sogar zugeben, dass er etwas illegales gemacht hat (protokolle der polizei etc.), kein problem der skandal zählt mehr. und zum schluss kommt noch das i pünktchen; so leid es mir tut, es ist immer noch so; kämpft eine frau gegen eine herrendomäne, bleibt sie ohne chance. und das sage ich als mann :-(

    ich habe Deine geschichte nicht erlebt, deswegen ist es wohl auch frech zu sagen, dass ich Dich verstehe, aber ich versuche Dich zu verstehen. eine wut kann man nur verstehen wenn man die wut in sich selber trägt. (etwas frei nach sigmund freud).

    alles im allen sind wir immer noch beim thema; nef und der sommerskandal. merke, schmid wird schon nicht mehr erwähnt, denn gemäss kommentar in der tagesschau ist er rehabilitiert :-? ?

  68. Titus on Juli 22, 2008 02:29

    @ Mischa
    Die Sache zwischen Nef und seiner Ex-Partnerin wurde ja gütlich beigelegt und zwar unter Vermittlung der Staatsanwältin (und ohne öffentlichen Druck). Dadurch sollte eben eine Übervorteilung der “schwächeren” Partei vorgebeugt werden. Abgesehen davon – seine Ex-Partnerin betrachte ich auch als “Normalo” (und wenn man als Normalo keine Chance hat, wendet man sich einfach an die Medien…)

    @ Ate
    Wenn die Sache etwas Positives hat, dann eben der Umstand, dass in der breiten Öffentlichkeit das Thema “Stalking” bekannter wird. Das ermutigt vielleicht das eine oder andere Opfer, eben nicht zu schweigen sondern sich zu wehren. Und: Ich glaube Deine Partei würde nach dieser Nef-Geschichte nicht mehr so “leichtfüssig” reagieren…

  69. mischa on Juli 22, 2008 07:37

    @ Titus

    was meinst Du? wird sich seine ex nun zum fall äussern? denn eigentlich ist sie ja die einzige die ihm noch helfen kann. wie will nef sonst seine reahbilitation bis am 20.08. beweisen. nun ja warten wir mal ab.

    eigentlich schon komisch, das sommerloch wurde gestopft. der blick hat gesiegt. alle sprechen und schreiben darüber, sogar wir im blog vom stadtwanderer ;-)

  70. Titus on Juli 22, 2008 12:52

    @ Mischa
    Ich hoffe, dass sie sich äussert und zwar zu seinen Gunsten. Das muss ich nun erklären: Wenn ihm die Rehabilitation nicht gelingt, lautet die Schlussfolgerung, dass die (vor)verurteilenden Medien Recht gehabt hätten. Es entsteht dadurch so eine Art Legitimation. Beim nächsten Fall “dürfen” sie dann wieder so “dreinhauen” – wiederum egal ob schuldig oder unschuldig. Wenn der Betroffene tatsächlich unschuldig ist, findet sich dieser in einer ziemlich zerstörten Situation wieder. Zwar hat er Recht behalten, aber Vorbehalten bleiben (ein schaler Nachgeschmack gegenüber dem Betroffenen).

    Wenn es Nef nun aber gelingt sich zu rehabilitieren, dann dürfte die ganze Sache auch etwas Belehrendes haben (so hoffe ich): Einerseits werden diese gewissen Medien beim nächsten Fall vorsichtiger berichten und kommentieren, andererseits wird man auch in der breiten Öffentlichkeit sich nicht mehr so schnell von den Schuld-Vermutungen “einlullen” lassen.

    Nun, es geht aus meiner Sicht nicht mehr nur um eine Sommerloch-Geschichte. Hinter der ganzen Story stecken einige Grundsatz-Fragen betreffend unserer Demokratie, betrffend Wahlverfahren, betreffend der Rolle der Medien, betreffend Anstandsregeln usw., welche dann vielleicht auch einmal noch aufgeworfen werden – wenn nicht in den Medien selbst, dann halt in Blogs (die geheime fünfte Macht ;-) )

  71. Ate on Juli 22, 2008 13:36

    @Mischa und Titus

    Danke für eure Antworten. Nur hätte ich meine beiden Geschichten besser nicht geschrieben, denn mir kam alles wieder hoch. Es ist, als wäre es gestern passiert.
    Interessant ist, ich fühle mich schmutzig, obwohl ich das Opfer war.

  72. mischa on Juli 22, 2008 13:43

    @ Titus

    eigentlich gebe ich Dir recht. doch leider denke ich, dass es schon bei der öffentlichkeit scheitern wird. angenommen, er könnte sich rehabilitieren, dann würde zwar die öffentlichkeit eine kurze zeit sagen; “wir habens ja immer gewusst” und “klar diese medien wieder” bis dann der nächste skandal kommt, wo alle wieder schreien “nein wie kann man nur”.(vielleicht hat dann obama plötzlich sieben uneheliche weisse kinder oder irgend so etwas :-) )
    leider fehlt mir das vertrauen in den lehrnprozess der öffentlichkeit. wer hat schon wieder gesagt; “dieselben fehler in der geschichte werden immer wieder wiederholt”?

    aber aufjedenfall hoffe ich, dass die verantwortlichen die an der veröffentlichung der prozessakten und den verhörprotokolle an die kasse kommen. und das bitte nicht zu knapp! ich denke, ohne mutmassen zu wollen, dass da vielleicht die svp zürich gar nicht mal so unbeteiligt war.

    Aber: wir bleiben an der macht und wenn es nur die fünfte ist :-) )

  73. mischa on Juli 22, 2008 13:49

    @ ate

    liebe ate, whirlpool, massagen oder ein besuch im alpamare (jodbad), sollen helfen. es tut mir leid, dass Du Dich wieder daran erinnern musstest. für seelischen schmerz gibt es leider kein medikament. pseudopsychologisches geschwätz sagt, die zeit wird es bringen.

  74. Titus on Juli 22, 2008 15:18

    @ Ate
    Wahrscheinlich wäre es Dir auch wieder hochgekommen, wenn Du nichts davon geschrieben hättest. Wenn ich etwas höre, von dem ich auch einmal betroffen war, kommt mir die Sache selber auch wieder hoch. Wenn Du reden resp. darüber schreiben möchtest, dann melde Dich einfach bei mir: personal ät titus punkt ch (Du kannst diese Adresse sicher entziffern). Bin zwar kein Psychologe, aber vielleicht hilft’s Dir trotzdem, mit jemandem darüber zu schreiben, der Dich nicht persönlich kennt.

  75. Ate on Juli 22, 2008 17:18

    @Titus und Mischa

    Ihr seid beide sowas von nett.
    Ich wollte eigentlich anhand meines Beispiels aufzeigen, welch Schaden einer Person zugefügt werden kann, dachte aber nicht daran, dass ich dieses Thema gar nie fertig verarbeitet habe.
    Glaub, ich versuche es wieder wie bis anhin mit verdrängen.

    Übrigens nahm der Presserat Stellung: Es sei vollkommen in Ordnung wie die Medien im Fall Nef berichtet hätten.

    @Titus
    Seit Sonntag nagt in mir eine Vermutung bzgl. dem Fall Nef, nur getraue ich mich nicht diese auf dem Stadtwanderer zu schreiben. Hätte zwar schon gern, wenn sie auch Mischa hören würde.
    Ich versuche es gerne mal bei Dir direkt. Mach aber zuerst einen Testlauf.

  76. Mischa on Juli 22, 2008 23:38

    hallo ate

    mich erreichst du unter michapunktgruberätbernpunktch. Ich denke nicht,dass viele meine mail adresse missbrauchen werden, ausserdem haben wir eine hochsicherheit firewall und antivirus etc.

  77. Ate on Juli 25, 2008 19:59

    Was bleibt uns anderes übrig als das Thema Nef/Schmid ad acta zu legen.
    Wir bleiben zurück mit offenen Fragen, mit Fragen deren Wahrheitsgehalt wir nie erfahren werden.

    Also zahlen wir doch weiter schön brav unsere Steuern und kuschen, denn mehr wird ja vom Schweizer Bürger nicht erwartet.

    Siehst Du Stadtwanderer: Schon wieder die Faust im Sack machen.

  78. Mischa on Juli 30, 2008 20:54

    @ alle

    ich stelle einen neuen Skandal fest. Der YB Trainer, Martin Andermatt, entlassen!!!!!! zuerst war er der, der Yb zum drittenplatz oder zum zweiten brachte und nun entlassen. Bern steht Kopf :-(

    entschuldigt meinen kleinen fussballerischen Ausrutscher.

  79. Ate on Juli 30, 2008 21:20

    @Mischa

    Was ist der Grund für Martin Andermatt’s Entlassung?

    Verzeih, ich interessiere mich nicht für Fussball, ausser wenn mir Titus und der Stadtwanderer erklären was ein Off-Side ist.

  80. Mischa on Juli 31, 2008 08:52

    @ ate

    yb hat die ersten drei spiele verloren in der neuen meisterschaft. offiziell heisst es, dass er in ein falsche richtung gehen würde :-? was immer dies auch heisst!

  81. Ate on Juli 31, 2008 12:19

    @Mischa

    Ich hab mir sagen lassen “er habe das Team nicht mehr erreicht”.
    Tönt zwar geschwollen, aber bei näherer Betrachtung würde es schon einen Sinn ergeben.

  82. Mischa on August 3, 2008 20:33

    na ja auch ohne ihn hat b verloren, und das gegen zürich :-)

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