ich bin schockiert. wenn ich in die stadt gehe, fahre ich seit anfangs woche am veloturm von hinterkappelen vor. einem mahnmal für umweltsünden.

(foto: stadtwanderer)

jedes jahr einmal putzt der schutzverband „seinen“ wohlensee. was da zwischen mühleberg und hinterkappelen herausgeholt wird, ist fast unvollstellbar: 40 fahrräder waren es alleine am letzten wochenende. doch damit nicht genug. einkaufwagen, verkehrsschilder, schuhe, lederwaren, handtaschen mit portemonaies und gültigen personalausweisen, ja selbst aufgeknackte tresore fischten die freiwilligen aus dem stausee.

dieses jahr haben sie den seeunrat nicht einfach weggeworfen. auch wenn er teilweie unansehnlich ist: er wurde ausgestellt. vor dem neuen alters- und pflegeheim hausmatte hat man alles aufgehängt, an einem grossen holzmasten.

ein wenig wirkt das ganze wie den turm zu babel. nur ist es der turm zu hinterkappelen. beim turmbau zu babel bestraft gott den versuch, ihm ein ebenbild zu setzen. in allen gebiete der erde wurden die erbauer verteilt, wo man ihre sprache nicht verstand. eigentlich müsste man in hinterkappelen – und weiss der teufel wo es sonst noch nötig ist – die umweltsünder für ihr handeln bestrafen, das sich gegen jede ökologische vernunft wendet.

stadtwanderer


Comments

1 Comment so far

  1. rittiner & gomez on Oktober 24, 2008 16:35

    es geht doch einigen noch zu gut, das ist ein echtes „denk-mal“

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