wa(h)re (w)orte

November 20, 2008 | 11 Comments

ja, ich gehe. diesmal wirklich. aber nicht nach sacramento. sondern nach innsbruck, um eine studie unter anderem über das stadtwandern in der schweiz zu präsentieren.

das goldene dacherl in innsbruck, wo ich heute abend sein werde

das goldene dacherl in innsbruck, wo ich heute abend sein werde

meine studie, die ich innsbruck an einer fachtagung vorstellen werde, handelt von kulturverständnissen, kulturbesuchen und kulturregionen in der deutschsprachigen schweiz. seit gut einem jahr laufen die vorbereiten hierzu, diesen sommer haben wir die hauptarbeit geleistet, namentlich in und um luzern herum. morgen wird erstmals darüber berichtet. der schlussbericht soll anfangs 2009 erscheinen, er wird auch in der schweiz präsentiert werden.

es haben in anderen regionen verschiedene forscher am gleichen thema gearbeitet. so werden wir erstmals vergleichsergebnisse aus baden-württemberg, bayern, vorarlberg und tirol haben. die initiantInnen der studien wollten wissen, welchen beitrag „kultur“ zur grenzüberschreitenden förderung von verständnis für europäische und regionale werte leisten kann.

ich habe das als berufsmann gemacht, aber auch als stadtwanderer. denn ich habe in die untersuchung erstmals auch die beteiligung an stadtwanderungen reingeschmuggelt. über die ergebnisse werde ich hier exklusiv berichten. aber erst wenn alles über die bühne ist.

bitte, bitte: glaubt mir, diesmal gehe ich echt unterwegs, nicht nur auf dem internet surfen! ich bin auch nicht mehr krank. es geht mir nicht um ware worte, vielmehr um wahre (w)orte! meine fotos aus innsbruck werden bezeugen, dass ich vor ort bin. und die schweizer stecker sollten in österreich ja passen, sodass ich bloggen kann …

stadtwanderer


Comments

11 Comments so far

  1. NU on November 20, 2008 16:19

    Viel Spass in Innsbruck. Bin schon ganz gespannt, welche neuen Erkenntnisse das bringt.

  2. Eisvogel on November 20, 2008 19:10

    Gute, gute Reise und diesmal nix Bakterien und Viren und sonstiges Ungemach. – Und ich bin mächtig auf deine Erzählungen und Berichte gespannt!

  3. stadtwanderer on November 20, 2008 19:17

    also, die welt ist ja klein. nach fünf stunden zugafahrt, bin ich in innsbruck aus dem zug gestiegen.
    als erstem begegnert ich pierre-alain rumley, dem (scheidenden) direktor des (schweizerischen) bundesamtes für raumplanung. er hat ja den berühmten metropolitanregionenbericht geschrieben, der den bernerInnen so schlecht eingefahren ist.
    schade, schade, dass er in die schweiz zurück wollte. es hätte sich ein gutes gespräch gegeben, die schweiz, ihre regionen, ihre stärken, ihre schwächen, ihre region aus der ferne anzusehen und zu besprechen …

  4. Titus on November 20, 2008 21:31

    Du machst es uns nicht leicht, Dir zu glauben, lieber Stadtwanderer. Der Link oben hinter „Wa(h)re Sprache“ zeigt auf ein Programm ohne Stadtwanderer… weil es sich ums letztjährige Programm handelt (das muss man erstmal merken 🙂 ).

    Doch auf dem diesjährigen Programm (siehe mein verlinkter Name) biste drauf. Hoffentlich bist Du beim interessant klingenden Abendprogramm dabei und kannst uns hier eine Hörprobe mitbringen(?)…

  5. Ate on November 20, 2008 22:51

    Da hoffe ich doch, dass Du einen Adapter im Gepäck hast, denn soviel ich weiss, gibt es in Österreich nur 2-Phasen-Steckdosen.

    Ich wünsche Dir einen interessanten Aufenthalt.

    Und falls Dir mal ein Knödel vom Teller aus entgegenlächelt, beiss herzhaft hinein und denk dabei an mich, denn solchen Genuss bekam ich schon seit Jahren nicht mehr auf den Teller.

  6. Röstigraber on November 21, 2008 06:05

    lieber stadtwanderer
    ich war gestern auch in der fremde in basel, wo ich u.a. elmar ledergerber, stadtpräsident von zürich getroffen habe, am forum von metrobasel basel wo er an einem podium teilnahm und sich in seiner bekannt engagierten art für durch die städte wanderte, d.h. sich für urbane anliegen starkt machte („nur gemeinsam sind wir stark“). an diesem anlass nahmen rund 500 persönlichkeiten aus politik und wirtschaft teil. was geboten wurde war höchst spannend und gehaltvoll. der metrobasel report 2008 fasst dies zusammen. titel; „zu dritt sind wir stark, die metropolitanräume basel, zürich und genf arbeiten zusammen“.
    auch bern wäre gemäss ledergerber in diesem club an sich immer noch willkommen, aber es müsste sich vor ort endlich etwas bewegen. erstes resultat der zusammenarbeit; ein gemeinsamer pavillon an der wold expo 2010 in schanghai. übrigens kommt anfang 2009 ein metrobasel comic heraus, welches die basler urbanität thematisiert („das metrobasel comic ist eine städtebauliche studie über basel und seine trinationale region, geschrieben und herausgegeben vom eth-studio basel“).
    es gibt viel zu tun, packen wirs an (? oder!)
    was meinst du?
    ich wünsche viel dir viel spass und viele wander-erkenntnisse und beglückungen in insbruck!

  7. stadtwanderer on November 21, 2008 17:43

    wie recht ate aus österreich doch hat. den labtop hatte ich dabei, mit mail- und internetprogramm. den adapter habe ich auch mitgeschleppt.
    aber mit dreipolstecker.
    und im zug habe ich schon so viel gearbeitet, dass nichts mehr ging, als ich ankam.
    was für ein ärger!

    soviel zum grossen globalen dorf, in dem jeder mit jedem und jede mit jeder kommunizieren kann.

    danke auch an titus, in der eile vor der abreise, habe ich das effektiv das falsche programm erwischt.

    die diesjährige tagungen sind jetzt vorbei. ich geh dann schon mal auf ein bier. ideen zum berichten habe ich genug.

  8. Eisvogel on November 21, 2008 21:31

    …und Ates Tip nicht vergessen. Knödel. Marillenknödel in Butter schwimmend und mit Mohn zukepunktet… Palatschinken? Tafelspitz… bis dir Hören und Sehen vergeht…

  9. Ate on November 21, 2008 23:46

    Jeder Koch müsste seinen Beruf an den Nagel hägen, wenn er Marillenknödel in Butter schwimmend und mit Mohn zugepunktet, auftischen würde. Nur schon dieser Rezeptvorschlag strapaziert die Augen und den Gaumen.
    Tafelspitz und Palatschinken gehören glaub auf den Speiseplan anderer Bundesländer.
    Eigentlich wollte ich in Gedanken nur eine Semmelknödel mit dem Stadtwanderer geniessen.

  10. stadtwanderer on November 23, 2008 12:05

    at röschtigraber
    ich hatte in österreich keine zeit, mich mit dem metrobasel projekt zu beschäftigen. danke aber für den hinweis, ich habs zwischenzeitlich aufgearbeitet.
    gehen wir als als nächstes nach shanghai? eine tolle herausforderung für die internationalen stadtwanderungs-metropoliten.
    ich bin dabei, und du? wir sollten uns unbedingt unterhalten.
    die berner wahlen sind bald vorbei, dann gibt es wieder klar sicht auf die herausforderungen, die sich uns stellen …

  11. stadtwanderer on November 23, 2008 12:11

    at eisvogel/ate

    meine damen, da habt ihr euch aber köstlich über das kulinarische in austria unterhalten. und es freut mich, dass ihr beim essen in gedanken mit mir ward.

    knödel gabs in innsbruck wirklich keine. nicht einmal auf speisekarten habe ich sie entdeckt. ich glaube, die sind auf dem teller in nordöstlicher richtung anzutreffen.

    das beste, was ich gegessen habe, war ein feuertopf. ein chiliconcarne, megascharf, in einem pot, der mit blätterteig überbacken war. das hält das ganze auch schon warm.
    ich musste mir dazu schon mal ein grosses zipfel genehmigen.
    das restaurant ist in der altstadt und heisst elferhaus.

    gleich nebenan hats überigens ein symapthisches cafe, das „maria von burgund“ heisst es. erinnert wird herzog karls tochter, der grossen partie des ausgehenden 15. jahrhunderts, weil sie das burgundererbe einbrachte. geheiratet hat sie ja erzherzog max, der spätere kaiser, der mit dem erbe unter anderem den aufbau innsbrucks als neue reichshauptstadt zügig vorantreiben konnte.
    da gabs dann zum frühstück eine feine mélange.

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