auf der höhe seiner herrschaft, schloss er mit den magyaren frieden. um burgen bauen zu lassen, auf denen er nach seinem militärischen sieg über die ungarn feste feiern liess und die falknerei pflegte. am 12. mai 919, heute vor 1090 jahren, erfolgte seine krönung zum ostfränkischen könig.

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ostfränkischer könig heinrich I., dargestellt als reiter und falkner, beförderte den bau von burgen, um die magyaren zu bekämpfen. vorläuferbauten der schlösser von laupen und bümpliz dürften auf diese aktion zurückgehen.

der nachwelt ist heinrich als „vogler“ in erinnerung. ob er selber falkner war, ist im strengen wortsinn nicht nachweisbar. aber es passte zu seiner würde als könig der ostfranken, der sich gegen die mayarischen reiter durchgesetzt hatte.

nach dem untergang des fränkischen kaiserreiches 888 waren die verhältnisse unübersichtlich. verschiedene herzöge beanspruchten auf der basis von stammesherrschaften lokale fürstentitel. arnulf von kärnten, der sich selber als kaiser sah, konnte sich nur dank der hilfe der 899 herbei gerufenen magyarischen reiter halten konnte.

nach arnulfs tod verstanden sich die reiter aus dem osten als kaiserliche gerade, die von der panonischen ebene aus eine eigene herrschaft über die vormals karolingischen bauern ausübte und widerspenstige untertanen, vor allem klöster und bischofsstädte schleifte.

919 erhob sich mit ihm erstmals in der geshichte ein sachse als könig der ostfranken. die herzöge von schwaben (919) und von bayern 921) anerkannten ihn von süden aus, und im westen folgten die lothringer (925). als letzte schlossen sich die burgunder dem bündnis an (926), deren könig rudolf II. durch die plünderung der bischofsstadt basel in seinem reichsgebiet geschwächt worden war.

926 schloss heinrich mit den magyaren einen 10jährigen frieden, bezahlte dafür regelmässig, hielt aber so seine gebiete von überfällen frei. seine verbündeten hielt er an, an wichtigen orten burgen zu bauen, die einfachen aus holz, die besseren aus stein. sie sollten mit vorräten ausgestattet werden, um bei angriffen als fluchtorte dienen zu können, in denen man auch eine vorübergehende belagerung überstehen würde.

der friedenvertrag wurde nicht wie beabsichtigt 10 jahre eingehalten. denn 933 schon fühlte sich könig heinrich gerüstet genug, um die tributzahlungen auszusetzen und den kampf zu wagen. in der tat hatte er sich in der zwischenzeit eine eigene reiterei aufgebaut, welche den magyaren paroli bieten konnte. noch im selben jahr kam es bei riade an der unstrut zu einer schlacht, in der der sachse obsiegte.

nun nutzte heinrich die zeit für grössere reisen. er hielt in verschiedenen gegenden hoftage ab und besuchte die burgen, die er hatte errichten lassen. da dürfte er auch der falknerei gefrönt haben, dem egientlichen herrschaftssymbol im mittelalter, das ihm später seinen beinamen eingetragen hat.

in unseren breitengrade dürften mehrere burgen oder motten, wie man sie auch nannte, in diesem zusammenhang entstanden sein. im wieder ist in diesem zusammenhang vom vorläuferbau von schloss laupen die rede. doch auch die burg nydeck in der aareschlaufe zu bern, die später den zähringern als stützpunkt dienen sollte, könnte in diesem zusammenhang entstanden sein.

und auch die ältesten spuren des alten schloss bümpliz verweisen in diese zeit, obwohl von magyarischen reitern hier keine spuren gefunden werden konnten.

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