„mit kanonen auf spatzen schiessen“, lautet ein sprichwort zur unverhältnismässigkeit. das heisst nicht, dass es verhältnismässig ist, mit kantonen auf elefanten zu schiessen. denn das arme tier überlebt den schlag der kanonenkugel nicht.

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bewegte tage in murten: der elefant, der 1866 aus dem wanderzirkus „bell&myers“ angehauen war und nur mit einer kanonenkugel gestoppt werden konnte

in den engen gassen der kleinstadt murten wird am 29. juni 1866 eine kanone postiert, mitten in den häusern ein schuss abgegeben – und der elefant war tot.

tags zuvor war das tier bei der fütterung wild geworden, hatte es den wärter getötet und war es aus seinem wanderzirkus abgehauen.

die versuche, den elefanten wieder einzufangen, schlugen alle fehl. nachdem das tier in der stadt für einige schrecken gesorgt und einigen schaden angerichtet hatte, beschloss der zirkusdirektor den elefanten töten zu lassen.

eine kanone aus der freiburger kaserne wurde hierfür angeschleppt und in position gebracht. ein einziger schuss genügte, und der elefant von murten war tot.

der elefantenwärter wurde gleichen tags auf dem friedhof begraben. der zirkus wanderte weiter, und die metzgereien von murten boten für einige tage murtemer elefantenfleisch an …

stadtwanderer


Comments

1 Comment so far

  1. Titus on Juni 29, 2009 10:55

    Man stelle sich vor, es hätte sich um einen Flohzirkus gehandelt… 🙂

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