schweden hat fast unendlich viele seen. die meisten von ihnen verteilen sich über das land und sind klein, während sich die grossen auffällig in der ebene zwischen göteborg und stockholm befinden. ein erklärungsversuch.

322px-schweden_topozu eiszeiten lag der ganze norden unter einem weitreichenden gletschermassiv verborgen. das gilt nicht nur für orte wie jene der gegenwärtigen hauptstädte islands, irlands, norwegens, schwedens und finnlands. nein auch berlin wäre ganz unter dem eis gewesen.

mit der eisschmelze vor zirka 12’000 jahren verschwand das land zwischen dem heutigen england und norwegen im meer, während dänemark, norddeutschland, nordpolen und das gebiet der heutigen baltischen staaten von eis freigelegt wurden. das gebiet nördlich davon, aber südlich des riesengletschers wurde als verlängerung des atlantiks zum meer.

anders als heute war das, was heute als südschweden gilt, mit dem kontinent verbunden. dafür gab es von südschweden aus keine landverbindungen zum nordeis. das ganze gebiet zwischen dem heutigen stockholm und göteborg war unter wasser. wahrscheinlich durch landerhebungen, wie sie heute noch in finnland üblich sind, bildete sich schliesslich die mittelschwedische senke, wie die flache, seenreiche gegend zwischen stockholm und göteborg heisst.

der vänernsee mit einer fläche ein viertel so gross wie jene der schweiz ist der grösste schwedische see überhaupt, und der dritte unter den seen in europa. aber auch das weitverzweigte seensystem rund um stockholm mit dem mälarensee gehört dazu. und selbstverständlich die unmengen von seen, die es in der ganzen umgebung hat. värmland, wo ich meine ferien verbringe, hat alleine 111’118 seen.

die beherrschung dieser see- und flusswege im übergang von der südlichen zum mittleren landzunge, die schweden in den letzten 10’000 jahren geworden ist, sollte zur zentralen herausforderung der menschen werden, die über das wasser kamen.

stadtwanderer


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