was sie morgen in der bz lesen – und worüber sie übermorgen nachdenken sollten!

“Immer, wenn Bern in Schwierigkeiten steckt, ruft es Adrian von Bubenberg zu Hilfe.” so eröffnet der historiker-journalist stephan von bergen in der morgigen “bz” seine berühmt-berüchtigte “zeitpunkt”-beilage. und er spart nicht mit seitenhieben in die gegenwart und vergangenheit, an die geschichtsschreiber und politiker, wie der stadtwanderer heute schon weiss!

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der vordergründige aufhänger ist klar: am sonntag eröffnet das schloss spiez seine “bubenberg-ausstellung“. es sieht fast ein wenig nach trotz-reaktion aus. denn jetzt, wo karl der omnipräsente post festum das mittelländischen bern in beschlag genommen hat, scheint adrian von bubenberg von seinem unbekannten grab wieder auferstanden zu sein, um wenigstens seinem rittersitz am oberländischen thunersee aufrecht zu verteidigen.

doch stephan von bergen wird uns morgen nicht nur diese pointe präsentieren. vielmehr nimmt er den jüngst erfolgten aufruf der liberalen in der berner svp, ihren stammplatz in der schweizer politik aufrecht gegen christoph den omnipräsenten verteidigen zu wollen, zum anlass für einen grossen artikel über meinen “ädu“.

zu viele legenden rankten um das wirken von adrian von bubenberg, seit ihn historiker und politiker für alles mögliche modelliert hätten, ist von bergens these. und: als urvater der aufrechten tauge er nichts, modelliert der polithistoriker mit blick auf die “operation bubenberg” der liberalen svpler gleich weiter! warum das nach ansicht der bz so sei, kann man, wie gesagt, morgen nachlesen.

und bis dann mache man sich bittschön gedanken zu meiner these: zu wenig weiss man über das reale wirken der “operation bubenberg” in der berner svp, die zu einer neuen politischen partei in der schweiz führen soll, um sich wirklich ein bild der gegenwärtigen vorgänge in der schweizer politik machen.

in der hoffnung, die bz vom übernächsten samstag trage etwas dazu bei, um die legendenbildung in dieser sache genauso kompetent wie morgen aufzudecken, sage ich: stephan von ber(ge)n übernehmen sie!

stadtwanderer

hier noch der ganze artikel aus der bz.

cal

ich bin der berner stadtwanderer. ich lebe in hinterkappelen und arbeite in bern. ich bin der felsenfesten überzeugung, dass bern burgundische wurzeln hat, genauso wie ich. also bin ich immer wieder auf der suche nach verästelungen, in denen sich die vergangene kultur in meiner umgebung versteckt hält.

11 Gedanken zu „was sie morgen in der bz lesen – und worüber sie übermorgen nachdenken sollten!“

  1. Oooohh, townrambler! – Ein guter Promo-Beitrag, denn Du da für Dich, Spiez und Adrian gemacht hast. Doch sag’uns: Wie bist du zum Aufmacher der BZ gekommen?

  2. @sicky:wenn man so bekannt ist und gute kontakte pflegt wie der Stadtwanderer..erfährt man so manches!!
    und wenns um geschichtliche sachen geht..heisst es:
    frage den stadtwanderer!!

    Lieber Claude,
    deine täglichen Posts sind besser als jede Tageszeitung!!

  3. ja, ja, der zeitpunkt ist wichtig, nicht minder der inhalt. recht so. nun denn, das couvert ist unterwegs.

  4. “operation bubenstreich”, tönte es jüngst aus herrliberg, als sich a-br christoph blocher über die “operation bubenberg” in der berner svp äusserte. das war zwar träf, wohl aber nicht treffen. nun werden nägel mit köpfen gemacht: samuel schmid ist aus der svp schweiz ausgetreten. mit 35 mitstreitern aus der berner svp will er den austritt der kantonalpartei aus der schweizerischen partei vorantreiben. sollte das nicht gelingen, will er sich die bildung einer liberalkonservativen partei à la svp graubünden stark machen. damit hat sich ein schwergewicht in der möglichen parteispaltung der svp positioniert. die frage ist, wieviele parteiobere und -untere ihm folgen werden, und ob sich solche tendenzen auch in anderen kantonen manifestieren werden.
    die berner svp ist nun gefordert, ganz so wie ich das vor 10 tagen meinte. die bz, meine leserInnen ich sind als gefordert, sich für das übermorgen, das schon morgen ist, gedanken zu machen.

  5. Lieber Stadtwanderer, diese Gedanken mache ich mir auch schon länger, kann aber nur gebannt und gespannt zuwarten, wie sich dies Alles entwickelt.
    Wenigstens haben wir nun mal kein Hin und Her mehr, nun liegen Fakten auf dem Tisch.
    Aber magst Du Dich erinnern, es gab bereits mal eine Abspaltung einer Partei in Bern,zwar nicht in der Grösse von der SVP. Auch die dachten dazumal sie würden den Weg alleine packen, aber sie gingen bachab.

    Ich bin sehr gespannt, wie es weitergeht. Noch lieber wäre es mir, wenn wieder einmal die Normalität einkehren würde… könnte.

  6. Ich finde die Angelegenheit widerlich.
    Mir geht es darum, dass EWS bis heute sich nie vor der Parteileitung direkt rechtfertigen konnte. Sie wurde ganz einfach durch Anschwärzen verurteilt. Das hat für mich etwas von einem modernen Hexenprozess.
    Îch bin froh, dass es jetzt Leute gibt, die diesem Treiben widersprechen.

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