wer glaubt, in bern würden nur die touristInnen zum bärengraben wandern, irrt. auch der bärengraben ist im verlaufe der zeit gewandert.

baerengrabendie wanderung des bärengrabens: bild 1: erster bärengraben auf dem bärenplatz, bild 2: zweiter bärengraben beim bollwerk, bild 3: dritter bärengraben, ebenfalls bei bollwerk, bild 4: alter bärengraben am muristalden

2009 (25. Oktober)
der neue bärenpark wird neben dem alten bärengraben am muristalden eröffnet. es leben zwei bären, das weibchen björk und das männchen finn, in der 6000 qm grossen anlage. die sehr gut besuchte eröffnung wird von der botschaft über massive kostenüberschreitungen überschattet.

2007
80% der stimmenden sprechen sich anlässlich einer städtischen abstimmung zugunsten der erstellung des bärenparks aus. er soll allein mit privaten spenden realisiert werden.

2004
der stadtrat von bern stimmt einem projektierungskredit für den umbau und die erweiterung des historischen bärengrabens zu einem bärenpark zu. den tieren soll ein direkter zugang zur aare geschaffen werden. mit schlafhöhlen und fütterungsplätzen wird eine tiergerechte haltung ermöglicht.

1924
der hintere, kleinere graben für jungbären entsteht beim bärengraben am muristalden.

1913
der berner bärengraben hat jetzt einen maximalbestand von 24 tieren.

1856
die eisenbahn kommt nach bern, und der bärengraben wird an den muristalden bei der nydeggbrücke verlegt.

1825
der dritte bärengraben wird auf dem heutigen eisenbahnareal nördlich des stellwerks eröffnet.

1810
zwölf jahre blieb der bärengraben leer, bis die bernburger der stadt zwei savoyische bären schenkten.

1798
general brune, anführer der siegreichen französischen truppen, entführt die berner bären nach paris. zurück bleibt nur ein kleines bärchen, das bald darauf stirbt. es ist ausgestopft als „Der letzte Bär von Bern“ im historischen museum zu sehen.

1764
der erste bärengraben wird zugeschüttet, und ein neuer wird am bollwerk 25 eröffnet. die bären stammen meist aus den waldreichen waadtländer vogteien, besonders aus romainmôtier.

1513
die siegreich aus der schlacht von novara heimkehrenden berner soldaten bringen als kriegsbeute einen lebendigen bären mit, den sie den franzosen abgenommen haben. für ihn wird im stadtgraben vor dem mittleren tor (auf dem heutigen bärenplatz) ein erstern bärengraben errichtet.

1224
der bär wird wappentier der stadt bern. denn das älteste berner siegel zeigt erstmals einen bären.

1191
die legendäre stadtgründung durch herzog berchtold v. bringt bern und bär miteinander in verbindung.


Comments

2 Comments so far

  1. Titus on November 5, 2009 23:41

    Na da stellst Du die Geschichtsschreibung aber wortwörtlich auf den Kopf: Das ist der erste Artikel, den ich von unten noch oben lesen musste 🙂

  2. stadtwanderer on November 7, 2009 16:45

    das ist gewollt. wir stehen ja auch auf dem kopf, damit unsere letzten fünfliber rausfallen, die wir für die das defizit beim bau des neuen bärenparks hergeben müssen!

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