berns stadtpräsident bedankt sich beim stadtwandern für das engagement in der „bern“-frage und wünscht alles gute für das kommende wanderjahr. mich freut’s!

alex

zuerst bekommst du eine mail. darin heisst es, du könnest im erlacherhof ein präsent des stadtpräsidenten abholen. dann gehst du hin, wirst im vorzimmer des obersten berners freundlich empfangen und bekommst die glückwünsche für das neuen jahr im geschenkpack.

ein dickes buch ist drin: der grosse report über berns denkmalpflege der gegenwart. zahlreiche projekte, die in den letzten 4 jahren bearbeitet worden sind, werden so vorgestellt. ich werde sie sicher konsultieren und darum herum eine stadtwanderung machen.

vorerst habe ich nur das vorwort zum dokumentarband von jean-daniel gros gelesen. darin setzt sich berichterstatter mit dem unesco-label auseinander: wofür steht es? für die vermarktung, wie die inflationäre verleihung den anschein mache? oder für den schutz eines kulturgutes, das aus globaler perspektive einmalig sei? ja, die fragen sind berechtigt.

natürllich überrascht es nicht, dass die denkmalpflege zum zweiten neigt. städte wie bern hätten die auszeichnung wegen ihrer einzigartigkeit verdient, nicht als gütesiegel für ihr stadtmarketing. sicher, das ist eine traditionelle sichtweise auf die auszeichnung. denn: es gilt, so der autor, das erbe zu bewahren, vor den privaten interesssen von investoren, aber auch vor den konsumwünschen der stadttouristInnen. oder noch deutlicher: weltkulturerbe ist kein wegwerfartikel!

alles klar? wenn nein, hats in der kommentarspalte platz, oder auch, wenn ich das erste mal auf den spuren berns denkmäler wandern gehe. der dank des stadtpräsidenten alex tschäppät ist mir ja schon mal sicher!

stadtwanderer


Comments

5 Comments so far

  1. rittiner & gomez on Dezember 16, 2009 17:41

    „weltkulturerbe“ ist oft das einzige argument um investoren anzulocken, die es dann „enterben“

  2. stadtwanderer on Dezember 16, 2009 19:54

    immerhin, könnte man entgegenhalten, ist der charakter der berner altstadt gerade auch wegen dem weltkulturerbe gut erhalten geblieben.
    fast zu gut, hört man bisweilen.

  3. Röstigraber on Dezember 19, 2009 05:52

    Bern ist nicht nur ein bauliches Erbe. Bern muss in Zukunft neben der unbestritten tollen baulichen Substand (vor allem in der historischen Altstadt) auch auf anderes setzen, sonst wird es museal und „tötelig“. Das andere „lebendige“ Bern gibt es, aber es sollte in meinen Augen künftig noch stärker dargestellt werden. Ich gehe deshalb davon aus, dass der Stadtwanderer nächstes Jahr ein (villeicht nicht so dickes) Buch zur Stadtenwicklung bekommen wird, welches sich u.a.mit dem Label „Bern Stadt des Dialogs“ auseinandersetzen wird.

  4. beat on Dezember 28, 2009 01:29

    liesst der stadtpräsident deinen blog??

  5. stadtwanderer on Dezember 28, 2009 14:18

    das weiss letztlich niemand so ganz genau.
    würde er es mit seinen offiziellen adressen machen, würde ich sagen: er ist es. doch gibt es im www keine sicherheit, denn es könnte sich ja jemand anders so einloggen.
    und schreibt dann ein „beat“, weiss ich auch nicht ganz genau, ob das nicht der stadtpräsident höchstpersönlich ist. es soll politiker geben, die hier anonym bloggen …
    ich weiss aber von meinen kontakten 1.0, dass der stadtpräsident um mein treiben in berns gassen und auf dem www weiss, – und nach anfänglicher skepsis auch schätzt, fürs kommende jahr ist eine gemeinsame wanderung schon mal auf dem programm. darübr werde ich dann, mit sicherheit, berichten!

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