urs berger ist ceo der mobiliar. und mischt sich in der heutigen berner zeitung in die debatte um bern als wirtschaftsstandort ein, und schlägt einen umfassenden massnahmenplan für die stärkung der region bern vor.

topelement
der charme der berner altstadt genügt für den wirtschaftsstandort nicht, kritisiert urs berger, ceo der mobiliar, und entwirft ein eigenes programm.

die mobiliar mit rund 4000 mitarbeitenden ist eines der aushängeschilder von nationaler bedeutung in der berner wirtschaft. die genossenschaftlich organisierte versicherung schafft seit über 180 jahren wert in der stadt und entwickelte sich dabei zu einem der kräftigsten steuerzahler. mit ihren 82 selbstständigen generalagenturen wirkt sie zudem als botschafterin in der ganzen schweiz.

urs berger beklagt, dass neuansiedlungen von grösseren unternehmen in bern kaum erfolgen. vordergründig kennt er dafür die nachstehende mängelliste:

. die internationalen verkehrs- und transportanbindungen von bern sind ungenügend.
. es fehlen günstige rahmenbedingungen für den wirtschaftlichen erfolg und behörden, die sich entschlossen dafür engagieren.
. bewilligungs- und verwaltungsverfahren sind schwerfällig und langwierig.
. er vermisst eine effiziente dialogplattformen zwischen politik, wirtschaft und wissenschaft.

um gegensteuer zu geben, konkretisiert berger die probleme anhand der mobiliar. uerst braucht bern mehr wohnraum. man sei auf gut ausgebildete fachkräfte angewiesen, welche in bern wohnen möchten. doch da fehle es an platz – und sauberkeit, schiebt der wirtschaftsvertreter nach.

die region bern müsse zudem steuerlich attraktiver werden. konkurrenzfähige steuersätze seien die wichtigste voraussetzung. es brauche aber auch ein modernes kommunikationskonzept, das erzielte fortschritte bekannt mache.

im bildungsbereich mit ausgezeichneten kompetenzzentren für human- und zahnmedizin, recht, öffentliche verwaltung, klimatologie brauche es auch betriebswirtschaftliche institute von internationaler prägung und modernes innovationsmanagement. dazu gehört auch eine vereinfachung der zusammenarbeit von wirtschaft und wissenschaft, die mit dem neuen universitätsgesetzt erreicht werden müsse.

die berner wirtschaft schätze sportliche aushängeschilder wie YB, SCB, BSV sehr. auch international beachtete sportereignisse wie die euro 08, die eishockey-wm oder ein boxkampf um den wm-gürtel liessen Bern in hellem licht erstrahlen. doch müsse davon eine nachhaltige wirkung ausgehen. da fehle es an kongress-lokalitäten, an hotelbetten, internationalen verkehrslinien und eventhallen mit mit modernster technologie. dazu zähle auch ein kulturangebot auf ansprechendem niveau.

an der mobiliar solle es nicht liegen, schreibt urs berger: am 28. august werde büne huber mit patent ochsner gemeinsam mit dem berner symphonieorchester über den bundesplatz rocken!

stadtwanderer


Comments

2 Comments so far

  1. Bernd on Februar 28, 2010 11:41

    Tönt ein wenig wie das Programm der FDP. Die strotzt ja nicht mehr vor Erfolg!

  2. Harald Jenk on Februar 28, 2010 19:38

    Habe heute Abend beim Warten auf die Pizza den Artikel in der BZ auch gelesen. Eigentlich hat U. Berger ja recht, es wäre ja wirklich toll bessere Verkehrsanbindungen, mehr Wohnraum, mehr Kultur und tiefere Steuern zu haben. Aber eben, da möchte er den Fünfer und das Weggli und das Münschti der Bäckersfrau noch gleich dazu haben, wie es ein bürgerlicher Parlamentskollege in einer Grossrratsdebatte einmal ausdrückte.

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