Stadtwanderer Blog

es lebe das archiv

um ganz ehrlich zu sein, ich bin ganz paff. seit einem monat betreibe ich den "alten stadtwanderer" nur noch als archiv. die aktuellen beiträge kommen dagegen auf den neuen stadtwanderer.



und dennoch sind die nutzungszahlen auf dem alten stadtwanderer, dem hier, kaum zurückgegangen. 90'000 seiten gibt der interne zähler an, das ist der mittelwert der letzten 6 monate.

mit anderen worten: der alte stadtwanderer ist ein selbstläufer. google-ratings, externe links und gewohntheit bescheren mir hier viel verkehr.

vieles davon geht unverändert auf robots einerseits, auf abonnemente anderseits zurück. robots sind bekanntlich nicht lernfähig, abonnenten indessen schon: ich lade sie deshalb ein, den neuen stadtwanderer auch zu berücksichtigen. kostet ja nichts!

und hier, was am alten stadtwanderer im mai 2008 unverändert am meisten interessiert hientiert ist hat:

1. (longseller, vormals 1)
meinstein (1): albert einsteins berner jahre
zirka 750 direktviews
albert einstein, stadt bern, geschichte

2. (newseller)
le mouvement suisse pour la modernisation du pays
zirka 730 direktviews
schweiz, geschichte, liberale revolution

3. (longseller, vormals 4)
körpersprache des bundesrates
zirka 510 direktviews
neujahrsfoto 2007, bundesrat, politik

4. (longseller, vormals 7)
falsche geburtstage der schweiz
zirka 430 direktviews
schweiz, geschichte, geschichte der geschichte

5. (reseller)
kaum zu fassen
zirka 390 direktviews
schweiz, geschichte, kaiserin aus bümpliz

6. (reseller)
räume sehen und lesen lernen
zirka 300 direktviews
raum und zeit, neue geschichtswissenschaft

7. (longseller, unvervändert)
wörter werden
zirka 270 direktviews
bern, alltag, linguistik

8. (longseller, unvervändert)
mit meinen favoriten unterwegs (oktober 2006)
zirka 260 direktviews
meine favoriten, blogosphäre

9. (reseller)
die burgunder- und die alemannenthese
zirka 255 direktviews
geschichte, mein lebensraum

10. (newseller)
7 gründe
zirka 250 direktviews
blogosphäre, was warum gelesen wird

das kann ich nur sagen: es lebe das archiv!


stadtwanderer

auf ein letztes wort

die inhaltlichen kommentare auf diesem blog sind arg rückläufig. eigentlich kommentieren nur noch die spams. das macht weiters keinen sinn mehr. deshalb wird die kommentarspalte morgen, 15. mai 2008 nach genau 50 monaten lebensdauer geschlossen.

man kann sich indessen auf dem neuen stadtwanderer weiter austauschen!

stadtwanderer

bookmarken sie uns neu!

der stadtwanderer hat vor wochenfrist gezügelt. er ist jetzt hier erreichbar. damit sie automatisch auf diese neue adresse kommen, clicken sie sie an und bookmarken sie uns neu.

der alte stadtwanderer dient nur noch als archiv, er wird nicht mehr weitergeführt.

der stadtwanderer bleibt sich aber treu. auch im neuen gewand ist er der alte.

stadtwanderer

ende gut, anfang gut!

so ist es, der alte stadtwanderer ist eingemottet. er dient nur noch als archiv.
es lebe der neue stadtwanderer, er wird unverändert weitergeführt.
lassen sie sich hier von der vergangenheit des stadtwanderns in die gegenwart überführen. lesen und diskutieren sie da weiter, gang nach dem motto: ende gut, anfang gut!

stadtwanderer

direkt zum neuen stadtwanderer

finale: das letzte mal "mit euren favoriten unterwegs"

zum letzten mal veröffentliche ich hier die kolumme "mit euren favoriten unterwegs". es also, wie beim letzten tango ...





es sind jene artikel auf meinem blog aufgeführt, die im monat april am meisten angewählt wurden. in der ersten version davon hatte sich leider ein fehler mit der datierung eingeschlichen. hier nun das gültige finale:


1. (longseller, vormals 1)
die kristallisationserlebnisse unserer politikerInnen
zirka 1700 direktviews

2. (newseller)
wir sind viele!
zirka 700 direktviews

3. (longseller, vormals 2)
meinstein (1): albert einsteins berner jahre
zirka 510 direktviews

4. (newseller)
ich kapituliere
zirka 460 direktviews

5. (longseller, vormals 4)
körpersprache des bundesrates
zirka 450 direktviews

6. (longseller, vormals 6)
wörter werden
zirka 370 direktviews

7. (erneut)
die burgunder- und alemannenthese
zirka 365 direktviews

8. (longseller, vormals 7)
falsche geburtstage der schweiz
zirka 360 direktviews

9. (newseller)
schweinereien
zirka 315 direktviews

10. (newseller)
die besten seismographen des politkulturllen wandels
zirka 300 direktviews


es freut mich immer wiedern, wenn es beiträge gibt, die auf grössere ressonanz stossen!

euer stadtwanderer

7 gründe dafür, was häufig gelesen wird

ich habe oft versucht herauszufinden, was die lesefrequenz eines artikels ausmacht. ganz schlüssig bin ich nicht. aber ich habe sieben regeln generiert, die ich zum abschluss meiner ausführungen auf dem alten stadtwanderer gerne zum besten gebe:



erstens, google-ranking stichworte: das ist der olymp. schafft es ein artikel, sich bei google ganz oben zu halten, generiert das alleine besuche.

zweitens, google-ranking bilder: das funktioniert ähnlich wie das stichwort-ranking, doch es funktioniert über populäre bilder, die sich an visuell orientierte google-sucherInnen richtet.

drittens, kommentierte artikel: es gibt besucherInnen, die fast unabhängig vom thema der menge der kommentare zu einem artikel folgen.

viertens, promi-artikel: artikel über prominente ziehen an, stehen aber auch unter grosser konkurrenz.

fünftens, themen, die eine weile im schwang sind: themen, welche die öffentliche debatte eine weile beherrschen führen zu nachfragen.

sechstens, szene-themen: szenen (nicht minderheiten), die sich für etwas interessieren, das in den mainstream medien nicht vorkommt, sind fleissige blog-besucherInnen

siebtens, harte titel: titel, die provozieren oder überraschen, locken immer wieder. doch sie müssen halten, was sie versprechen. sonst bewirken sie auf dauer das gegenteil.


die reihenfolge ist aufzählend, nicht als ranking gedacht. natürlich kann man daraus die guten wie die schlechten schlüsse ziehen.

die schlechten sind, man optimiert jeden quatsch auf dem eigenen blog nach solchen gesichtspunkten. das ist das handwerk der blogmarketing-spezialisten, von denen es ja zwischenzeitlich einige gibt.

die guten lauten: geistesblitze, die man auf seinem blog festgehalten hat, finden so ihr publikum. das ist die eigentliche aufgabe der kommunikation, egal durch welches medium sie befördert wird.

stadtwanderer

hier wird umgebaut

meine sehr verehrten gäste, leserInnen und kommentatorInnen

die zahlreichen belästigungen der letzten tage habe mich bewogen, den bisherigen "stadtwanderer" umzubauen.



bald geglückter umbau des berner bahnhofplatzes als vorbild: auch der stadtwanderer bekommt eine neues gesicht (foto: stadtwanderer, anclickbar)


ich werde den stadtwanderer-blog in den nächsten tagen unter gleicher adresse, aber mit neuer software aufschalten. für sie wird sich nichts ändern, aussere äusserliches. es soll so werden, wie auf dem berner bahnhofplatz: alles neu macht der mai!
die neuerung soll verhindern, dass ich weiterhin massenweise spam erhalte, aber auch kommentare, die ausserhalb des erträglichen für mich und dritte sind, automatisch aufgeschaltet werden.

den "alten" stadtwanderer werde ich voraussichtlich stehen lassen, die kommentarfunktion aber schrittweise abschalten.
auf dem "neuen" stadtwanderer wird es selbstverständlich eine kommentarfunktion geben.
ob ich alle beiträge zügle, weiss ich noch nicht. sie werden aber sicher in der alten form unverändert zugänglich sein, wenn auch vor unliebsamen belästigung geschützt.

ich hoffe, der wechsel klappt reibungslos; wenn nicht, entschuldige ich mich bereits jetzt. es würde mich freuen, sie alle, die etwas konstruktives zum gelingen des "stadtwanderers" beigetragen haben, in veränderter form bei mir begrüssen zu dürfen.

es lebe der neue baldachin, der auch den stadtwanderer schützt!


der alte stadtwanderer

ich kapituliere!

die spamschwemme seit einigen tagen ist unerträglich. ohne dass ich sie stündlich lösche, lässt sie meine comment-box sofort überquellen.
werde mich, statt weiter zu bloggen, nach einer neuen blogware umsehen, die spamdicht ist.
der stadtwanderer ruht bis dann einige tag ...
stadtwanderer

schweinereien

"schweinerei" hiess ein besonderes würfelspiel, das ich, am ende meiner studien- oder am anfang meiner berufszeit in den winterferien gerne spielte. und ich habe mich dieser tage unweigerlich wieder daran erinnert.



"schweinerei" - ein unglücksspiel für kleine gesellschaften macht heute im bundesbern furore

das würfelspiel


das spiel war damals ausgesprochen populär: jeder spieler, jede spielerin würfelte mit zwei gummischweinen. ja nachdem, wie sie auf dem tisch zu liegen kamen, gab es punkte. lagen beide schweine auf der gleichen seite, sagte man "sau" und das gab fast nichts. angestrebt wurde die "doppelbacke", die ganz seltene konstellation nämlich, bei der beide schweine auf der nase und der vorderpfoten zu liegen kamen und den hintern hoch streckten. das gab dann mega viele punkte. würfeln konnte man übrigens solange man wollte, ausser man hatte eine "faule sau", wobei das eine schwein linksherum, das andere rechtsherum lag. das kostete einem alle punkte, die man noch nicht notiert hatte, und man musste die schweine dem nächsten in der runde weiterreichen. schlimmer war nur noch der "sauhaufen", der regelmässig ein lautes kreischen unter den spielenden hervorrief, weil beide schweine aufeinander lagen. doch dann musste man alles hergeben, was man im ganzen spiel schon an punkten erworben hatte, womit man der sichere verlierer war.


das politikerspiel


das zwischenzeitlich fast vergessene gegangen würfelspiel für kleine gesellschaften kommt im bundesbern sch(w)einbar wieder in fahrt, - doch diesmal ist es die ganz grosse gesellschaft, die ihren gefallen findet: fulvio pelli, präsident der schweizerischen fdp, bezeichnete vor wochenfrist das verhalten der svp gegenüber frau widmer-schlumpf schlicht und einfach als "schweinerei", und er verteilte dafür schon mal kräftig minuspunkte. doch blieb die wortwahl nicht bei ihm hängen; sie wurde bloss in den reihen der bürgerlichen tenöre weitergereicht. heute revanchierte sich christoph blocher im berner national an der auns-jahresversammlung, indem auch er von "schweinerei" sprach, als er die absicht der ständerätlichen aussenpolitischen kommission geisselte, in der kommenden volksabstimmung über die verlängerung der personenfreizügigkeit alle hängigen sachfragen in eine abstimmungsvorlage zusammenzupacken. blocher rechtfertigte den gewählten begriff damit, dass der andere habe damit angefangen und die schweinereien damit salonfähig gemacht.


schweinerei? - schweizerei? - oder schweinzerei?


doch was soll man von dieser weiteren verbalen eskalation in der schweizer politik halten? erneut ausrufen? selber fluchen? die faust im sack machen, wie weissnicht meint? oder einfach ignorieren?

ich bin ein wenig ratlos. und deshalb habe ich mein altes würfelspiel "schweinerei" hervorgekramt und nochmals die spielanleitung gelesen. darin steht, es handle sich um ein reines (un)glückspsiel. es eigne sich für männer und frauen, alle altersklassen und gesellschaftsschichten. besonders beliebt es in gruppen, die gemeinsam unterwegs seien und sich so die zeit vertreieben wollten.

das spiel verfolge aber ein pädagogisches ziel. man lerne dabei mit dem risiko umzugehen! das gierige punktesammeln in eigener sache verleite einem dazu, das würfeln immer weiter zu treiben, und die spielsachen nicht an andere weiter zu geben. das berge jedoch unweigerlich die gefahr ins sich, dass es zu einem totalabsturz komme, eben: wenn man einen "sauhaufen "produziere. doch dann werde man zwangsweise aus dem spiel genommen!

dem ist, pädagogisch gesprochen, nichts neues seit dem ende meiner studien- oder dem anfang meiner berufszeit beizufügen ...


stadtwanderer

karl der arbeitssame

was hat man ihm nicht alles für eigenschaften angedichtet?

reich und mächstig sei er gewesen.
einen guten diplomaten, aber einen unfähigen feldherr habe er abgegeben.
strebsam und genial erscheint er wieder andern.
gleichzeitig habe er aber übermässig pracht und luxus geliebt, heisst es andernorts.


karl, herzog von burgund, 1433-1477

unkontrolliert und unbeherrscht sei sein handeln gewesen.
rücksichtslosigkeit, ja brutalität habe seinen charakter gekennzeichnet.
schliesslich habe die ungeduld ihn übermannt, und er habe bestätigung in riskanten manövern gesucht.
als jähzornig und tobsüchtig wird er beschrieben,- und depressiv und unrasiert oben drein

"doch was wissen wir von ihm?", fragt man sich ob der gleichhzeitig schillernden wie auch faszinierenden persönlichkeit?
"eigentlich nichts!", können wir nur antworten.

nicht einmal über seinen beinamen konnte man sich einigen:

charles the rash, karl den unbedachten, nennen ihn die engländer.
karl der stolze ist er bei den niederländern.
als charles le téméraire gilt er bei den franzosen, als karl der tollkühne.
und unsere patriotischen historiker machten am liebsten gessler II. aus ihm.

sein hofmeister aber, der immer bei ihm war, nannte ihn "le Travaillant", den arbeitsamen herzog von burgund.

wer weiss, vielleicht hilft das berner kolloquium vom 1. bis 3. mai 2008, die persönlichkeit karls endlich zu enträtseln. ich jedenfalls bin gespannt!


stadtwanderer