Claude Alain Longchamp

Namenstage sind etwas aus der Mode gekommen – jedenfalls in den reformierten Gebieten. Katholiken sehen das anders. Denn sie erinnern sich am Namenstag in der Regel an den Todestag des heiligen oder seligen Namensgeber.


Kaiser Claudius des Römischen Reiches, der Hinkende

Bei mir ist das wohl nicht der Fall. Denn Claude stammt von Claudius. Claudus wiederum meint hinkend wie der römische Kaiser Claudius, der im ersten Jahrhundert regierte und der erste behinderte Kaiser war.
Im Französischen ist Claude ein ein geschlechts- und genderneutaler Name. Königin Claude war die Frau des Renaissance Königs Francois I. in Frankreich. Sie liebte gelbe Pflaumen, die nach ihr benannt sind. Und Claude Monet muss ich ja noch weiter erläutern.
Mein Freiburger Taufpfarrer weigerte sich deswegen in den 1950ern, mich nur Claude zu taufen. Und so heiße ich eigentlich Claude Alain.
Alain wiederum hat zwei Herleitungen: einmal kommt es vom englischen Alan, sodann von den Alanen, einem Wandervolks, dass während der großen Völkerwanderungszeit von der heutigen Ukraine bis nach Spanien wanderte.
Deutsch ist Claude kein Unisexname. Wäre ich als Mädchen geboren worden, hiesse ich Claudia. Aber in Fribourg wäre das eh heikel gewesen. Meine Nachbarin nannte man als Mädchen Claudine.
Ach ja, Eigentlich wollte ich nur sagen: Heute ist für alle Claudes Namenstag!