letzten freitag abend brannte es im bundeshaus. das weiss man. was man bisher nicht wusste. die heranbrausende feuerwehr verzichtete auf die sirene, um die wahlarena nicht zu stören.

in der wahlarena von srf ging es um den starken franken. die grössen der grösseren parteien stritten sich mitten im ring. gebannt wandten sich die zuschauerInnen ihren vorschlägen für massnahmen gegen die probleme zu.

nur in den hinteren reihen bemerkten einige, dass die auf dem bundesplatz noch ganz anderes los war. in den östlichen zugängen zum bundeshaus war nämlich ein feuer ausgebrochen. die techniker vom tpc, die ihren letzten dienst schoben, damit das fernsehen reibungslos senden konnten, bemerkten die flammen. mit brandlöschern machten sie sich, verstärkt um weitere sicherheitskräfte, umgehend an die arbeit.

die anvisierte feuerwehr rückte gleichzeitig aus. sie brauste um ort des geschehens. damit die laufende sendung nicht gestört, die akteure nicht erschreckt, und die ganze schweiz nicht aufregung versetzt wurde, verzichtete man vor ort auf die sirene, wie der stadtwanderer heute erfuhr.
trotz dieses zuvorkommens, die feuerwehr brachte den brand sofort unter kontrolle.

„das gibt es nur in der schweiz“, kommentierte eine srf-mitarbeiterin. denn andernorts wäre man mit getöse vorgefahren, und wären die einwohnerInnen entsetzt aufgesprungen, war sie sich sicher. in unserem land aber, war der schluss, kann man unnötige unruhe gezielt verhindern.

gerade auch vor den wahlen! merci …

stadtwanderer


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