nun auch zwitschern

seit gestern bin ich auf twitter. 111 follower hatte ich heute morgen schon. über chancen und risiken.

das unheil zeichnet sich ungefähr 2009 ab. die diskussionen auf den blogs gingen zurück. die hinweise auf spannende websiten, aber auch kontroversen um sachfragen verlagerten sich in die neueren neuen medien. wer botschaften platzieren wollte, wandte sich facebook zu, hinweise machen wollte, nahm sich twitter an.

ich war eher skepktisch, widersetzte mich dem neuen trend zunächst. denn ich dachte, das alles werde zur argen verkürzung für inhalte. ganz unrecht hatte ich damit nicht, aber in einem punkt täuschte ich mich: die kommentierfreudigkeit auf den blog entwickelte sich schritt für schritt weiter zurück. auch hier.

48 prozent der schweizerInnen haben ein iphone, habe ich gestern gelesen. seit anfang jahr gehöre auch ich zur baldigen mehrheit. in der zwischenzeit habe ich begriffen, was stärken und schwächen des streicheltelefons sind: die klassische internetnutzung bleibt eingeschränkt; der schnelle austausch wird dafür umso einfacher – und spannender.

gestern habe ich, ganz dieser entwicklung folgend, mein twitter-account aktiviert. und wie die post gleich abging! ein tweet, ich würde nun zwitschern, wurde von patrick müller, dem chefredaktor des sonntags, gleich weiter verbreitet. ohne verzug begann mein iphone zu rattern. ich hab für die promotion zu danken.

denn heute morgen hatte ich bereits 111 follower, obwohl ich eine ausgesprochen ruhe nacht hatte. natürlich bin ich überwältigt. und auch ein wenig erschrocken, denn die rasche und hohe zahl an aufmerksamkeit ist auch eine herausforderung.

werde ab sofort tweeten, wenn ich aktiv bin als blogger (und auch anderswie). verfolgen können sie mich unter meinem konto @claudelongchamp auf www.twitter.com.

stadtwanderer

ps: leider war der account stadtwanderer schon besetzt …
wer

cal

ich bin der berner stadtwanderer. ich lebe in hinterkappelen und arbeite in bern. ich bin der felsenfesten überzeugung, dass bern burgundische wurzeln hat, genauso wie ich. also bin ich immer wieder auf der suche nach verästelungen, in denen sich die vergangene kultur in meiner umgebung versteckt hält.

Ein Gedanke zu „nun auch zwitschern“

  1. @ Stadtwanderer
    Besser hättest Du den Zeitpunkt zum Zwitschern nicht wählen können, denn am Dienstag war ja Frühlingsanfang. Spätestens ab dann möchte wir doch alle gern Gezwitscher hören… 🙂

    “Verkürzung der Inhalte”: Ich denke nicht, dass die inhaltliche Menge weniger geworden ist, aber sie drückt sich anders aus. Man kann bzw. darf Facebook, Twitter und Blogs nicht miteinander vergleichen, genauso wie man auch Radio nicht mit Zeitungen vergleichen kann bzw. darf. Alle haben ihre eigene Charakteristiken, die sich teilweise überlagern, vornehmlich aber eher ergänzen.

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