noch ist die poya-brücke über freiburg nicht eröffnet, gestern war ich dennoch mit prominenten gästen auf ihr stadtwandern.

fribourg

die zeitungen freiburgs waren gestern voll mit artikeln zu den kostenüberschreitungen bei bau der poya-brücke. je nach perspektive fällt der unterschied zwischen soll und ist etwas grösser oder kleiner aus.

um ehrlich zu sein, das interessierte mich wenig, als ich mit den regierungen der kantone freiburg und zug auf der noch uneröffneten brücke stand. denn das gefühl in luftiger höhe über der saane war unbeschreiblich.

ganz unten schlängelte sich der fluss durch den schroff abfallenden fels. rechts davon erblickte man das mittelalterliche freiburg von einer ungewohnten seite – mit der zähringerbrücke, dem burgquartier und dem murtentor auf einer linie, dem kollegium st. michel darüber. links dieses ausblicks hatte man den schönberg, rechts davon die landschaft stadtauswärts.

gesehen hat man das in der form bisher kaum. darüber waren sich alle teilnehmerInnen an der gestrigen stadtwanderung einig. im moment denke ich, ist das auch gut so, denn irgendwie vermisste ich nebst der strasse für autos, dem streifen für velos auch eine begrenzung, um als brückengängerIn nicht herunter stürzen zu können. auf jeden fall warnte man mich, als ich zu weit nach vorne trat, es könne gefährlich werden. gemeint war damit nicht der politische abgrund, sondern der topografische. 100 meter bis zur saane mögen es schon sein.

„fribourg – die brückenstadt“, bekommt mit der neuen poya-brücke, die am 11. oktober aufgeht, ein neues symbol: ein schwungvoller bau neben der stadt, welcher der altstadt hoffentlich eine merkliche entlastung vor durchgangsverkehr und luftverschmutzung bringt, und eine schnelle verbindung zwischen sprachräumen, welche die freiburger identität prägen. das ganze hat das potenzial, sich in kürze als neues wahrzeichen der stadt zu etablieren.

ich bin gespannt wie es weitergeht!

stadtwanderer


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