glokal

Dezember 10, 2007 | Leave a Comment

nein, das ist kein tippfehler. ich schreibe bewusst: „glokal“. und ich meine damit: „sowohl global als auch lokal“.

wenn ich den sitemeter zum stadtwanderer konsultiere, fallen mir regelmässig zwei sachen auf: ich habe sowohl im engeren raum viel publikum, als auch im weiten.

pully, bern, aarau, luzern, bülach, carouge. das kenne ich persönlich. und das ist das schweizerische umfeld meiner leserInnen. die machen etwas die hälfte aus.

doch die andere hälfte stammt aus zittau, lengerich, berlin, münchen, wien, brüssel, ludwigshafen, lyon und moskau. da weiss ich zum teil nicht einmal, wo das liegt. aber es ist der weitere teil meines publikums, das sich für den stadtwanderer interessiert.


so sieht die erste seite der übersicht auf dem sitemeter zur frage „who ist on?“ aus. man kann so sehen, von wo was angesehen wird. und so das glokale am stadtwanderer erkennen (grafik anclickbar, links gehen aber nicht!)

man kann es auch so sagen: die einen kommen aus dem lokalen, die anderen als dem globalen raum. zusammen ist die kundschaft glokal.

auf dem stadtwanderer treffen sich mehrere welten. nicht nur politische oder soziale. auch kulturelle und eben räumliche.

restriktionen ergeben sich heute noch vor allem wegen der sprache. ich schreibe meist deutsch. und wer hier etwas lesen will, muss das beherrschen. wenn ich selber einen beitrag verfasse und das lokale idiom einfliessen lasse, dann übersetze ich es höflich in die standardsprache deutsch. nur bei der kleinschreibung bin ich hart!

den zugang zum berner stadtwanderer, zum burgunder historiker, zum politisch interessierten zeitgenossen, zum journalistischen porträtschreiber und zum buchkritiker longchamp wird heute darüber vor allem durch die kommunikationstechnologie kontrolliert.

den begriff „glokalisierung“ selber kannte ich schon länger. er kam parallel zu „globalisierung“, ohne je so populär zu werden. er gehört aber seit mehr als 10 jahren zu den wortneuschöpfungen der sozialwissenschaften.

ernsthaft wieder begegnet bin ich ihm an diesem wochenende, als ich
jan schmids buch „weblogs“ las. da steht: „Es lässt sich beobachten, dass computervermittelte kommunikation eine Vielzahl von Varianten glokalisierter Netzwerke ermöglicht, die in unterschiedlichem Masse an konkrete Orte rückgebunden sind. Ueber das Internet können sich also community networks, die Partizipation in ihrer region fördern, genaus organisieren wie eine interessenbzogenen und weltumspannende Kommunikation von Gleichgesinnten zubestimmten Themen möglich ist.“

klar, mein „judihui“ beitrag von gestern interessiert vor allem die lokalen stadtwandererInnen. und sie tummeln sich, wenn ich hier bekannte grössen auf die schippe nehme. die globalen stadtwandererInnen wiederum sind gerne bei persönlichkeiten wie einstein, aber auch bei themen der europäischen geschichte im mittelalter.

wenn sie dabei etwas über meinen lebensraum erfahren, freut es mich.
zu gerne wüsste ich jedoch auch, wie ich mehr über den lebensraum meiner globalen stadtwandererinnen erfahren würde.

dann würde nicht nur der stadtwanderer, sondern auch ich glokal.

stadtwanderer


Comments

No Comment

  1. W. Ortschöpfer on Dezember 10, 2007 22:07

    Mehr zu all den unmöglichen Neologismen unter im Internet findet man unter

    http://www.enzyglobe.net/uber/

  2. Yosef on Dezember 26, 2007 15:10

    Sie haben auch ein Lesser, dass in Israel lebt. Mein Interesse in Bern und Schweiz hat vor Zwei Monaten beginnt, wenn ich mit meinem Bruder ein Paar Wochen in Schweiz reiste. Die Sprache ist ein Hinderniss, aber es geht noch.

  3. stadtwanderer @ yoseph on Dezember 29, 2007 18:38

    Schön, Yoseph, dass Sie meinen Blog besuchen.
    Selber kenne ich Israel gar nicht. Vielleicht erzählen Sie uns mal eine Geschichte. Es muss ja nicht immer auf Deutsch sein.

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