ein ganz spezieller sonderfall

wenn wir unter uns sind, ist jede(r) von uns gerne etwas spezielles. wenn wir aber unter anderen sind, sind wir lieber sonderfälle. das hebt uns, oder wenigstens teile von uns, die spezielle sonderfälle sind, von den normalfällen ab.


normalratspräsident andré bugnon lobte alt-bundesrat christoph blocher als speziell zu titulierenden sonderfall (foto: stadtwanderer)

von alt-bundesräten

zum beispiel unsere bundesräte, die nicht mehr im amt sind. sie heissen im normalfall “alt-bundesräte”. in der regel sind diese auch ruhig ruhig, obwohl unverändert politische tiere. jetzt sind sie speziell unruhig, wegen eines ganz speziellen politischen tiers unter ihnen.

dieser ist seit neuestem auch ein ganz speziell schwieriger sonderfall. dernn er will “abgew. bundesrat” (sprich: “abgewählter b.”) heissen. das sichert ihm den status eines ganz speziellem sonderfalls unter all den speziellen sonderfällen.


der spezielle sonderfall war wirklich speziell: für einmal sprach er nicht über sich und die politik, sondern über sich und die kunst (der politiker) (foto: stadtwanderer)

… bis zum conseiller fédéral non réélu

schlimmer noch, seit heute ist das alles nicht nur spezielle spielerein, sondern ganz offiziell der fall. denn unser ganz spezieller präsident der vertreter der normalfälle, quasi der speziellste normalfall unter allen normalfällen, ist flux zum ganz besonders schwierigen spezialfall geworden: nannte er doch bei der eröffnung der speziellsten ausstellung über den speziellsten maler, bestückt mit den speziellsten bildern unseres ganz speziellen sonderfalls unter den speziellen sonderfällen ganz speziell einen “conseiller fédéral non réèlu”.


vor lauter dagewesener spezialfälle verschwinden die speziell notwendigen grenzen in unserer unterscheidungskraft (foto: stadtwanderer

der sonderbare zwischenfall

ein bisher nie dagewesener spezialfall, dieser sonderbare zwischenfall, unseres ganz normalen normalratspräsidenten, der mir heute ganz speziell aufgefallen ist.

stadtwanderer

cal

ich bin der berner stadtwanderer. ich lebe in hinterkappelen und arbeite in bern. ich bin der felsenfesten überzeugung, dass bern burgundische wurzeln hat, genauso wie ich. also bin ich immer wieder auf der suche nach verästelungen, in denen sich die vergangene kultur in meiner umgebung versteckt hält.

6 Gedanken zu „ein ganz spezieller sonderfall“

  1. Da kann man nur hoffen, dass der "erste abgew. BR" nicht eines Tages zum "ersten zurückgek. BR" wird, quasi wie der Phönix. Spezial hoch drei in Philippi…

  2. Vor lauter speziell wird es ja einem ganz wirr im Kopf. Tschäppert wollte, das Blocher als Alt-Bundesrat betitelt wird. Warum sollte er so betitelt werden? Er ist es ja! Also ist das auch nicht speziell.
    Blocher will, dass man ihn als abgewählten Bundesrat betitelt, also auch nicht sehr speziell.
    Richtig wäre, wenn man den Blocher als Kunstsammler hinstellen würde. Auch das ist nicht speziell, denn sammelt Blocher ausser Hodler auch anderes? Also schon wieder nicht speziell.

    Speziell sollte ein Mensch sein, der sich speziell verhält, der speziell seine Meinung zu Tage bringt und sie auch lebt.

    Das Spezielle an diesem Speziellen wird sein, dass es weder Tschäppert noch Blocher speziell interessiert.

    Und das Speziellste am Speziellen wird sein, dass sich keiner für das Spezielle interessiert.

    BR Moritz hatte es auch nicht so einfach, als er vor ca. 12 bis 14zen Zuhöhren über die Kunst sprach.

    Also, speziell ist speziell und gäbe es das Spezielle nicht, so würden wir das Spezielle ausser Acht lassen, nur wäre es schade, wenn wir das Spezielle nicht aufnehmen würden.

    Das Spezielle, das mich arg konfus gemacht hat, hab ich nun eingebaut.

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