dieser tage war ich viel unterwegs, unter anderem beim neuen berner bärenpark. natürlich, das finanzielle desaster bei der stadtbauten bern lastet schwer über dem neuen bärenpark. der aber gefällt. vor einigen tagen sah man erstmals bären, wirkliche bären, wie sie den hang hoch kraxelten, von ganz oben ausschau hielten, mit dem gewicht ihre körpers über gefällte stämme rutschten, ja, und wie sie sich, noch etwas scheu zwar, mit den (gestauten) aarewasser anfreundeten. das gefiel nicht nur, das machte freude! den zahlreichen touristInnen, die schon auf der nydeggbrücke stehen blieben, um zu schauen und fotos zu machen, den schulklassen, die schon zuhauf angereist kamen, aber auch den ersten bärenparkbesucherInnen, welche die bären nun von halbnah in der halbfreiheit sehen können. ganz so, dass man nur eines sagen konnte: mutzopolis ist zurück!

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gefreut hat mich auch die rückkehr des bären von carlo e. lischetti. der tanzende bär, der vormals auf dem bahnhofplatz direkt vor der heiliggeistkirche über den leitungen der städtischen busbetriebe stand, mit dem bau des baldachins aber aus der öffentlichkeit verschwand, ist nun (gleich wie kopflos) zu den wirklichen bären, den bernerInnen und ihren besucherInnen zurück gekehrt. hoch über dem alten bärengraben tanzt er nun, gekonnt wie eh und je, und lädt zum besuch der neuen parkanlage ein. ermöglicht wurde die montage durch eine neue stiftung bärenpark bern, eine neue trägerschaft, die sich nachhaltig für den erfolg des bärenparks einsetzt. initiiert wurde die stiftung von der berner burgergemeinde, erster präsident ist stadtpräsident alex tschäppät.

doch auch das gehört zu den eröffnungsfeierlichkeiten: die stiftung musste eilends festhalten, sich weder am bau noch am unterhalt des bärenparkes beteiligen zu wollen. doch auch das wird mutzopolis noch eine weile beschäftigen.

stadtwanderer


Comments

3 Comments so far

  1. Röstigraber on Oktober 28, 2009 15:27

    bern ist mehr als nur der bärengraben

    „Bern baut!“so heisst der Führer, der heute zur zeitgenössischen Arckitektur in Bern der Jahre 1990 – 2010 erscheinen ist. Aus diesem kleinen Bücklein in dem 84 Bauprojekte in und um Bern – fast wäre man/frau geneigt zu sagen im neuen Bern – weht ein wohltuend anderer Geist als der von Mutzopolis oder Altbern.
    Was im Nachwort über das städtische Geschehen steht, nämlich dass Bern längst über die Gemeindegrenzen hinaus reicht, gilt sicher auch für die Architektur dieser Stadt: Bern ist viel grösser als in den Köpfen.
    In diesem Sinne freue ich mich schon auf den nächsten Artikel des Stadtwanderers, der die täglich demonstriert.

  2. stadtwanderer on Oktober 28, 2009 21:57

    du hast mir ein wenig das thema gestohlen …
    ich hätte heute auch ganz gern über bernbaut geschrieben, ganz aufbauend, nachdem wir ja einiges erlebt haben zu bernbautohnezuwissenwaseskostet!

  3. Röstigraber on Oktober 29, 2009 18:02

    Sorry. Das war überhaupt nich meine Absicht. Im Gegenteil!! Aber das Buch bzw. das Thema (Bern baut!)gibt ja so viel her für Dich als top Stadtwanderer, dass sicherlich noch etwas von Dir kommen wird. Schon der Schlusssatz des Buches von Deinem Stadtwanderer Kollegen (siehe Bolg Beitrag vom 3 Oktober) „Das Kleid vergangener Grösse drückt den Bären nicht. Er bewegt sich. Mehr als die anderen denken.“, ruft nach noch mehr Stadtwanderer und Stadtwanderungen!
    „Bern bewegt! bern baut! bern gräbt (und verlocht dabei, wie böse Zungen sagen, auch viel geld) bern burgt! (andere böse Zungen behaupten, dort wo viel geld liegt) bern tramt (mit Bärtram, dem Trämmeler mit der Bärenmütze)! bern wandert (mit dem Stadtwanderer) bern denkt!(alle zusammen) und gründet sich so immer wieder neu.

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