bären als cashcows?

sie sind supersüss. doch rentieren sie nicht, sagt man in bern. und ich frage mich: müssen bären wirklich einen finanziellen gewinn bringen?

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tolles bild vom bebilderer von urs, berna und björk ..

meine ganz persönliche freude am neuen bärenpark habe ich ja schon mehrfach öffentlich gemacht. mit der geburt von urs und berna ist diese nicht minder geworden.

umso mehr stutze ich über anschauungen, die man am bärenpark gelegentlich hört, und die eingang gefunden haben in die lokale presse.

der bund beklagte im winter, die bären würden sich zu wenig zeigen, die attraktion, die von ihnen ausgehe, würde sich mindern und die zuschauerströme gingen schon wieder zurück. dass bären winterschlaf halten, und björk trächtig war, wurde kaum thematisiert.

die bz nun stört sich, dass die beiden jungbären keinen gewinn bringen würden. die zuschauerströme hätte zwar schon wieder zugenommen, würden aber nicht richtig vermarktet. so bleibe es beim jööh-effekt, ohne dass man damit kasse mache.

bin ich nun ganz falsch gewickelt, oder sind solche auffassung nicht schlicht und einfach deplatziert?
haben wir den bärenpark nicht als tolles erlebnis verdient, muss er auch gleichzeitig rentieren?
sind bären keine bären mehr, sondern die melkkühe der stadt?
und: wie weit sind wir eigentlich schon fortgeschritten, in unserer ökonomisierung der welt, welche die erwartungen an tiere schon total unterandert hat?

bitte, helft mir, mit meinen zweifeln umzugehen!

stadtwanderer

cal

ich bin der berner stadtwanderer. ich lebe in hinterkappelen und arbeite in bern. ich bin der felsenfesten überzeugung, dass bern burgundische wurzeln hat, genauso wie ich. also bin ich immer wieder auf der suche nach verästelungen, in denen sich die vergangene kultur in meiner umgebung versteckt hält.

6 Gedanken zu „bären als cashcows?“

  1. Da spukt in allen Köpfen noch der Berliner Eisbär Knut herum. Der Jöh-Effekt hielt allerdings auch dort nicht lange an. Es würde mich allerdings nicht stören, wenn es dank den Jungbären gelingen würde, die Stadt Bern wieder einmal in die internationale Presse zu bringen. Zumindest als Botschafter für Bern darf Urs und Bern schon einsetzen.

  2. Gibt’s denn noch keine T-Shirts, Pullis und Teddybären von den Berner Bären, also ein richtiges «Merchendising»…? 😉

    Doch im Ernst: Ich kann Dir auch nicht weiterhelfen, lieber Stadtwanderer. Es ist traurig, aber wenn heute noch etwas «gratis» ist («eins ist geschenkt»), dann steckt dahinter heutzutage immer eine Marketing-Absicht – egal worum es geht. 🙁

  3. Gemäss der BCG (Boston Consulting Group) gibts ja da wo’s Cash-Cows gibt auch Poor-Dogs. Sind damit die Stimmungsmacher gemeint?
    Auch ich werde mit dem Verkauf einiger Bilder meinen Beitrag an das Futter leisten dürfen. Ist doch cool. Und was die Besucher betrifft, solange diese auf dem Weg zum Park noch ein Eis kaufen, oder Silvias Kiosk unterstützen, ist doch genug getan für Bern.

    Ach ja – auf meinem Blog gibt’s wieder etwas Jöö-Content. Gratis!

  4. es darf auch mal was gratis sein..wobei es gibt schon ein paar produkte die helfen den bärenpark zu unterstützen..im shop zu kaufen.
    es müssen nach meiner meinung nicht an allen orten kässeli aufgestellt werden..der bär ist ja das wappentier der stadt und dem kanton berns und da darf unsere regierung auch ein paar fränkli sponsern!
    wenn ich denn bärenpark besuche lasse ich fast immer auch geld liegen entweder im shop am kiosk oder im alten tramdepot restaurant und da kommt hoffe ich auch was den bären zu gut!

  5. Hallo Stadtwanderer, ich verstehe es auch nicht so ganz… Ich war heute Mittag im Bärenpark und es hatte für einen Freitag sehr viele Leute, ja sogar am Donnerstag (also gestern) hatte es noch mehrere Besucher gehabt. Es geht doch darum, dass man die Bären mal sieht und sich im Bärenpark auch wohlfühlen kann. Ich konnte mein Sandwich auf jeden Fall neben der super Atmonsphäre geniessen! Denn diese Attraktion hat nicht jede Stadt! Ä Gruess von einem anderen Berner Blogger

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