die begründung des frankenreichs ist legendär. niemand weiss es genau. aber man glaubt, dass es aus dem wasser entstanden ist. göttliche kräfte mischten sich mit germanischen menschen, die sich von einer einfachen stammesgesellschaft zu einem mächtigen volk mit schlagkräftigen armeen entwickelt hatten.

merowech soll im 4. jahrhundert die merwoingische königsdynastie begründet haben, die unter seinem sohn childerich am unteren ende des rheins in römischen diensten stand. sie kämpften 451 auf den katalaunischen feldern mit den römern gegen die hunnen, und sie fühlten sich als sieger, über hunnen und römer. seit 460 verstanden sie sich als selbständiges königreich auf römischem boden.

childerichs sohn, könig chlodwig, einigte in der folge die salfranken links des rheins und eroberte die rechtsrheinischen ripuarischen gebiete der franken. er gilt als der erste könig aller franken.

sein ursprünglicher hauptsitz war die stadt tournai, von wo aus er der reihe nach soissons, reims und schliesslich auch paris eroberte. damit bereite er dem letzten resten des römisch-gallischen reiches, der noch bestanden hatte, ein ende. er nahm für sich in anspruch, ein neues gallisches reich zu begründen, wofür er auch zum christentum übertrat. er dehnte sich 496 mit seinem (ersten) sieg über die alemannen in tolbiac resp. 507 über die westgoten in voullé nach osten und süden hin aus. er herrschte damit im wesentlich über den rhein, die mosel, die seine, die loire und die garonne, die alle nach norden münden. die einnahme des burgundischen königreichs im rhonetal indessen misslang ihm im jahre 500 trotz anfänglichen erfolgen, den die goten stellten sich auf die burgundische seite.

bis zur rückeroberung der gotischen gebiete durch kaiser justinian und kaiserin theodora bestand dieses gleichgewicht. dann wurde es eng für das königreich burgund. es ging 534 im fränkischen reich auf, – nicht ohne folge für das frankenreich!

stadtwanderer


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