das fränkische reich, das chlodwig begründet hatte, expandierte zweimal erfolgreich: zwischen 532 und 555 unter den merowingerkönigen, und zwischen 732 und 814 unter dem karolingern. die zweite expansion brachte den franken den kaisertitel.


übersicht über die fränkische expansion vom 6. bis 8. jahrhundert

die merowingische expansion

während der ersten expansion des frankenreiches kam im osten thüringen hinzu. im süden eroberten die franken die gascogne und die auvergne. den grossen fisch zogen sie aber im rhonetal mit der eroberung burgunds und der provence. und auch rätien kam, nach einer jahrhundertelangen, mediteran ausgerichteten geschichte, erstmals ins magnetfeld einer nördlichen macht.


die fränkische expansion während der rückeroberungen durch ostrom, aber noch vor dem fall des ostgotischen reiches (rätien gehört noch nicht zum fränkischen reich)

ohne den untergang des gotischen reiches, das von ostrom zurückerobert wurde, wäre die erste fränkische expansion hinter jener, die könig chlodig ausgelöst hatte, zurückgeblieben. so geriet sie aber zur spektakulären erweiterung: selbst die alemannen, unter ostgotischem protektorat wurden zu einem annexierten herzogtum der franken. damit war die heute schweiz in der mitte des 6. jahrhunderts ganz unter fränkischer herrschaft.

die karolingsiche expansion

unter könig pippin, dem ersten fränkischen könig aus dem geschlecht der karolinger wurden friesland und septimanien beigefügt. nach seinem tod setzte sich sein sohn karl schnell als neuer fränkischer könig durch. unter ihm wuchs das frankenreich erneute stark, gleichzeitig aber auch letztmals an.


fränkische gebietserweiterungen unter karl: sachsen, bayern, friaul, lombardei, kirchenstaat

karl der grosse verleibte bayern, kärnten, friaul und das lombardische königreich seinem reich ein. lange und blutig kämpfte er gegen die heidnischen sachsen, bis er auch sie beherrschte. wenig erfolgreich war er dagegen gegen die normannen, die bretonischen kelten und die mohammedanischen mauren ins spanien. hier richtete er genau so wie im osten bei den awaren und slawen marken ein, grenzgebiete, die er mit tributzahlungen abhängig machte, ohne dass sie ganz zum frankenreich gehörten.


die marken-politik karl des grossen: daenenmark, sorbenmark, ostmark, bretonenmark, spanische mark

mit der krönung zum neuen römischen kaiser wurde karl I. auch schutzherr über den päpstlichen kirchenstaat. dieser aber hatte sich der fränkischen kirche mit dem schachzug ganz bemächtigt.

grösser und stärker als das wurde das an weihnachten 800 auferstandene (west)römische reich in seiner fränkischen fassung nie!

stadtwanderer


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