ihr seid mein spiegel!

ich überlege, wähle aus uns schreibe, was ich als stadtwanderer erlebe, recherchiere und beoachte.
ihr wiederum schlagt nach, lest und kommentiert.

das ist bloggen. an sich.


des stadtwanderers berühmter spiegel: nur bei genauem hinschauer erkennt man den stadtwanderer wirklich (foto: stadtwanderer, anclickbar)

mein bloggen ist der stadtwanderer. er hat mir eröffnet, was bloggen überhaupt ist. denn vor zwei jahren hatte ich noch keine ahnung von blogs. hätte man mich gefragt, ich hätte nichts geantwortet, oder „sms mit mehr platz“. da ich kein mobile habe, wäre das eine gehobene disqualifizierung gewesen.

heute lob‘ ich mir das bloggen. es ist eine neue form der kommunikation. keine individualkommunikation und auch keine massenkommunikation. vielmehr eine individualisierte form der anonymen kommunikation.

noch ist vieles einwegkommunikation. doch das tritt immer mehr in den hintergrund. denn auf dem stadtwanderer seit neuesten intensiv diskutiert. mal unterstützend, mal harsch. mal zu mir, mal zu sich selber und mal zu anderen.

es freut mich, dass meine mehrere hundert beiträge ebenso viele kommentare bekommen haben. einige kenne ich, bei anderen ahne ich was. dritte wiederum habe ich noch nie gesehen, und werde mich wohl auch nicht face-to-face mit ihnen unterhalten.

und dennoch gehört ihr alle zur wachsenden stadtwanderer-gemeinde. 88000 seiten wurden diesen monat aufgerufen. am zweitmeisten innert 30 tagen, seit es diesen blog gibt. bezogen auf besuche sind es rund 45000, einzelne besucher hat mein zählwerk rund 25000 registriert.

damit gehört der stadtwanderer zu den a-blogs. in der schweizer blogger-hitparade ist er, von tagesschwankungen abgesehen, an 150. stelle. und weltweit kann er gerade unter 200’000 am meisten verlinkten mithalten.

eine grosse tat, die mich am meisten freut, hat der stadtwanderer vollbracht: „kaiserin adelheid“ wäre vor zwei jahren wohl selbst den meisten historikern kein begriff mehr gewesen. „der spiegel“ vergass die begründerin des mittelalterlichen römischen reiches 2006 schlicht, als man 200 jahre untergang des von ihr geschaffenen werkes gedachte.

doch ihr habt mir tatkräftig geholfen, gegensteuer zu geben!

meine beiträge zur bemerkenswerten frau aus bümpliz habt ihr schrittweise, aber kontinuierlich zunehmend aufgerufen, bis google den stadtwanderer bei diesem stichwort für die ganze internetwelt vor allem anderen listet. das heisst nicht anderes, als man sich hier über die gründerin des mittelalterlichen kaisertums informiert!

der berner spiegel, der so übers stadtwandern, über mich und meine fans entstanden ist, macht mir unverändert freude. er regt mich meisten an, selten auf. er fordert mich, stets für neues ein waches auge zu haben, und er hilft mir, erfahrenes zu verarbeiten, zu memorieren und zu verarbeiten.

das hält mich (gelegentlich im wahrsten sinne des wortes) wach.

wohl auch über silvester hinaus:

prosit neujahr!

und nun spiegle ich euch zurück. hier noch, was diesen monat am meisten beachtet wurde:

1. (vormals 1)
körpersprache des bundesrates
zirka 1050 direktviews
neujahrsfoto 2007, bundesrat, politik

2. (vormals 2)
auch aristoteles wäre für den baldachin gewesen
zirka 1030 direktviews
bern stadt, bahnhofumbau, griechisches philosophie

3. (vormals 5)
meinstein (3): was während einsteins berner jahre in der stadt geschah
zirka 560 direktviews
albert einstein, stadt bern, geschichte

4. (neu)
als ich ein schwarzes schaf war
zirka 420 direktviews
mein leben, wahlkampfstimmung, alltag

5. (erneut)
räume sehen und lesen lernen
zirka 410 direktviews
geschichte, raum und zeit, bilder lesen lernen

6. (erneut)
das leben der kaiserin adelheid
zirka 390 direktviews
burgunder, kaiserin, bümpliz

7. (neu)
12. dezember: bern bundesplatz
zirka 380 direktviews
bern stadt, politik, alltag

8. (neu)
die rebellion des bedrohten wortes
zirka 375 direktviews
buchbesprechung, kulturkritik, politische philosophie

9. (neu)
was eigentlich ist opposition im konkordanzsystem
zirka 370 direktviews
politik, svp-opposition, schweiz

10. (neu)
die befreiung
zirka 360 direktviews
bern stadt, alltag, politik nach blocher

stadtwanderer

ps:
was in diesem jahr am meisten beachtet wurde, findet sich unverändert in der spalte links (top 50)


Comments

No Comment

  1. bidu on Dezember 31, 2007 04:09

    trää-trä-trällärärää, dr bibu esch ämu secher ned dr selväschter. trää-trä-trällärärää, s\\\’aute joohr sterbt scho glii, u s\\\’noie werde baud geborre. trää-trä-trällerärärää, ig wönsche aune itze scho es guet nois, u mache mi uuf as landwanderer au miner nochbere go wecke, trää-trä-trällärärää …

  2. G. Lück on Dezember 31, 2007 11:39

    Häppi nju ijr, Stadtwanderr!

  3. weisses an bidu on Dezember 31, 2007 17:56

    Herzliche Glückwünsche, bidu, dass Sie nicht der Silvester geworden sind. Ich mag es Ihnen gönnen. Noch einen guten Rutsch ins Neue Jahr. Es soll Ihnen auch viel Glück und Erfolg bringen.

  4. weissnicht on Januar 1, 2008 02:18

    @ bidu

    Nun sind wir alle gerutscht und ich hoffe, alle harmonisch.
    Das Feuerwerk vom Uto Kulm rechterhand, gleichzeitig das vom Züriberg linkerhand und schlussendlich das vom Seebecken waren zwar sehr schön, zumal von den warmen Stube aus gesehen, nur ich werde immer Grüner, denn ich sah mehrheitlich nur den Qualm.

    Bidu, ich denke kaum, dass Dein Christstollenessen oder mein Geschriebenes auf der Stadtwandererseite etwas zu suchen haben.
    Wenn Du willst, erreichst Du mich unter \\\"weissnicht@windowslive.com\\\". Ist Dir freigestellt, nur ich hätte noch einen Fact mit Dir zu klären, der auf der Stadtwandererseite nun auch rein gar nichts zu suchen hat.

    Siehst Du, ich nehme halt Rücksicht auf den Stadtwanderer, er hingegen findet es nicht mal für nötig sich für mein nettes Weihnachtsgedicht zu bedanken.
    Bin halt auch eine beleidigte Leberwurst, auch wenn ich nicht der SVP angehöre.

  5. weissnicht an bidu on Januar 4, 2008 16:40

    Ein schlechter Charakterzug von mir ist meine Ungeduld, also schreib ich halt doch auf diesen Blog, auch wenn ich da nicht so schreiben kann, wie ich gerne möchte.
    Ich möchte mich bei Dir für den Satz, der Dir in den falschen Hals kam, entschuldigen. Hätte ich zu diesem Zeitpunkt vom Tod dieses Knaben gewusst, hätte ich den Satz mit Sicherheit nicht geschrieben, auch wenn er nur als Spass gemeint war. Erst am Tag darauf erfuhr ich, dass 16 Drogenkuriere sich durch einen Sprung aus dem Fenster retteten und der erstickte Knabe von einem Feuerwehrmann gefunden wurde. Ein Christbaum war da sicher nicht die Brandursache. Und da muss ich nun stoppen, denn sonst pfuttert mich Herr weisses wieder zusammen.
    Mich machte an diesem 24.12. die Ermordung der 7-jährigen Zwillinge in Horgen sehr traurig.
    Siehst Du, ich bin halt doch nicht so ein Gefühlsbolzen!
    Das Feuerwehr-Phänomen kam tags vorher im Farbfernsehen, ergo kommt das auch nicht direkt aus meinem Mund.
    Und wenn ich in der Schweiz einen munzig kleinen Teil zu einer guten Wirtschaft beitrage, wenn ich in diesem Land Steuern zahle, so habe ich auch das Anrecht in der Politik mitzureden. Ich gehe wenigstens regelmässig wählen und abstimmen, was man von ca. 65% der Schweizer nicht behaupten kann. Die faule Ausrede: \\\"Die machen ja eh was sie wollen\\\", bringt mich jeweils zur Weissglut.
    Also, nochmals sorry und auch
    ein Sorry an den Stadtwanderer, natürlich schon wieder wegen der Zweckentfremdung.

  6. bidu @ weissned on Januar 6, 2008 00:18

    es guets nois, weissnüd.

    ig ha a seuväster e chli öber sträng ghoue u drom beni grad echli ruhig gsi die nächt.

    das met de chend wo a wienachte si umcho het mi schwer troffe drom beni haut ou echli direkt gsi. weisch, bi üs seit me no was me dänkt! das met em satz es scho weder vergässe au wenns de arme chend nüd me brengt.

    ig cha sto verstoo dass me mängisch oruhig esch u grädiusse öppis schriibt. mach deer nüd drus.

    säg, hesch o gärn mezgete? ig ha die tage so komisch glöscht weu ig im herbst im spitu gsi bee u för einisch hets kein blut- u läberwörscht gee. u jetzt wo mer sech öbers johreändi so gedanke gemacht het hani grad müsse merke wie meer das im letzte joor gfäut het.

    wenni nome wöst wo s\\\’itze no so fröschi sache gäb …

  7. weissned @ bidu on Januar 6, 2008 15:29

    Ich kann gut verstehen, dass Dir im letzten Herbst etwas gefehlt hat, denn auch ich liebe die Metzgete.
    In Zürich kann man auch in den Wintermonaten jeweils am Dienstag in diversen Metzgereien frische Blut- und Leberwürste kaufen, also sollte das ja auch in Bern der Fall sein.
    Falls Du jemand kennst, der von Zürich aus in Deine Richtung fährt, so soll er Dir doch diese Würste bei Marinello im Shop Ville besorgen. Die verkaufen für meinen Geschmack die besten Leberwürste. (Bekomme ich jetzt von Marinello eine Extrawurst für diese Schleichwerbung?)

    Hoffentlich hast Du Dich von Deinem Spitalaufenthalt gut erholt.

    Wenni nome wöst, wär dr Bidu isch ????

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