die grosse serie: burgund in bern (vorschau)

“ach, du mit deinen burgundern! das glaubt doch niemand, dass die mal hier waren und man davon auch noch was merken würde. burgund ist ein feines weingebiet in frankreich, – santé!”

das ist zwar nicht die einizige reaktion, die ich zu meinen burgundergeschichten auf dem blog zu hören bekomme. es ist aber ein häufige. man kann einfach nicht verstehen, wie bern und beaune zusammengehören sollen. die räume sind so weit weg, die kulturen sind so unterschiedlich ausgeprägt, und schliesslich haben die berner gemeinsam mit den eidgenossen die burgunder-herzöge bei grandson und murten besiegt! was also soll das alles?


karte, die ich jüngst bekommen habe, und die mich motiviert hat, die serie zu den burgundern zu verfassen!

burgund – was ist das eigentlich?

ich will mich erklären: ich will meinen interessierten klar machen, wer die burgundiones oder burgunden eigentlich waren, woher sie kamen, wo sie ihr königreiche aufbauten, weshalb sie immer wieder besiegt und beherrscht wurden, warum sie dennoch nicht untergingen, wie sich das burgundische erbe in verschiedene richtungen auflöste, warum es rund um beaune heute noch besteht, während die burgundischen wurzeln in bern fast ganz in vergessenheit geraten sind.

es wird kein vollständiges geschichtswerk werden über die burgunder, – eher ein exemplarisches. es soll aber zeigen, wie wanderung und landnahme, herrschen und beherrscht werden, kulturerzeugung und -vermittlung zusammenhängen, um eines zu verstehen: wie weit muss man in der berner kultur graben muss, um die das burgundisch-katholische, feudale-fränkische, imperiale-lateinische unter dem bernisch-eidgenössisch-schweizerischen wieder aufzufinden. es geht also darum, das mille-feuille von lebenslagen, die uns heute bewusst sein, abzutragen, um bis aus den teig zu gelangen, der eigentlich alles von unten stützt!

die motivation

machen wollte ich das ja schon lange. motiviert hat mich aber eine karte, die ich dieser tage von heidi ramseier, einer lebensgefährtin von sergius golowin seit den 60er jahren, aus bern bekam: sie hat mit dem berner schriftsteller etliche male den krönungsort rudolfs und berta als burgundischer könig und königin, das kloster st. maurice, besucht, – und auch viele seiner bücher hierzu und zu ihrer tochter adelheid gelesen.
und an meine adresse richte sie: “Es ist gut, dass hier und da jemand die Bevölkerung an die vielfältigen Wurzeln unserer Kultur, auch an die immer mehr aus dem Bewusstsein des Volkes verschwindenden Burgunderkönige, erinnert!”

die übersicht über das, was kommt!

na denn, lesen sie ab morgen in loser folge die serie über die burgunder, unter anderem zu:

. die burgunden, – ein ostgermanisches volk
. von den wilden burgunden
. im zeichen der wasseruhren
. das gedächtnis der ortsnamen
. gleich drei burgund beerben die morbinden karolinger
. burgund und katholizismus: cluny und cîteau
. burgund im kaiserreich: barone und städte im kampf um die vorherrschaft über das mittelland
. burgund unter französischer krone: die opposition der mächtigen herzöge von burgund
. das ende der burgundischen herrschaften

und natürlich: burgund: mehr als nur guter wein!

stadtwanderer (im burgundischen bern)

cal

ich bin der berner stadtwanderer. ich lebe in hinterkappelen und arbeite in bern. ich bin der felsenfesten überzeugung, dass bern burgundische wurzeln hat, genauso wie ich. also bin ich immer wieder auf der suche nach verästelungen, in denen sich die vergangene kultur in meiner umgebung versteckt hält.

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