der bundesrat stellt sich hinter die eigenen raumplaner, die bern nicht als metropolitanraum, aber als hauptstadtregion eingestuft haben. in der kurzen begründung auf eine interpellation des stadtberner fdp-nationalrates christian wasserfallen hält er fest: diese einteilung komme «der Realität am nächsten».

symtomatisch: das hotel metropol in bern trägt einen neuen namen. und die stadt selber wird wohl keine schweizerische metropolregion.

aus bundesrätlicher sicht ist bern weder mit zürich-basel, noch mit genf-lausanne vergleichbar. das schwergewicht liege bei der nationalen politik, nicht bei der globalen vernetzung ökonomischer natur.

das heisst nach bundesrätlicher sicht nicht, dass man die hauptstadtregion bei der subventionierung wichtiger bauvorhaben zurückstufen werde. man habe kein interesse, die eigene hauptstadt von der übergeordneten entwicklung auszuschliessen: „Die Verwendung der Mittel werde sich aber nach den Bestimmungen in den verschiedenen Spezialgesetzen richten.“

damit blockiert die bundesregierung die absicht der kantonsregierung, die grossregion bern zu einem metropolitanregion aufzuwerten. natürlich ist das schade, irgendwo aber auch nachvollziehbar: denn der kanton bern wird in diesem prozess lernen müssen, proaktiver zu handeln und die umliegenden kantone besser einzubeziehen.

nicht verdriessen lassen will sich die stadt bern. sie kämpft für eine gleistellung ihrer stadt mit basel. der bundesrat lässt da eine kleine türe offen. der raumbericht werde erst 2009 in seine definitive form gebracht. bis dann kann man mit guten argumenten lobbyieren.

werde schauen, dass das thema weder im schnee von heute versinkt, noch zum schnee von gestern wird.

stadtwanderer


Comments

5 Comments so far

  1. Röstigraber on Dezember 17, 2008 18:37

    gottfried stutz! die diskussion ist wichtig aber es ist doch nicht entscheidend, wie der bund oder der kanton bern oder der papst oder uno oder weiss nicht welche institution der region sagen. wichtig ist vielmehr was man/frau, d.h. wir alle, aus der region machen! denn eines ist bei all der namensdiskussion unbestritten: metrobern bietet mehr! die region schöpft ihr potential bei weitem nicht aus und verliert dadurch stetig an anziehungskraft! hier gilt es anzusetzen. was können wir alle tun, damit metrobern (wieder) die attraktion und den stellenwert bekommt, den sie effektiv verdient!!

  2. bärbi on Dezember 17, 2008 22:17

    lieber stadtwanderer, da war ich doch gestern tatsächlich im bundeshaus an einer führung. Und da habe ich doch den führer darauf angesprochen, warum er von Bern als Hauptstadt rede, ich habe doch in der schule gelernt, das sei eben die bundesstadt wegen des förderalistischen grundgedankens. da gab mir der mann recht (hatte übrigens tatsächlich die Schweizer geschichte bei 1291 angefangen!! …) Bin ich tüpflischiiserisch – und wem helfe ich da nun mit dieser haltung? muss ich jetzt untertauchen in metrobern?Anyway, I spoke my mind 🙂

  3. stadtwanderer on Dezember 18, 2008 08:25

    die sache ist klar, bern wurde 1848 bundesstadt. ausdrücklich nicht hauptstadt.
    doch das ist ein echter helvetismus. mit dem englischen ist die funktionale betrachtungsweise aufgekommen, und demnach hat jeder staat eine hauptstadt.
    lakonisch könnte man es auch so sagen: mit dem neuen raumbericht der raumplaner wird die bundesstadt wenigstens hauptstadt.

  4. Mischa on Dezember 18, 2008 12:37

    ich habe den bericht der bundesräte gelesen. das haben wir nun davon, dass schon bald kein berner mehr im bundesrat vertreten ist 🙁

    spass beiseite. das gottfired stutz des röstigrabers unterstütze ich. keine reaktion weder von der kantonalen- noch von der stadt- regierung. kein plan, kein kommentar, keine vereinigung zur rettung berns, noch eine müde stellungnahme. einfach nichts!???!!!

    aufruf: liebe gewählte und wieder zur wahl stehende politiker, nehmt euch (nicht nach berner manier „dann wenn es zu spät ist“) dem thema doch endlich mal an. Christian Wasserfallen hat doch so schön begonnen. nun wäre es doch an Euch bern zu stärken. bern zu einer vergleichbaren region wie zürich und genf, oder zumindest wie basel zu machen. auch ohne internationalen flughafen sollte dies möglich sein. tip; steuern senken wäre ein guter beginn…..

  5. stadtwanderer on Dezember 18, 2008 15:43

    kicher!

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