heute abend haben ich meinen kurs für gemeindepolitikerInnen aus dem kanton bern. ich bin gespannt. die aktualität hat mich momentan stark gepackt, und deshalb versuche ich heute abend etwas ganz anderes.

415867361_ff016246eddas bwd – vis-à-vis des stade de suisse, wo ich politische theorie für praktikerInnen unterrichte
politische theorie soll ich den kommunalpolitikerInnen beibringen. drei stunden habe ich dafür. das geht sicher nicht. nur schon weil die abgrenzung zwischen politischer philosophie und politischer theorie schwierig ist, aber auch zwischen politologischer theorie und politischer theorie gibt es keine scharfe trennlinie.

so habe ich mich entschieden, meine leute abend zu fragen: was ist eine gute politik? darüber sollen sie mal nachdenken, sich ausdrücken, und sie sollen versuchen, ihre vision zu formulieren. dann, im zweiten teil will ich fünf fragen behandeln, die aus der griechischen politphilosophie, aus der aufklärung und aus den gegenwartstheorie stammen.

das sind sie:

erstens, was ist besser: die weisheit des königs oder die weisheit aller?
zweitens, was sind die vor- und nachteile des kleinen und des grossen raumes in der politik?
drittens, soll sich der staat konfessionelle neutral verhalten, oder in konfessionalen fragen stellung beziehen?
viertens, haben wir heute noch gewaltenteilung oder nicht mehr wirklich?
fünftens, kann man gerechtigkeit überhaupt definieren?
sechstens, leben wir heute in der ersten oder in der zweiten welt, der realität oder fiktionalität?

mal sehen, wie die politiker und politikerinnen darauf reagieren? – diskussionsbeiträge auf dem stadtwanderer sind durchaus erwünscht!

stadtwanderer


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