heute am frühen abend geht es mit dem tschutschu durch einen teil der stadt fribourg. meine gäste sind die regierungen der kantone freiburg und zug. meine leserinnen des „stadtwanderers“ erhalten die Informationen zur stadtführung schon mal vorab!

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meine damen und herren staatsrätInnen von freiburg und regierungsrätInnen von zug, sehr geehrte staats- und landschreiberInnen der genannten kantone!

sie kennen mich wohl vom fernsehen her oder als institutsleiter von gfs.bern. der politologe ist meine berufliche seite. von ausbildung her bin ich historiker, seit vielen jahren auch stadtwanderer und geschichtenerzähler. in der stadt freiburg bin ich sogar geboren worden, mein vater ist von hier, und meine mutter kommt aus cham im kanton zug. dieser staatsempfang ist also wunderbar dafür geeignet, dass ausgerechnet ich ihnen etwas aus geschichte (und gegenwart) von stadt und kanton freiburg erzähle. nur wandern wir heute nicht, sondern fahren mit dem tschu-tschu durch freiburg.

fribourg auf französisch, freiburg auf deutsch, ist eine zähringer gründung. der ursprüngliche name lautete fribor, die freie festung. die zähringer kamen aus dem gebiet von breisach am rhein, gründeten mit freiburg im breisgau ihre erste stadt und haben im westlichen mittelland der heutigen schweiz städte wie bern und burgdorf aus dem boden gestampft – aber auch solche wie murten, thun oder moudon neu aufgebaut. ihr ziel war es, eine strasse von ihrem stammsitz bis lausanne zu erhalten und unterhalten, mit der sie den wasserverkehr zwischen rhein und rhone auf dem land verbunden hätten. damit wären sie zu herrschern europas geworden. ganz erreicht haben sie dieses ziel nicht, denn in murten, moudon und thun war fertig mit der schwäbischen kolonisation. wären die zähringer bis zum mittelmeer bei marseille gekommen, hätten sie die burgundische königskrone bekommen, die ihnen kaiser lothar III. versprochen hatte. kaiser friedrich I., bekannt als barbarossa, interessierte dies nicht. er heiratete 1156 eine burgundische prinzessin und erhob so anspruch auf die königskrone burgunds. die zähringer herzöge speiste er mit der weltlichen aufsicht über die bistümer genf, lausanne und sitten ab. dem verdankt freiburg aber seine gründung, denn die Stadt entstand, um den burgundisch geprägten lokaladel westlich des üchtlandes zu beherrschen. das ist den zähringern auch ganz passabel gelungen.
1218 starben die zähringer in der manneslinie aus. ihre erben werden die grafen von kyburg, mit dem stammsitz oberhalb von winterthur. doch auch den kyburgern gelang es nicht, sich dauerhaft zu etablieren und sie starben ihrerseits 1263 aus. ihre nachfolger waren die grafen von habsburg, die zwischenzeitlich zu römisch-deutschen königen aufgestiegen waren. 1277 erwarb rudolf von habsburg die stadt fribourg. während gut 200 jahren sollte sie habsburgisch bleiben und den westlichen aussenposten eines rasch anwachsenden herr-schaftsgebiets werden, das in wien sein weit entferntes zentrum hatte. die lage freiburgs als vorderösterreichische landstadt verschlechterte sich 1415, denn im gefolge der habsburgerkriege zwischen 1315 und 1474 entstand die eidgenossenschaft – um fremde herrschaften zu verdrängen und sich selber zu verwalten. 1370 übernahm man die leitung der eigenen kirchen; 1393 erhielt die eidgenossenschaft ein gemeinsames militärisches aufgebot. die tagsatzung bildete die zentrale institution der alten eidgenossenschaft. 1415 eroberten die städte bern, luzern und zürich die habsburgische stammlande im aargau, das so zum ersten untertanengebiet unter eidgenössischer führung wurde. für fribourg bedeutet dies, noch stärker vom habsburgischen gebiet abgesondert zu sein, denn nun bildete rapperswil den nächstgelegenen habsburgischen brückenkopf. 1448 kam die stadt unter savoyische führung. viel mehr an gemeinsamkeiten war da aber nicht, sodass der einfluss der eidgenossenschaft, inbesondere der stadt bern, auf fribourg wichtig wurde. 1475 besetzte man gemeinsam die savoyische waadt, insbesondere die stadt murten, was zum angriff des herzogs von burgund auf murten führte. am 22. juni 1476 gewannen die berner und freiburger, unterstützt von den eidgenossen, die schlacht gegen karl den kühnen. freiburg wurde nun reichsstadt, schloss sich schon 1481 aber der eidgenosschaft an und sollte da auch bleiben.

die stadt selber bestand ursprünglich aus dem zähringischen burgum auf dem felsen hoch über der saane. die kyburger erweiterten das burgum richtung saane durch die unterstadt. die habsburger vergrösserten freiburg ihrerseits richtung murtentor, richtung platz python und durch die neuenstadt diesseits der sprachgrenze. an der wende vom 14. zum 15. jahrhundert hatte die stadt ihre grundstruktur erreicht. sie wuchs am ende des 16. jahrhunderts durch die gründung des collège st. michel auf dem höchsten punkt des stadthügels. in der zweiten hälfte des 19. jahrhunderts kam das bahnhofsquartier hinzu, vor allem seit den 60er jahren des 20. jahrhunderts wächst fribourg immer mehr aufs land hinaus, denn die agglomeration fribourg gehört zu den gesamtschweizerisch am stärsten expandierenden urbanen gebieten.
ihr herrschaftsgebiet dehnte die stadt freiburg unter habsburgerzeiten auf die alte landschaft aus, dass heisst auf einen kreis von 3 marschstunden oder 20 kilometern radius. mit dem beitritt zur eidgenossenschaft dehnte man sich in verschiedene richtungen aus. 1536 eroberte man gemeinsam mit bern die waadt. freiburg verfolgte damals das ziel, einen direkten zugang zum lac léman zu erhalten, wurde aber von bernischem herrschaftsgebiet gänzlich umkreist. das galt damals auch für die grafschaft greyerz. der comte de gruyères gab seine eigenständigkeit 1555 auf und der grossteil seiner gebiete kam zu freiburg. seine heutige form bekam der kanton freiburg 1803 mit der integration des murtenbiets, das seit der schlacht bernisch-freiburgisches untertanengebiet gewesen war.

es gehört zum schicksal freiburgs, immer ein wenig eingeschlossen gewesen zu sein: zuerst als habsburgerstadt im savoyischen umfeld, dann als katholischer ort mit reformierten nachbarn. erst in jüngter zeit konnten sich stadt und kanton davon emanzipieren und sich als weltverbundene brückenstadt über der sprachgrenzen eine neue identität verschaffen.
mehr dazu an unserer nächsten station.

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wir haben soeben das berntor freiburgs passiert und die bernbrücke überquert. jetzt sind wir im quartier klein st. johann, das zur kyburgischen stadterweiterung gehört. das gibt mir eine gute gelegenheit, etwas zum verhältnis von freiburg und bern zu erzählen. beide städte entstanden in der zweiten hälfte des 12. jahrhunderts, einer phase der klimaerwärmung, die um das jahr 1000 begann und zirka 1300 endete. mit der klimaerwärmung nahm die bevölkerungszahl zu, was die neuordnung des raumes ermöglichte. stadtluft stinkt heute bisweilen – damals machte sie frei. denn die landleute, die ein jahr und einen tag in einer stadt lebten, waren freie. fribor ist ja fast schon eine programmatische ansage.

bern erhielt beim aussterben der zähringer ein obrigkeitliches privileg, denn die stadt wurde von kaiser friedrich II. als eine der ersten städte im reich zur reichsstadt erhoben. damit war bern nur dem römisch-deutschen könig unter-stellt. das war in freiburg anders, denn der südschwäbische hochadel gab sich hier abwechslungsweise die hand. 1294 bekam bern von könig adolph von nassau gar das recht zugestanden, den stadtherrn oder schultheissen selber zu bestimmen. sein nachfolger, albrecht von österreich, dachte da anders; er übte vermehrt direkten einfluss auf seine städte aus, so auch auf freiburg. in bern misslang ihm das. dazu gehörte, dass ein kleiner freiherr in oberwangen vor bern mit der wahl von albrecht die stadt bern militärisch provozierte. im gefecht am dornbühl wurde er vernichtend geschlagen und seine burg wurde dem boden gleich gemacht. Überhaupt; bern expandierte damals inbesondere durch den kauf laupens, wo der erste bernische landvogt eingesetzt wurde. damit geriet man in einen direkten konflikt mit der stadt freiburg. im gümmenenkrieg 1333 wurde die stadt gleichen namens weitgehend zerstört und sie sollte sich nie mehr davon erholen. nur 6 jahre später entbrannte ein weiterer krieg um die herrschaft laupens. freiburg mobilisierte habsburg und den burgundischen adel und selbst der kaiser kam nach laupen. bern bot seinerseits die verbündeten der innerschweiz auf. erneut siegte die aarestadt. in der folge anerkannte das haus habsburg bern als gleichwertigen partner. mit freiburg dauerte der frie-densschluss länger. erst 1403 war man soweit. nur zwei jahre später beteiligten sich die freiburger aber wiederaufbau der abgebrannten stadt bern, was man dem nachbarn nie vergessen hat.
seit 1454 verwalteten bern und freiburg die grasburg im schwarzenburgerland gemeinsam. 1475 machte man definitiv gemeinsame sache, denn freiburg unterstützte bern in seinem krieg gegen karl den kühnen. hätte man in murten nicht gesiegt, wäre es nicht nur für bern, sondern auch für freiburg schwierig geworden. doch so eröffnet sich freiburg durch vermittlung berns an der seite solothurns der eintritt in den bund der eidgenossen. gemeinsame herrschaften über orbe, echallens und murten vertieften die herrschaftlichen verflechtungen zwischen den nachbarn bern und freiburg.

die frühen beziehungen zwischen freiburg und zug fallen deutlich geringer aus. trotz gemeinsamkeiten durch die herrschaft der kyburger und habsburger be-gegnete man einander bis 1477 nicht. an der zuger fasnacht dieses jahres ent-stand der sogenannte saubannerzug, mit dem sich die zuger jungmanschaft unkontrolliert von der obrigkeit in richtung genf bewegte, um eine kriegskontri-bution aus den burgunderkriegen einzutreiben. die landjugend wurde immer zahlreicher und kriegslustiger, indem sie auch städte unterwegs bedrängte. damit machten die eidgenossen 1481 schluss. mit dem stanser verkommnis wurden nicht nur freiburg und solothurn in den bund der eigenossen aufgenommen, es wurden auch angriffe von eidgenössischen orten auf andere eidgenössischen orte untersagt. geregelt wurde damals auch die beuteverteilung: neu eroberte gebiete sollten zu gleichen teilen an alle orte gehen, gemachte beute sollte zu gleichen teil an alle soldaten verteilt werden. gross und klein wurden damit bedient. ein wenig wird man an die spätere regelung von abstimmungen mit stände- und volksmehr erinnert. in der folge dominierten die gemeinsamkeiten zwischen freiburg und zug. beide orte entscheiden sich während der reformation aus zürich beim alten glauben zu bleiben. 1580 schlossen sich freiburg wie zug dem katholischen goldenen bund an, der im sinne der gegenreformation wirkte. 270 jahre später blieben die konfessionellen gemeinsamkeit bestimmend: zuerst zug, dann auch fribourg traten dem sonderbund gegen den werdenden bundesstaat bei, mussten aber die militärisch erzwungene auflösung im sonderbundskrieg 1847 hinnehmen. damit stand man auf der verliererseite. das wirkte sich auch auf die ersten volksabstimmungen aus: 1872 und 1874 verwarfen beiden kantone die revisionen der ersten bundesverfassung. 1848 hatte zug auch diese abgelehnt, freiburg ihr zugestimmt, aber nur, weil nicht die stimmbürger, sondern der grosse rat darüber entschied. der oppositionelle konservatismus in zug und freiburg mässigte sich mit der modernisierung von wirtschaft und gesellschaft in der zeit nach dem zweiten weltkrieg. davon zeugt das ja beider kantone zur heute gültigen bundesverfassung aus dem jahre 1999.

über den beitrag freiburgs zur eidgenossenschaft werden wir an der dritten und letzten station noch etwas mehr hören.

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stadt und kanton freiburg haben vier wichtige beiträge zur eidgenossenschaft geliefert. davon will ich zum abschluss etwas erzählen.

der erste beitrag ist für viele der überraschendste. sie alle haben in der schule noch gelernt, die eidgenossenschaft sei 1291 durch den bund der innerschweizer orte begründet worden. die heutige geschichtswissenschaft sieht das anders, denn bundesbriefe analog jenem von 1291 fand man dutzendweise. und: der älteste davon wurde 1239 in freiburg verfasst. er regelt das bündnis zwischen dieser stadt und avenches. 1243 kam bern hinzu, 1245 murten. heute nennt man das die burgundische eidgenossenschaft, die älteste aller eidgenossenschafen, die bis zum ende des 14. jahrhunderts zu einem umfassenden bündnis von städten, bischöfen und grafen angewachsen war.

aus dem eher lockeren verband, der namentlich in zeiten der abwesenheit einer geregelten herrschaft auf königlicher ebene galt, entwickelte sich schrittweise eine organisation, die kirche und militär regelte und die den alpenquerenden verkehr kontrollierte. 1450 wurde die mitgliedschaft in der eidgenossenschaft exklusiv – umgekehrt anerkannten äussere mächte wie frankreich, burgund und habsburg dieses bündnissystem. 1499 erreichten die eidgenossen mit ihrem sieg im schwabenkrieg, vom kaiserreich ausgenommen zu werden. die reichsreform von 1500 machte man entsprechend nicht mehr mit. 1516 regelte man auch das verhältnis zu frankreich. man war unabhängig, erlaubte aber, regelmässig eine stattliche zahl an söldnern zu rekrutieren. genau dies eröffnete freiburg als mitglied der eidgenossenschaft die möglichkeit, einen zweiten, wichtigen beitrag zu leisten. denn der vertrag mit frankreich wurde in freiburg unterzeichnet, was zum eigentlichen programm wurde. hier etablierten sich mehrere söldnerführer-familien, die für frankreich, aber auch savoyen oder genua, junge männer rekrutierten und exportierten. mit den jungs, die etwas von europa gesehen hatten, kamen aber auch neue denk- und lebensweisen in die provinz zurück. vereinfachend fasst man das als renaissance zusammen. gemeint ist damit die wiedergeburt römischer sitten im alltag. in freiburg prägte die renaissance nicht nur das gesellschaftsleben des 16. jahrhunderts, sie wirkte sich auch auf die architektur und baukunst aus. denn bis heute zeugen einige paläste aus dieser zeit vom neuen geist. statt anspruchsvolle gotische kirchen zu bauen, war jetzt angesagt, schlossähnliche wohnungen zu erstellen. das heutige kunsthistorische museum, der ratzé-hof, ist ein solcher bau – finanziert mit dem einkommen vom söldnerführer jean ratzé, kommandant der schweizer garde in lyon.

gleichzeitig mit der ratzehof entstand in freiburg auch das collège st. michel. die lage auf dem höchsten punkt deutet an, dass es sich hier um ein neues herr-schaftszentrum handeln würde. denn die jesuiten, die das damalige collegium eröffneten, sollten bis ins 19. jahrhundert die stadt prägen und freiburg seine dritte grosse bestimmung in der schweiz geben: die realisierung der gegenre-formation und die formierung eines streng konservativen katholizismus. in frei-burg führte die gegenreformation zu einer zweiten welle neuer klöster, so jenen der kapuziner und ursulinen. die führende persönlichkeit dabei war der heilig gesprochene pater canisius – ein anti-luther, der die macht und kraft des wortes erkannte, vorbildlich predigte, aber auch eine bücherei mit druckereien eröffnete, welche die christen auf den richtigen weg führen oder auf diesem behalten sollten. es mag zufall sein, doch der letzte freiburger, der grosses kino in der schweiz spielte, passt gut in die freiburgische ambilvalenz zwischen renaissance und gegenreformation. daniel vasella, ein sohn freiburgs, in zug als steuerzahler gern gesehen, ist ein absolvent der freiburger eliteschule. und so blieb er bis in die heutigen tage hinein ein papsttreuer, allerdings einer, der die lebensfreude, angriffslust und prassucht der renaissance ebenso wie den katholizismus verinnerlicht hat.

der vierte beitrag freiburgs zur schweiz ergibt sich aus der rolle des kantons bei der durchsetzung der mediationsverfassung 1803. im vorjahr hierzu war die schweiz in einen bürgerkrieg verwickelt worden, den sogenannten stecklikrieg, von den konservativen bauern der innerschweiz nach der ersten volksabstim-mung unter der oberhoheit der franzosen angezettelt. die französischen besatzer flüchteten von bern zunächst nach murten, dann nach lausanne. napoléon bonaparte intervenierte nun nicht mehr militärisch, sondern diplomatisch. dabei spielte der vormalige freiburger schultheiss louis d’affry eine herausragende rolle. der aristokrat mit gemässigter gesinnung hatte sich in französischen sold-diensten ausgezeichnet und verfügte so über gute beziehungen nach paris. er war mitglied der helvetischen regierung von 1803, bestehend aus drei männern, die im jahresrhythmus den vorsitz einnahmen. d’affry war als erster dran und so wurde er zum ersten landammann der schweiz, einer mischung aus schweizer könig und bundespräsident. freiburg war so formell auch ein jahr hauptstadt der republik. verdient gemacht hat sich d’affry durch seine vermittelnde position zwischen konservativen und liberalen, die in der folge die politischen geschicke des 19. jahrhunderts prägen sollten und erst 1891 friedlich vereinigt werden konnten. in freiburg selber sollte es allerdings zu heftigen konfrontationen, vor allem um die schulfrage, kommen. denn mit der niederlage im sonderbundskrieg musste die konservative führung abdanken und sie wurde durch eine radikale regierung abgelöst. die machtverhältnisse verschoben sich von der kirche zum staat. nach wenigen jahren setzten sich die konservativen erneut durch und so entstand im kanton freiburg die katholisch-konservative partei, die den kanton bis zum zweiten weltkrieg als mehrheitspartei führen sollte. danach ging man auch bei der regierungsbildung freiburgs zum heute vorherrschenden pluralismus über – mit vertretern von fdp, sp, vorübergehend auch svp und neu mit einem mitglied der grünen. vor einem jahr kam es zur ersatzwahl für cvp-staatsrätin isabelle chassot, die an die spitze des bundesamtes für kultur befördert worden war. dabei standen sich ein cvpler und ein sozialdemokratischer kandidat gegenüber, und das ergebnis war bekanntermassen knapp zugunsten der rechten Mehrheit. bei den freiburger bundesräten ging es in die andere richtung: denn mit alain berset vertritt heute ein sp mitglied den kanton freiburg in der bundesregierung. vor ihm waren joseph deiss von der cvp dran, davor jean bourgknecht und noch mehr vorher jean-marie musy, beides vertreter der katholisch-konservativen.

brücken über schluchten und kulturen zu bauen, netzwerke unter eidgenossen zu schaffen, bewusstsein für den ausgleich von stadt und land herzustellen, aufmerksamkeit für regionale identitäten zu generieren, politische repräsentation der verschiedenen bevölkerungsteile in behörden zu ermöglichen und eine regierung, die mehr als nur 50 Prozent der wählenden integriert, waren in freiburgs geschichte nicht immer ein selbstverständlichkeit. doch all diese merkmale haben sich entwickelt und sie bilden wesentliche bestandteile der konkordanz, für die fribourg bei allem sendungsbewusstsein, das dem kanton geblieben ist, heute weitgehend steht. jenseits aller entgangener bundessubventionen, die gesamtschweizerisch auch ihr gutes haben!

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