Besuch der Ruine Gerenstein (in Berns Nähe)

Am 2. März 1298 gewann die Reichsstadt Bern die Schlacht am Dornbühl gegen das habsburgische Freiburg. In der Folge zerstörte Bern die Burgen des feindlichen niederen Adels in ihrer eigenen Nähe, so auch die des Freiherren von Gerenstein auf dem Gebiet von Bolligen. Ortsbesichtigung und Geschichtsrekonstruktion.

Die Oertlichkeit
Zweigt man von der Hauptstrasse zwischen Bolligen und Krauchtal ab, um die Ruine Geristein, wie sie heute heisst, zu besuchen, steht man zuerst vor einem imposanten Felsen mit einem grossen Loch. Steigt man dann zur Ruine hoch, erkennt man den Sandstein, der den Felssporn bildet. Er ist porös ist und bröckelt, wo er nicht von Erde bedeckt wird. Der letzte Teil ist steil, übe eine nur schlecht gesicherte Treppe erreichbar.
Oben angekommen sieht man noch Teile eines ritterlichen Rundturms, die immer noch seine savoyische Gestalt verrät.


Was geschah nach den Zähringern
Wie kam es dazu, dass die Burg vor 732 Jahren geschleift wurde? Um das zu verstehen, muss man tief ins 13. Jahrhundert eintauchen. In der Geschichtsschreibung spricht man auch von der Zeit der “Anarchie der Adeligen”, weil sie gerade im Mittelland so häufig in wechselnden Koalitionen gegeneinander kämpften.
Alles beginnt mit Bern und Freiburg. Beide Städte waren von den Herzögen von Zähringen gegründet worden. Nach deren Aussterben 1218 entwickelten sie sich aber unterschiedlich. Das sollte man auch in Gerenstein zu spüren bekommen.
Freiburg, 1157 auf Zähringer Gebiet gebaut, gehörte zum herzoglichen Erbe, das an die Grafen von Kyburg (bei Winterthur) ging. 1277 kam die Stadt an die Habsburger, zwischenzeitlich Könige im Reich.
Bern war auf Reichsgebiet gebaut worden, das beim Aussterben der Herzöge an den Kaiser ging. Er machte Bern zur Reichsstadt, die ihm direkt unterstand. Doch verstarb Friedrich II. 1250, sodass Berns Status unsicher wurde,
Die Kyburger hätten Bern gerne eingenommen, doch die Grafen von Savoyen, mächtig aufgestellt in der Waadt, verhinderten dies, indem sie sich schützend über die verwaiste Reichsstadt stellten.

Berns burgundische Eidgenossenschaft
Zur ihrer weiteren Sicherung entwickelte Bern weitere Beziehungen, burgundische Eidgenossenschaft genannt. Dazu gehörten Bündnisse mit der Stadt Biel und dem Reichsland Hasli.
Genau das missfiel König Rudolf von Habsburg. 1288 versuchte er die Stadt Bern einzunehmen, blieb aber erfolglos. Erst ein Jahr später gelang dies seinem Sohn, ebenfalls Rudolf genannt.
Bern kam dennoch nicht zu Habsburg, musste aber dem König eine hohe Kriegssteuer bezahlen.
Das führte zu einer grossen Krise. Schultheiss Ulrich von Bubenberg wurde 1293 abgesetzt. Dafür stützte Bern den Grafen Adolf von Nassau, der 1292 zum Nachfolger von Rudolf von Habsburg neuen König gewählt wurde. Er bestätigte der Stadt den bisherigen Status.
Doch blieben die Habsburger die Rivalen im Reich. Im Lokalen erhöhte das die Spannungen zwischen Bern und Freiburg. Mittels Fehde kämpfte man um die Vormachtstellung im Sense-Saane-Raum, der mit den Reichsburgen Gümmenen, Laupen und Grasburg von hoher Bedeutung war.


Reichsgebiete und Adelsherrschaften um 1291 auf dem Gebiet der heutigen Schweiz (Quelle: Historischer Atlas der Schweiz, 2021)

Die Schlacht am Dornbühl
Daraus entstand die Schlacht am Dornbühl. Den Namen hat sie vom dornenhaltigen Hang, auf dem das Treffen stattfand. Es reichte von den Toren im Westen der Stadt bis ins heutige Oberwangen Richtung Flamatt.
Bern wurde bei der Schlacht von den Städten Solothurn und Biel unterstützt, auch von den Grafen von (Neu)Kyburg resp. von Aarberg. Selbst das Hasli stand auf ihrer Seite.
Ihr gegenüber waren die Stadt Freiburg, die Grafschaften von Neuenburg und Greyerz, die savoyische Waadt und zahlreiche deren Gefolgsleute, die sich teils kurzfristig auf die Bern-feindliche Seite begeben hatten.
Unbekannt ist die Zahl der Beteiligten resp. Toten. Nur Ulrich von Erlach kennt man als Heerführer der siegreichen Berner.

Die weiteren Folgen
Dafür weiss man, dass Bern nach der Schlacht in die Offensive ging. Sie zerstörte sofort drei Burgen von Kleinadeligen in ihrer nahen Umgebung: die
. des Freiherrn von Belp-Montenach und des Freiherrn von Gerenstein, die beide zu Savoyen gehalten hatten, und
. die des Ritters von Wangen, der zu Freiburg gestanden war.
Bern übernahm auch die Kirchenrechte in Muri, Bolligen, Stettlen und Vechigen. Damit sicherte man sich Verbindungswege nach Burgdorf und ins Haslital. Man kann das auch als Beginn der städtischen Territorialpolitik sehen.
Schliesslich verstärkte sich Bern mit einem kleinen Städtebund, das nun nebst Biel auch Solothurn und Murten umfasste.
Beendet waren die Spannungen mit Freiburg allerdings nicht. Denn König Adolf von Nassau noch 1298 mit Albrecht von Habsburg einen Gegenkönig und verstarb kurz danach. Bis weite ins 14. Jahrhundert blieb das ursprünglich freundschaftliche Verhältnis zwischen den beiden Zähringerstädten kriegerisch.

Das Ende der Freiherren von Gerenstein
Ohne Burg fanden die Freiherren von Gerenstein ein rasches Ende. Sie sollen bereits anfangs des 14. Jahrhunderts ausgestorben gewesen sein.
Ihre Ruine wurde von Bolligen übernommen, später an weltliche und kirchliche Adelige verkauft, bis sie 1528 bei der Säkularisation durch die Reformation an Bern kam.
1975 wurde die Ruine restauriert, und seither ist sie ein beliebter Ausflugsort im Nahgebiet von Bern.
So auch für @neverbar und den @stadtwanderer_ am heutigen Bärzelistag 2022, wie man in Bern dem Berchtoldstag sagt. Er soll ja auch an den Stadtgründer Berchtold V. von Zähringen erinnern.

Berns Steine

Es ist ein schön gemachtes Doppel-Buch. Die kleinere Ausgabe ist ein Wanderführer mit zahllosen Stationen und Kurzbeschreibungen. Die grössere trägt den Untertitel «Basisband» und enthält eine Geschichte der Steine, mit denen die Stadt Bern gebaut wurde. Erschienen sind die beiden Bände 2018 im Hauptverlage. Aufmerksam wurde ich durch ein Weihnachtsgeschenk allerdings erst jetzt.

Die Gründungsstadt
In der Gründungsstadt von 1191 wurde noch viel mit Holz gebaut. Steingebäude waren selten. Dazu zählten die Zähringerburg und die Leutkirche, der Vorgängerbau des heutigen Münsters. Wohl waren auch die ersten Klöster aus Stein.
Nach dem Stadtbrand von 1405 kamen das Rathaus und ab 1421 das Münster hinzu. Und es folgten im 15. Jahrhundert die ersten Bürgerhäuser aus Stein.
Im Buch von Toni Labhart und Konrad Zehnder steht dazu: «Von zentraler Bedeutung war von Anfang an der Berner Sandstein, der ideal den Bedürfnissen einer mittelalterlichen Stadt entsprach: Es gab in unmittelbarer Stadtnähe grosse, für die Anlage von Steinbrüchen geeignete, flach gelagerte Vorkommen, die sich mit den technischen Mitteln jener Zeit leicht abbauen liessen.»

Der Bauboom im 18. und frühen 19. Jahrhundert
Doch erst das 18. Jahrhundert kam es zum eigentlichen Bau-Boom. Denn da kamen wichtige Repräsentationsbauten des patrizischen Ancien Regimes hinzu. Ausdrücklich porträtiert werden im Wanderband unter anderem das Kornhaus, die Heiliggeistkirche, das Rathaus zum Aeusseren Stand, der Erlacherhof oder das Hotel de Musique.
Mit dem 19. Jahrhundert wuchs der Verkehr und damit die Notwendigkeit des Brückenbaus. Allen voran geht es da um Nydeggkirche, von 1840 bis 1844 erstellt. Sie steht für den Uebergang. Denn wegen der Grösse des mittleren Rundbogens über der Aare hätte sie eigentlich ganz aus Granit gebaut werden müssen.
Doch der begehrte harte Stein fehlte, denn man hatte die Findlinge aus der Umgebung bereits weitgehend verarbeitet. So sind nur 10 Prozent der Brücke aus Granit; drei Viertel bestehen aus Sandstein, der letztlich nicht wetterfest ist. Deshalb musste die Brücke 1988 umfassend saniert werden.

Die Wende mit dem Bahnhof und der Eisenbahn
Im Buch «Steine Berns» dreht sich Vieles um die grosse Wende im Bauwesen, welche der erste Bahnhofbau 1860 auslöste. Mit der Eisenbahn wuchs vor allem die Fähigkeit zum Transport. Und damit setzte die Abwendung vom einheimischen Baumaterial ein. Steintransporte aus der weiteren Umgebung, ja aus dem Ausland setzten ein. So wurde der Münsterturmbau mit süddeutschem Stein fertig gebaut, und bei der Dreifaltigkeitskirche verwendete man Steine aus Italien.
Namentlich in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts entstanden zahlreiche Bauten für die neue Bundesstadt. Zu den bekanntesten zählen unter anderem der Bernerhof, der Bundeshaus-Komplex, die SBB Generaldirektion, das Telegrafengebäude (heute Haus der Kantone), das Historische Museum, die Dreifaltigkeitskirche, das Stadttheater und das Universitätsgebäude. In der Art des Historismus oder des Jugendstils gebaut, setzen sie sich von klassischen Sandsteinbauten vor allem an den Fassaden ab, sodass sie Wind und Wetter besser Stand hielten.

Globalisierung des Baumaterials
Wie in andern Städten auch hat verlor der Naturstein als Baumaterial im 20. und erst recht im 21. Jahrhundert stark an Bedeutung. Ersetzt wurde er nun durch Backstein, Beton, Stahl und Glas. Geblieben ist der Sandstein nur noch als dekorative Verkleidung von Fassaden moderner Gebäude. Das hat auch damit zu tun, dass die Eidgenossenschaft das Bauen mit lokalen Gesteinen weitgehend aufgab. Ausnahmen sind das DEZA-Hauptgebäude und die «Titanic 2».
Selbst in Friedhöfen verliert sich die Tradition, mit einheimischen Steinen zu gedenken. Denn die Gesteinswahl erfolgt neuerdings gefühlsmässig, wobei Marmor und kristalline Gesteine dominieren. Und nach einem Vierteljahrhundert ändert sich wieder fast alles, da die Grabsteine ersetzt werden.

Konservierung des herkömmlichen Baumaterials
Das Buch beschreibt das alles als Ambivalenz zwischen Globalisierung und Konservierung. Das zeige sich am besten in der Altstadt. Die Obere Altstadt ist einem rasanten Wandel unterworfen mit ziemlich zufällig ausgewähltem Gesteinsmaterial. Denn der weggefallene Distanzschutz beim Materialeinkauf hat die Art und Weise des Bauens diversifiziert.
Auf der anderen Seite steht die untere Altstadt, in der dank Bauvorschriften die alte Bauweise erhalten bleibt. Die Aufnahme der Stadt ins UNESCO Weltkulturerbe habe «zu sorgsamen Umgang mit dem steinernen Erbe beigetragen», schreiben die Autoren. Und damit den konservativen Grundton im Berner Stadtbild gestärkt.

Meine Empfehlung
Ich bin ganz begeistert vom neuen Buch. Es hat mir schon zahlreiche Einblicke in das Erscheinungsbild der Stadt, das ich kannte, eröffnet, weil es Bekanntes in einen höchst interessanten grösseren Rahmen stellt.
Noch vor kurzem hätte ich nicht geglaubt, dass Steine eine so gut sichtbare Geschichte erzählen.

Toni Labhart, Konrad Zehnder: Steine Berns. Exkursionsführer und Basisband. Haupt Verlag, Bern 2018.

Letzte Stadtwanderung dieses Jahr – diesmal zum Klimawandel

Morgen geht die Saison 2021 des Stadtwanderers zu Ende. Sie war reich befrachtet und arg durchbrochen. Denn Corona funkte immer wieder dazwischen. Dafür fand ich auch Zeit, neue Wanderungen zu entwickeln.


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Klimawandel als runner
Die wichtigste Neuerung betrifft die Führung zum Klimawandel am Beispiel der Stadt Bern. Seit diesem Frühsommer war ich an verschiedenen Orten in der Stadt unterwegs, recherchierte viel im Internet und erstellte in den schwedischen Wäldern eine langes Manuskript dazu.
Seither habe ich die Führung in Varianten ein halbes Dutzend Male durchgeführt. Und ich bin sicher, es gibt auch 2022 eine Fortsetzung (erste Anmeldungen habe ich schon).

Abteilung Internationales des BAFU dabei
Auf der letzten Führung begleitet mich die Abteilung Internationales des Bundesamtes für Umwelt. Das Spannendste daran: An der letzten Station, unmittelbar vor dem OeschgerCentre der Uni Bern, mache ich einen Ausblick auf die Erwartungen zum Klimawandel, wie sie uns UmweltphysikerInnen zuhanden der Politik präsentieren. So diente der 6. Sachbericht des Weltklimarats, der diesen Sommer erschien, als Basis für die Klimakonferenz in Glasgow vor einem Monat. Und meine Mitwandernden war teils direkt dabei!
Ich freue mich auf den Gedankenaustausch danach – selbst wenn es etwas kalt sein dürfte.

Das Programm
Davor behandeln wir auf dem Rund durch die Stadt die folgenden Themen
. Rosengarten: Epochen der Kultur- und Erdgeschichte: die kurze und die lange Zeit
. Einsteinbank über der Stadt: Raum und Zeit im Stadtbild entdecken oder was der Sandstein damit zu tun
. Untertorbrücke: Die Zivilisation entsteht: Gletscherschmelze, Wendelsee, Aare und erste Siedlungen der Kelten und Römer im Wald
. Nydeggkirche: Der Landesausbau und die grossen Rodungen: Bern als Teil der Stadtgründungswelle während der mittelalterlichen Warmphase
. Rathaus: Kalt und nass: Agrarkrisen, Pest und der Aufstieg der Stadt Bern zum mächtigen Stadtstaat
. Zwischen Kornhaus und Französischer Kirche: Hexenverfolgungen, Flüchtlingsströme und Auswanderungen angesichts der kleinen Eiszeit
. Bahnhofplatz: Kohle, Erdöl, Atomkraft – oder die Industrialisierung, die Modernisierung der Landwirtschaft und der hohe Energieverbrauch
. Grosse Schanze: Die Risikogesellschaft wird sich ihrer Stärken und Schwäche bewusst und sucht die Klimawende mit offenem Ausgang
Ich hoffe, wir erwärmen uns gut. Heisse Tee-Stationen sind eingeplant!
Claude Longchamp

12 Bücher, die mich in diesem Jahr begleitet haben

Die langen Nächte werden bereits wieder kürzer und die Tage dauern länger – es ist Zeit, Bücherbilanz zu ziehen. Anbei zwölf Bücher vorwiegend zur Schweiz, die mich 2021 je eine Weile lange begleitet haben. Mein ganz persönlicher Querschnitt durch die zahlreichen Neuerscheinungen im Jahre 2021!

Roger der Weck: Die Kraft der Demokratie. Eine Antwort auf die autoritären Reaktionäre. Erweiterte Taschenbuchausgabe. Suhrkamp, Berlin 2021.

Urs Bieri et al.: Digitalisierung der Schweizer Demokratie. Technologische Revolution trifft auf traditionelles Meinungsbildungssystem. vdf, Zürich 2021.

Weissbuch Corona. Die Schweiz nach der Pandemie. Befunde – Erkenntnisse – Perspektiven, hgg. von Frank Rühli und Andreas Thier. NZZ Libro, Zürich 2021.

Paul Schneeberger, Joris van Wezemael: Dezentralschweiz. Wie uns Corona sesshafter macht und was das für unsere Lebensräume bedeutet. Edition Hochparterre, Zürich 2021.

Dirk Schütz: Milliardäre. Zehn Superreiche – und die grosse Frage: Macht Geld glücklich?, Beobachter Edition, Zürich 2021.

Auf lange Sicht. Daten erzählen Geschichten, hgg. von Marie-José Kolly und Simon Schmid. hep Verlag, Bern 2021.

Clive H. Church, Randolph C. Head: Paradox Schweiz. Eine Aussensicht auf ihre Geschichte. Uebersetzt aus dem Englischen von Peter Jäger, Chronos Verlag, Zürich 2021

Jeder Frau ihre Stimme. 50 Jahre Frauengeschichte (1971-2021), hgg. von Denise Schmid. Hier & Jetzt Verlag, Zürich 2021.

Projekt Schweiz. Vierundvierzig Porträts aus Leidenschaft, hgg. von Stefan Howald. Unionsverlag, Zürich 2021.

Walter Hauser: Anna Göldi – geliebt, verteufelt, enthauptet. Der letzte Hexenprozess und die Entdämonisierung der Frau. Limmat Verlag, Zürich 2021.

Therese Bichsel: Anna Seilerin. Stifterin des Inselspitals. Roman Zytglogge Verlag. Basel 2020.

Christian Pfister, Heinz Wanner: Klima und Gesellschaft in Europa. Die letzten tausend Jahre. Haupt Verlag, Bern 2021.

Es bleibt mir, viel Musse beim Lesen und gesunde Festtage zu wünschen!

Stadtwanderer, aka Claude Longchamp

Norton Vs Avast – Is normally Avast Better?

Norton and Avast have got a similar ui, but the Avast interface is far more attractive. Both have privacy tools and large green checkmarks. The AV-Test laboratories test both products and found that Norton performed better. The difference is based on the user interface. Avast contains a cluttered and even more attractive interface, while Norton has a obvious, simple an individual. Both courses offer a million-dollar protection package deal to settle comments against on line fraud and identity fraud.

Norton’s application is also a bit slower when introducing applications, nevertheless that’s to get expected if you are using a great antivirus. Avast’s overall performance was better than Norton, which means 2 weeks . better choice for users who have multiple computers. Avast’s performance likewise proved to be even more user-friendly. Both equally antivirus programs are super easy to use and are generally priced very well. You can find away more about Avast by reading each of our Avast VERSUS Norton Assessment.

Avast is also cheaper and offers more features, although Norton gives greater protection against cyber-terrorist. norton vs avast The free variation of Avast has an remarkable number of features, but it’s the premium format that is more appropriate. Avast has its own of the same features, though Avast does offer a totally free version for Mac computers. The free release also features a free trial. Basically, Norton is the most suitable in many ways.

Examining and Improving Your IT Facilities

IT system refers to the complete system of software and hardware that support the provision of information technology providers. It includes physical, network, and software factors that allow for the delivery than it services to finish users. Challenging a complex area and careful likely to ensure that all components work as intended. Listed here are some prevalent areas of concern for IT facilities. In this article, we are going to look at tips on how to assess and improve your THAT service.

There are a number of different aspects of IT facilities. For example , hardware is one component, when software is another. Most of the components are comparatively cheap, just like PCs, servers, and routers. Software and applications are necessary to a business’s operation. Enterprise software includes applications such as customer relationship management and enterprise resource planning. It is essential to have a well-functioning THIS infrastructure Visit This Link to ensure that your company’s info is secure, trusted, and always up to date.

Networks is surely an important component to IT infrastructure. This is where your data is stored, and the network provides on-line between the devices. The network itself includes software and hardware components that ensure protection. The firewall and software permits the environment and reduces the risk of data loss. The network also contains your staff members, which are vital in providing secure and efficient THAT services. A suitable IT system should include many of these elements and even more. When applied properly, your network can support many different workloads and be seeing that complex or as easy as you want it to be.

The value of Conserving Digital Data

Digital data is details that has been protected digitally. This can be a discrete routine of emblems, which may be characters or digits, and takes on a certain range of values inside the alphabet. For instance , a text document is actually a string of alphanumeric individuals. This information is kept as a binary file http://veroseon.com/the-internet-is-not-fulfilling-its-promise/ and is known as binary file. A text document can be described as digital info. However , this may not be always the situation.

While it is important to ensure that info is kept in a standard way, the value of data upkeep cannot be modest. Digital info storage is certainly an essential component of numerous modern systems, from medical imaging to robotics. This technology makes it possible to maintain and examine various types of information within a unified manner, allowing for better simulations. In addition , it allows researchers to explore new frontiers in data collection, out of simple analog input to complex laptop programs.

Unlike the analog era, the digital age made it feasible to collect and preserve data from completely different sources. Presently, the digital age has opened up many entry doors for businesses and gov departments. For example , the creation of digital advantage standards enables companies to hold their digital data relevant past the life on the research activity. These specifications are essential meant for ensuring that info is useful beyond the lifespan in the research activity. And if you are interested in ways to make use of digital info to improve the organization’s procedures and drive sustainable expansion, these expectations are the path to take.

What exactly is Virtual Info Room?

A digital data place is a safeguarded online database where paperwork, such as economical statements and business ideas, are kept and made designed for due diligence usages during a merger or exchange. It is also employed for loan syndication and private collateral transactions. Vogue used for private equity finance deals or M&A orders, it is a effective program that can associated with process more effective and protected. Let’s look at some of the most popular uses for a virtual data room.

A virtual info bedroom is ideal for initial public offerings, which involve a large amount of paperwork. It is utilized to protect these kinds of documents via unauthorized get, which can injury the company’s standing. An initial public offering is the first sale for a industry’s stock to the public, which will requires a large amount of paperwork. Using a virtual data room is known as a convenient method to ensure the security of these documents while protecting these people from third parties.

Digital data areas use the latest security technology to make sure that only licensed individuals can access the files. The most recent encryption technologies help secure sensitive files from illegal parties. Consequently you can assure the paperwork are safe in the best anchor environment. In addition to this, a virtual info room provides access limitations to a large number of parties, letting you control that has access to them. This can help make certain that the final product meets the expectations of potential buyers.

The Barbeque Expert – Tips on how to Be a Barbeque Pro

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Bar-b-que is a great method to cook meat. It is a method of food preparation over low, indirect high temperature. While this their website technique is ideal for baking tougher lean meats, it does include its limitations. A good barbeque pro knows how to make the most out with their grill. Utilizing a long time to cook an item of meat can give you that delicious meals that will impress friends and family. And remember, you can add extra seasonings on your meat ahead of grilling it.

Spices are being used in both the barbecuing and the barbecuing methods. The liven rub soaks in the beef before preparing. It can be as simple as dry-rubbed spices or as advanced as a bar-b-que sauce. This kind of seasoning is ideal for both grilling and grilling, and the answers are guaranteed to wow your guests. Yet , if you want to go at full throttle and choose your guests content, a dry-rub of seasonings is the path to take.

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Was vor meiner Pensionierung ansteht?

Die letzten zwei Monate war für mich sehr ereignisreich. Der schöne Herbst hat das Stadtwandern wieder belebt. Das Ende des shutdowns brachte einen Nachholbedarf an “inhouse”-Auftritten. Die nächsten Monate werden ruhiger werden. Ich bin froh darum. Denn langsam, aber sicher nähert sich mein 65. Geburtstag, das Datum, an dem ich AHV-Bezüger werde.

Trotzdem werde ich nicht ganz stillsitzen. Das ist mein vorläufiges Programm bis dann:

22.11.2021 “Geschichte und Zukunft der Bundesratswahlen”. Referat vor der neu gegründeten Historiker:innen-Kommission der Bundeskanzlei
13.11.2021 Video-Kolumne für Nau: Radikalisierung der Covid19-Gegnerschaft?
28.11.2021 “Kommentierung der eidg. Volksabstimmungen” für BlickTV
30.11.2021 “Was die Wahlforschung über Wählende weiss”, Gastvortrag an der Berner Fachhochschule
30.11.2021 (provisorisch): Podium mit Roger de Weck zu seinem Buch “Die Kraft der Demokratie” in Bern
1.12.2021 Stadtwanderung zum Klimawandel für den Kongress des Schweiz. Nationalfonds
16.12.2021 Stadtwanderung zum Klimawandel für BAFU, Abt. Internationales
5.2.2022 “Parteienfinanzierung in der Schweiz: Stand, Probleme und Lösungen”, Referat am Parteitag der SP Schweiz
12.2.2022 “Kommentierung der eidg. Volksabstimmungen” für BlickTV
18.2.2022 Workshop zu meinem Forschungsseminar “Prognosen von Volksabstimmungen” am Institut für Politikwissenschaft der Uni Bern, gleichzeitig das Ende meiner dannzumal 33jährigen Uni-Karriere …
11.3.2022 Politforum Thun: Gespräch “Politik@Medien” mit Franz Fischlin, SRF

Im Frühling: Weitere Stadtwanderung zum Klimawandel, u.a. für Läbigi Stadt. Ich werde auf www.stadtwanderer.ch darüber berichten!

Claude Longchamp, Beinahe-Pensionär

PS: Es kommen fast sicher noch einige Auftritte hinzu. Ich kann so schlecht Nein sagen, am schlechtesten bei Stadtwanderungen …

Das doppelte Bondo due

BAFU Direktorin Kathrin Schneeberger in Bondo/Bregaglia

Am 31. August 2017 krachte der Berg. Die Nordflanke des Piz Cengalo fiel in die Tiefe. Doch blieb der Stein nicht wie meist auf dem Gletscher liegen. Vielmehr schmolz ein Teil des Eises unter dem Druck, sodass viel Stein und Wasser ins Tal gleichzeitig donnerten.
Bondo im Bergell war am meisten betroffen. Doch auch andere Ortsteile der Fusionsgemeinde Bregaglia litten. 8 Personen, die wandernd unterwegs waren, wurden ganz begraben.

Die erinnerte Katastrophe
Fast auf den Tag genau vier Jahre nach dem Ereignis, das national bemerkt wurde, fand heute der erste Spatenstich für das Projekt Bondo II statt. Der Schutz vor Naturkatastropen soll damit verbessert werden.
BAFU-Direktorin Kathrin Schneeberger (Bild) und der Bündner Regierungspräsident Mario Cavigelli waren vor Ort, um mit dem amtierenden Gemeindepräsidenten von Bregaglia den Startschuss zu geben. Denn Gemeinde, Kanton und Bund teilen sich in die Kosten von rund 43 Mio CHF – gelebter Föderalismus könnte man sagen!
Einen sicheren Zusammenhang mit dem Klimawandel kennt man nicht. Doch ist klar, dass die erhöhten Sommer-Temperaturen dem Permafrost zugesetzt und Bergstürze erleichtert haben. Ob auch die plötzliche Gletscherschmelze damit zusammenhängt, muss noch geklärt werden.

Die vergessene Katastrophe
Die grösste Katastrophe im Bondo war allerdings 1621, also just vor 400 Jahren. Damals wurde das ganze Dort eingeäschert. 428 Häuser verschwanden.
1618 waren die Bündner Wirren ausgebrochen. Die konfessionelle Spaltung war der Hintergrund. Das Bergell war bereits 1552 von Verona aus reformiert worden und gemeinsam dem neuen Glauben beigetreten.
1618 brauch auch der 30jährige Krieg mit einer europäischer Dimension aus. Auslöser war den berühmte Festersturz in Prag. Böhmen, dann Dänemark, später Schweden und am Ende auch Frankreich stellten sich gegen den Kaiser. Auch da ging es anfänglich um den richtigen Glauben.
Dem benachbarten Herzogtum Mailand, streng katholisch und unter spanischer Herrschaft, das reformierte Leben im benachbarten Bergell gar nicht. Eine spanische Truppe intervenierte 1621 und zerstörte Bondo ganz. Über die Zahl der Opfer weiß man bis heute nichts Genaues.
Nationalrätin Anna Giacometti (FDP), während des Bergsturzes von 2017 Gemeindepräsidentin, erzählte mir, sie wisse, dass es damals eine Katastrophe gegeben habe. Dokumente oder Erinnerungsorte gäbe es aber in Bondo nicht. In der Schule habe man dazu nie etwas erfahren. Auch sonst werde leider nicht darüber geredet.

Zwei Neuanfänge
Bondo II meint also nicht nur das Leben mit den verstärkten Schutzmaßnahmen. Bondo due ist auch das zweite Leben der Gemeinschaft nach der Dorf-Zerstörung von 1621.

Bild: Barbora Neveršil

Aktiver Herbst 2021: Mein Programm

Corona-bedingt ist dieses Jahr vieles in den Herbst verschoben worden. Jetzt hoffe ich, dass alles realisiert werden kann.


Bild: Aargauer Zeitung

Hier mein Programm:

September
8. September: Stadtwanderung “Demokratie” mit SP-Bundesangestellten
13. September: Input-Referat an Fachtagung “Europa” der Grünen Schweiz
14. September: Stadtwanderung “Ochsenbein, Verfassungsvater” mit BR Karin Keller-Sutter
15. September: Rede zu “Parteiisch oder parteilos?” am Fest “Politik, Kultur, Sprot”, Wald (SG)
16. September: Kursmodul “Regierungskommunikation” an der Berner FH (mit Sarah Genner)
17. September: Rede “Standortbestimmung”, Mitte St. Gallen
22. September: Stadtwanderung “Klimawandel” für Läbigi Stadt, Bern (1. Runde)
24. September: Beginn Forschungsseminar “Abstimmungsprognosen” an der Uni Bern (alle 14 Tage)
26. September: Analyse eidg. Abstimmungen für BlickTV

Oktober
18. Oktober: Stadtwanderung “Die Niederlande in Bern” für SP Stadt Bern
19. Oktober: Laudator am Swiss RE Milizpreis
23. Oktober: Referat “Stadt und Land”, Strategietag VCS
25. Oktober: Stadtwanderung “Murten” für Parlamentsdienste
27. Oktober: Stadtwanderung “Klimawandel” für “Läbigi Stadt”, Bern (2. Runde)

November
22. November: Einleitungsreferat “Bundesratswahlen: gestern, heute, morgen”, Historikerkommission der Bundeskanzlei
28. November: Analyse eidg. Abstimmungen für BlickTV

Bild Aargauer Zeitung

Stadtwanderung zum Klimawandel: Das neue Buch zum Thema “Klima und Gesellschaft”, Haupt-Verlag

Wie Klimawandel, Bevölkerungsentwicklung, Agrarproduktion und Verschwörungstheorien zusammenhängen, erhellt ein neues Buchs aus dem renommierten Berner OeschgerCentre.

Vor wenigen Tagen erschien das neue Buch «*Klima und Gesellschaft in Europa». Es ist ein eigentlicher Meilenstein in der historischen Klimatologie Europa, die mit der der Wirtschafts-, Gesellschafts- und Kulturgeschichte unseres Kontinents verknüpft wird.
Verfasst haben es der Historiker Christian Pfister und der Geograph Heinz Wanner. Beide waren bekannte Professoren an der Uni Bern und sind ausgewiesene Fachleute in ihrem Gebiet. Heute forschen sie am renommierten Berner OeschgerCentre für Klimawandel.
Die Grafik gibt die relevanten Entwicklungen wieder, die das Buch nachzeichnet. Sie beziehen sich auf Temperaturen, Gletscher, Bevölkerung, Agrarproduktion, Wahrnehmungen der Witterung und Einzelaspekte.

Sechs zentrale Ergebnisse
Was lernen wir so? Das 400seitige Buch ist nicht einfach zusammenzufassen. Herausgegriffen seien hier sechs Punkte aus der Bilanz.
Erstens, das Wetter war immer wieder veränderlich. Die kältesten Jahre im letzten Jahrtausend waren 1077, 1364, 1573 und 1830. Dagegen war 1290 der wohl wärmste Winter überhaupt. Der wärmste Sommer war vermutlich 1947.
Zweitens, Sommertemperaturen und Winterniederschläge beeinfluss(t)en die Gletscherentwicklungen. Auffällige Rückzüge sind um 1260, 1420 und 1560 bekannt. Grosse Vorstösse registrierte man zwischen 1640 bis 1725. «Jahre ohne Sommer» gab es immer wieder. 1816 ist das bekannteste überhaupt. Hauptursache waren wiederkehrende Vulkanausbrüche mit Folgen für die Temperatur, die zurückging.
Drittens, einen ersten systematischen Schub des Bevölkerungswachstums registrierte man ab 1170. Er dauerte bis ans Ende des 13. Jahrhunderts. Heute geht man davon aus, dass sowohl technologischen Neuerungen wie auch Klimaschwankungen entscheidend waren. Ein zweiter Schub war zwischen 1530 und 1560, nun vor allem klimatisch und durch verbessertes Saatgut bedingt. Wendepunkte zum Schlechten in der Bevölkerungsentwicklung waren zuerst die 1340er Jahren. Erheblich waren in der Folge die Preisstürze für Getreide. Sie begünstigten die rasche Ausbreitung der Pest. 1571 brach wetterbedingt eine grosse Hungersnot aus. Auch sie war der Anfang einer langen klimatischen Abkühlung. Krieg und Seuchen im 17. Jahrhundert verringerten die Bevölkerungszahlen weiter.
Viertens, im 18. Jahrhundert beginnt sich die Bevölkerungsentwicklung vom Klima abzukoppeln. Erwähnenswert sind drei Modernisierungen der Landwirtschaft als Ursachen: die organische Modernisierung mit Düngungen; die mechanische Modernisierung mit der globalen Arbeitsteilung in der Industriewelt; und die technologische Modernisierung mit günstige Fossilenergie, neuen Pflanzensorten und dem massiven Einsatz von Pestiziden. Das verbesserte die Unabhängigkeit der Demografie vom Klima wurde durch einschneidende Weltkriege gebrochen..
Fünftens, Wetter und Klima wurden in den 1000 Jahren verschieden wahrgenommen. Animistische, religiöse und rationalen Konzepte überlagert sich. Ab dem 15. Jahrhundert mobilisierte namentlich die katholische Kirche mit Hexenprozessen eigentliche Verschwörungstheorien. Sie waren namentlich in Phasen der klimatischen Abkühlung wirksam. 40-60000 Frauen fielen ihnen zum Opfer. Erst die Aufklärung beendet diese «Schauer»märchen.
Sechstens, der Staat selber wurde ab der Mitte des 17. Jahrhunderts aktiv, um das Bevölkerungswachstum zu heben. Seuchenbekämpfungen zählen dazu, aber auch Heiratsförderungen und Armenbekämpfungen. Das verringerte die Sterblichkeit und trug zum Wachstum der Bevölkerung bei.

Was ist heute aus alledem geworden? Die Geschichtsschreibung beton seit längerem die Dreiteilung der letzten Jahrhunderts, wenn es um klimatische Einflüsse gibt: das warme Hochmittelalter, das kalte Spätmittelalter samt der Neuzeit, und die warme Gegenwart. Neu ist, dass die Autoren die kleine Eiszeit bis ins 20 Jahrhundert dauern lassen. Erst die letzten 30 Jahren haben eine beschleunigte Erwärmung der Temperaturen gebracht.
Das neue Buch folgert: Wir seien auf der einen Seite vom Diktat des Klimas befreit worden. Auf der anderen Seite würden wir zunehmend Opfer des neuen Klimas, das der Mensch bestimmt.
Schon die erste Durchsicht hat meine Ueberlegungen für die kommende Stadtwanderung zum Thema beeinflusst. Vieles sehe ich nun deutlicher. Ich werde vieles berücksichtigen.
Man kann gespannt sein!

Christian Pfister, Heinz Wanner: Klima und Gesellschaft in Europa- Die letzten 1000 Jahre. Hauptverlag, Bern 2021

Stadtwanderung zum Klimawandel 6. Station Restaurant zum “Goldenen Schlüssel”: Wetterextreme und Klimawandel

Ganz alte Häuser in der Berner Altstadt sind selten. Das Rathaus ist von 1415. Auch das Münster stammt aus dem 15. Jahrhundert; fertig gestellt jedoch erst im 19. Jahrhundert.
Das Restaurant zum «Goldenen Schlüssel» rühmt sich, die älteste Gaststube der Berner Altstadt zu sein. Man schätzt ihr Alter auf ein halbes Jahrtausend. Es hat die Französische Besatzung 1798 erlebt, den Konfessionsfrieden von Aarau 1712, den Bauernkrieg 1653 und die Reformation 1528.
Und war schon ein Restaurant, als das Jahr ohne Wasser war.


Bilder: 1. Bild “1540”, 2. Bild “1816”

Das Jahr ohne Wasser
1540 gilt meteorologisch als Ausnahmejahr. 300 zeitgenössische Chroniken aus Europa und der Schweiz berichten einheitlich von einer ausserordentlichen Dürre. KlimahistorikerInnen rechnen übereinstimmend mit 11 Monaten, während denen es kaum oder gar nicht regnete. Selbst die Klimawissenschaft spricht von Megadürre und Jahrtausendsommer.
Christian Pfister von der Uni Bern beschreibt die Ausnahmesituation so: „Die Temperatur lag fünf bis sieben Grad über den Normalwerten des 20. Jahrhunderts, verbreitet muss die Temperatur im Hochsommer über vierzig Grad geklettert sein. Unzählige Waldgebiete in Europa gingen in Flammen auf, beißender Rauch trübte das Sonnenlicht, im ganzen Sommer 1540 wurde kein einziges Gewitter registriert. Schon im Mai wurde das Wasser knapp, Brunnen und Quellen fielen trocken, die Mühlen standen still, die Leute hungerten, das Vieh wurde notgeschlachtet. In Europa starben im Jahr 1540 schätzungsweise eine halbe Million Menschen, die meisten von ihnen an Durchfallerkrankungen.»
Angefangen hatte es 1539 in Südeuropa. In Spanien betete man, Gott möge es endlich regnen lassen. Italien kannte während des ganzen Winters von 1539 zu 1540 Temperaturen wie sonst im Juli.
Ausgelöst wurde das Ganze durch ein ungewöhnlich stabilen Hochdruckgebiet, das die atlantische Luft blockierte. Europa erwärmte sich, während dem in Russland ein anhaltendes Schauerwetter mit tiefen Temperaturen herrschte.
2016 erschien eine Studie, gemäss der eine Wahrscheinlichkeit von 20 Prozent besteht, dass es 1540 sogar wärmer war als 2003. Für uns ist das das der unvergessliche Jahrhundert-Sommer mit Temperaturen von mehr als 40 Grad Celsius.
Doch es gibt auch Unterschiede. Damals war das Ereignis ein Phänomen von 1 bis 3 Jahre je Region. 1542 ist in der Schweiz als kältester Sommer des bisherigen Jahrtausend bekannt.
Deshalb stören sich die Klimaforschenden heute auch nicht, dass 1540 mitten in der kleinen Eiszeit war. Es war eine krasse Anomalie, kein Klimawandel.

Das Jahr ohne Sommer
Das pure Gegenteil erlebte die halbe Welt übrigens 1816. Betroffen waren insbesondere der Nordosten Amerikas und der Südosten Europas.
Berichtet wird von schweren Unwettern mit ganzjährigem Schnellfall selbst in mittleren Lagen von 800m über Meer. Auch in der Schweiz schneite es im Juli an fast allen Tage bis in tiefe Lagen. Im ganzen Alpengebiet gab es katastrophale Ueberschwemmungen. Ernteausfälle waren verbreitet. Der Getreidepreis stieg, insbesondere in Schweiz.1817 zahlte man für Korn das Dreifache – vergleichen mit 1815.
Hungersnöte brachen vor allem in den Voralpen aus. Man soll da die «unnatürlichsten, oft ekelhaftesten Sachen gegessen haben, um den Heißhunger zu stillen, berichtet ein Chronist. Selbst Kinder habe man wie Schafe weiden sehen, um zu essen.
Zudem brachen Seuchen wie Typhus aus. Die Uebersterblichkeit stieg. In der Schweiz soll sie 20% über dem Mittel betragen haben.
Zeitgenossen bemerkten eine verbreitete Endzeitstimmungen. Man sprachen von «Achtzehnhundertunderfroren».
Die Ursache ist hier klarer. In Indonesien brach im April 1815 der Vulkan Tambora aus. Er wird als heftiger eingestuft, denn der des Vesuvs 79 nach Christus, als im Golf von Neapel die Stadt Pompeij in nur einem Tag unterging.
Rund um Tambora herum starben 1815 70000 Menschen. Ausgeworfen wurden 150 km3 Staub und Asche. Sie legten sich als Schleier um den Erdball. Der so ausgelöste Temperatursturz war bis 1819 beobachtbar.
Nicht zufällig gilt das Jahrzehnt von 1811 bis 1820 als das kälteste seit der Eiszeit überhaupt.

Einige Learnings
Was lernen wir hier?
Erstens, Extremwetter gab es in der Geschichte immer wieder.
Zweitens, Extremwetter haben erdgeschichtliche oder meteorologische Gründe.
Drittens, Extremwetter wirkten sich meist nur einige Jahre aus.
Viertens, erst das gehäufte Auftreten von Extremwetterlagen sind ein Zeichen für eine Klimawandel.
Heute sagt man, anhaltende Verschiebungen über mindestens 30 Jahren sind die Voraussetzungen für die Verwendung von Klimawandel.
Weder 1540 noch 1816 war das so. Wetterextreme verdichten sich erst seit 30 Jahren, werden wir noch kennen lernen.
Bilder: 1. Bild “1540”, 2. Bild “1816”

Stadtwanderung zum Klimawandel 5. Station: die kleine Eiszeit, die Pest und das Berner Rathaus

Wir schreiben das Jahr 1348. Die Pest erreicht die Stadt Bern von Süden her. Es war seit acht Jahrhunderten die erste Pandemie in unserem Gebiet.
Niemand weiss bis heute, wie viele Menschen damals krank wurden und starben.
Aus dem etwas grösseren Genf berichtet man, dass es bis zu 60 Tote pro Tag alleine in der Rhonestadt waren. Im Wallis besagen Schätzungen, dass an zentralen Stellen wie dem Kloster St. Maurice bis zu 30 Prozent starben.

Die globale Pandemie aus China
Die Weltgeschichte weiss heute, dass der Ursprung der grossen, spätmittelalterlichen Pest im entfernten China in den 1330er Jahren war.
Mit dem sog. Mongolensturm breitete sich die Krankheit innert einem Jahrzehnt bis ans Schwarze Meer aus. Bei der Eroberung der Stadt Kaffa setzen die Mongolen erstmals Bio-Waffen ein. Sie katapultierten von der Pest Verstorbene über die Mauern in die Stadt, um sie gefügig zu machen.
Wer konnte, der floh. Dazu gehörten auch die italienische Händler.
Doch so verschleppten sie die ausgebrochene Pest in die Hafenstädte des Mittelmeers. Von da aus drang die Seuche nach Norden, auch ins Gebiet der heutigen Schweiz.

Die erste Pest-Theorie und ihre Folgen
Man nahm damals an, dass die Fäulnis im Körper über die Nahrung oder die Luft in das Innere des Menschen gelangte. Massnahmen waren der Aderlass und verschiedene Brechmittel. Gesicht und Hände wurden zudem mit Essigwasser desinfiziert.
Die erste Pest-Theorie formulierte der italienische Arzt Gentile die Foligno. Er schrieb, krankmachende Ausdünstungen seien vom Meer und Land in die Luft gezogen, erhitzt und weiter verteilt worden. Alles habe am 20. März 1345 begonnen.
Werde der Pesthauch von Menschen eingeatmet, verdichte er sich in Herz und Lunge zu einer Giftmasse, zerstöre die Organe und werde durch Atmung auf Familienmitglieder und Nachbarn übertragen.
Vom schwarzen Tod befallene Menschen wurden vom Dr. Schnabel, Aerzten mit Masken, meist isoliert und hoch gelagert, damit nicht weitere Menschen krank wurden. Ihre verlassenen Räume wurden stark durchlüftet, massiv befallene Orte ganz verlassen. Später versuchte man, durch Schaffung von Plätzen die Luftzirkulation in den engen mittelalterlichen Städten zu verbessern.

Religiöse Proteste und jüdische Sündenböcke
Die Pest ist ein epochaler Einschnitt. Sie schwächte, wer bisher das Sagen gehabt hatte: den Kaiser und die Kirche. Die spätmittelalterliche Krise beginnt.
Namentlich entlang der Städte machten sich schon gegen das Ende der Pestwelle religiöse Bewegungen breit. Sie wurden Geissler genannt, denn sie peitschten sich vor den Toren demonstrativ aus, um ihre Reue zu zeigen, sündhaft gelebt zu haben. Denn es war Gott, der die Menschen mit der Pest bestrafe, lehrten sie. Wer sich auf einen besseren Weg aufmachen wolle, solle ihnen folgen.
Sündenböcke waren vor allem die Juden, die sich als Geldleiher in den Städten einen teils umstrittenen Namen gemacht hatten. Im besseren Fall wurden sie in die Verbannung geschickt, im schlechteren auf Scheiterhaufen verbrannt. Davon versprach man sich Reinigung.

Bern in der Pestzeit
In Bern dauerte die Pest bis Ende 1349. Ganz verschwand sie in der Eidgenossenschaft erst in den 1660er Jahren.
Im 14. Jahrhundert kannte man eine Reihe der genannten Erscheinungen auch hier. So wurden die Juden mehrmals als Schuldige angeklagt, ausgewiesen und verbrannt.
Der Kern des Inselspitals wurde kurz danach gegründet. Anna Seilerin war die Spitalstifterin, die bis heute mustergültig für die Pflege von Kranken in Bern steht.
Der Flächenstaat entsteht
Die Bevölkerungsgrösse erreichte den Stand vor der Pest erst im 15. Jahrhundert wieder. Erst dann begann die die Gründungsstadt auch flächenmässig wieder wachsen.
Schnell angewachsen waren dafür die Untertanengebiete ausserhalb der Stadt. Um 1420 hatte sie ein Umland geschaffen, das der heutigen Grösse des Kantons Bern entsprach. Zu dieser Zeit starben auch die mächtigen Grafen von Kyburg aus, einst die Nachfolger der Zähringer. Trotz Verkäufen von Städten wie Thun und Burgdorf an Bern konnten sich die Kyburger ihren totalen Niedergang nicht verhindern.
Das Rathaus und sein Platz werden gebaut
Das Gegenteil sieht man bis heute in der Stadt Bern. Zu den Anomalien der Altstadt Bern gehört der Platz rund um das Rathaus. Das aus Stein gebaute Rathaus selber grenzte sich früh von den vorwiegend aus Holz erstellten und eng ineinander verschachtelten Häusern der Gründungsstadt.
Der Platz, auf dem wir hier stehen, musste erst erstellt werden. Er war die die damalige Stadt einmalig. Er hat zunächst repräsentative Funktionen. Doch könnte das auch eine Folge des Städtebaus nach der Pest gewesen sein.

Zwei Entwicklungswege
Bern wurde 1415 von König Sigismund zur Reichsstadt erhoben. Man hatte nun einen Sitz im Reichstag, gleich wie der kirchliche und weltliche Adel. Man konnte selber über Leben und Tod der Stadtbewohner und Untertanen entscheiden, und man war frei, Krieg zu führen und zu beenden.
Genau nach der Pest beginnt aber auch der politische Plan B der Stadt: die eidgenössische Politik. 1415 eroberten die Städte Bern. Luzern und Zürich das Verbindungsstück entlang von Aare und Limmat, das den Habsburgern mit ihrer Stammburg in Brugg gehörte. Der neue Bund verfügte erstmals über ein geschlossenes Territorium im Mitteland. Geführt wurde er von einer Tagsatzung, welche die neuen Untertanengebiete verwaltete.
Der Aufstieg Berns in den ersten Jahrzehnten nach der Pest ist eindrücklich.

Alles im Schatten der kleinen Eiszeit
Doch bleibt die Frage, was das alles mit dem Klimawandel zu tun hat?
Die Pest wurde nicht durch den Klimawandel ausgelöst. Ihre Ausbreitung gerade in unserem Gebiet wurde aber durch die Klimaabkühlung begünstigt. Ab 1342 berichten die Quellen plötzlich von stark zunehmenden Regenfällen. Die Ernten gingen zurück. Die Bevölkerung hungerte. Die Pest verschlimmerte die bereits vorhandene Krise.
Die Klimaforschung weiss heute, dass es nicht nur eine vorübergehende Laune des Wetters war. Es war ein epochaler Klimawandel, denn das Klima kühlte sich erstmals seit der Völkerwanderung wieder langfristig ab. In Zyklen strebte das der bisher kältesten Zeit zwischen 1850 und 1860 zu, weshalb die Geschichte von der Kleinen Eiszeit.

Die Neuzeit meldet sich an
Das Ende der mittelterlichen Warmphase brachte auch das Ende der Stadtgründungswelle aus dem 12. Jahrhundert. Nur werden auf dem Gebiet der Schweiz fast 500 Jahre keine neuen Städte mehr entstehen. Erst die Industrialisierung wird ein warmes, ja heisses Klima bringen. Und neue Städte.

Meine Laudatio zum Politics Award 2021

Ich glaubte, ich hätte geträumt! Vielleicht ein sonderbarer Traum.
Ich träumte, das Bundeshaus sei das Gebäude mit den meisten verschiedenartigen Gesteinsarten in der Schweiz. Alles sei im Hauptgebäude des Bundesstaates inkludiert worden.
Das machte mich neugierig, und ich begann zu recherchieren. Und merkte, gut geträumt zu haben.
Erstaunt las ich später, dass es im Bundeshaus effektiv 26 Steinsorten gibt: Sandsteine, Kalksteine, Marmore, Granite und einiges mehr. Sie kommen aus den Alpen, dem Jura, dem Mittelland, ja aus Italien, Lothringen und Belgien.
Gemeinhin gilt das Bundeshaus aus dem Jahre 1902 als das öffentliche Gebäude des Schweiz mit der grössten Diversität an Bausteinen.
Um so überraschender ist es, das die gesellschaftliche Inklusion harzte. Der Anfang war gut. Bürgerliche Männer bestimmten, wer im Parlament war. Katholiken, Bauernschaft und Arbeiter wurde schrittweise integriert. Doch dann ging es nur im Schneckentempo weiter. Frauen wurde erst vor 50 Jahren ins Bundeshaus gelassen wurden, um zu politisieren. Auslandschweizer:innen haben bis heute keine direkte Vertretung unter der Bundeskuppel. Und die Chancen von Jungpolitiker:innen, auf einer eigenen Wahlliste gewählt zu werden, sind praktisch null. Migrant:innen ohne Einbürgerung, Jugendliche und Kinder schenkt man Gehör.
Immerhin, die politische Vielfalt bricht durch: Seit 2019 ist das Parlament so weiblich wie noch nie. Auch der Altersdurchschnitt ist gesunken. Behrinderte haben nun einen barrierefreien Zugang bis zum Rednerpult. Und das Leben im Bundeshaus wird bunter.
Mit ihrer Hilfe kann die Schweizer Politik in drei Wochen noch etwas farbiger werden.
Es ist Zeit, mit dem Politics Award auf die endlich waschsende Diversität in der Schweizer Politik aufmerksam zu machen und eine Vorkämpferin hierzu ganz besonders zu ehren.
Die Nominierten dafür sind …

Stadtwanderung zum Klimawandel: 4. Station Nydeggkirche oder die Stadt Bern – Nutzniesserin der Klimaerwärmung

Die Legende zur Gründungsstadt
Dem Vernehmen nach wurde Bern 1191 gegründet. Die Legende besagt, Herzog Berchtold von Zähringen habe den Sporn in der Aareschlaufe ausgewählt und seinen Dienstmannen gesagt, das erste Tier, das sie in den nahegelegenen Wäldern erlegen würden, solle der Stadt im Niemandsland den Namen geben.
Es war ein Bär!
Das war fast unschlagbar, denn die Berner machten daraus Bärn. Man bedenke, es wäre eine Wildsau gewesen oder ein Dachs. Dann wären wir jetzt Dachsenhausen oder Willisau.
Doch Biologen zweifeln am gängigen Narrativ Berns. Sie glauben nicht, dass es im 12. Jahrhundert hier noch Bären gab. Dafür war im Aaretal schon zu viel Wald verschwunden, und zu viele Menschen lebten in der Umgebung. So war Köniz seit dem 200 Jahren Sitz eines Klosters mit mächtigem Einfluss auf die Siedler in der Umgebung.

Der Landesausbau
Was war geschehen? – Die Geschichtswissenschaft spricht vom Landesausbau oder Binnenkolonisation, während dem neues Land urbar gemacht worden war.
Das war ein europäischer Prozess zwischen dem 7. und 15. Jahrhundert. Als Hauptphase gelten das 10. bis 14. Jahrhundert. Der Wald wurde auf 40 Prozent der Fläche zurückgedrängt, nur wenig mehr als heute, aber sicher viel weniger als währen der Zeit der Waldlandschaft. Dafür entstanden neue Sielungen, Aecker und Wiesen, um Mensch und Tier zu ernähren. Doch nicht nur die Umwelt, auch die Wirtschaft, die Gesellschaft und die Herrschaft änderten sich mit dem Landesausbau grundlegend.
Vor allem die Wirtschaftsgeschichte hat auf die agrartechnische Revolution verwiesen, mit der die Erträge stiegen. Die Gesellschaftsgeschichte spricht vom einem exemplarischen Bevölkerungswachstum. Die Herrschaftsgeschichte schliesslich zeigt, dass sich der waldbesitzende König zusehends eine Aristokratie gegenübersah, welche den Landesausbau betrieb.
Gemeint sind damit Klöster, die in unbewohnte Gebiete vordrangen, Adelshäuser, die Landesherrschaften anstrebten und schliesslich auch Städte, die für ökonomische Entwicklung sorgten.
Die neuere Geschichtsschreibung stellt das Ganze jedoch in den Kontext der nachweislichen, mittelalterlichen Klimaerwärmung. Klimahistoriker:innen sind sich heute sicher, dass es ab dem 10. Jahrhundert erstmals seit Römerzeiten wieder wärmer wurde und dies bis ins 14. Jahrhundert so blieb, wenn auch mit Unterbrüchen. Der mittlere Unterschied ist gemäß Rekonstruktionen nocht gigantisch, aber sichtbar gegenüber der kalten Zeit der Völkerwanderung. Deshalb die These: Ohne diese war,Phase wäre die Entwicklung hin zu einer offenen Landschaft mit neuen Siedlungen und Äckern nicht möglich geworden.

Die Herzöge von Zähringen
Das wichtigste Adelshaus in unserer Gegend waren die Zähringer aus der Umgebung von Breisach. Sie standen als Grafen im Dienste von Papst und Kaiser, der sie zu Herzögen machte. Nur war gerade kein Stammesherzogtum im Reich frei, sodass die Zähringer Rektoren im zerfallenen Königreich Burgund wurden. Das begann im westlichen Mittelland und reichte das Rhonetal hinunter bis ans Mittelmeer. Es galt als schwer regierbar, denn es war durchsetzt von Gottesstaaten, mit Bischöfen wie in Lyon, aber auch mächtigen Klöstern wie der Cluniazenser und Ordensleute, die alle Gott und den Papst verehrten, aber weniger den Kaiser und seine Getreuen.
Die Zähringer machten daran, die früheren Grafschaften Burgunds zu erobern. Alles begann in Herzogenbuchsee. Burgdorf wurde ihre erste Burg mit Stadt im Mittelland. Von da aus war Lausanne das unmittelbare Ziel, aber auch Sion und Genf. Denn die drei Bistümer bildeten früher das Königreich Hochburgund, die Pforte ins weitläufige Rhonetal.
Doch der ambitionierte Plan scheiterte. Denn der Bischof von Lausanne stellte sich den Zähringern entgegen, und seine Vasallen besiegten die Kolonisatoren zweimal militärisch. Hinzu kam, dass der Kaiser selber eine burgundische Prinzessin geheiratet hatte und nun der Auffassung war, das Rektorat sei obsolet geworden. Die Zähringer konzentrierten sich in der Folge darauf, Herren im Aaretal zu sein. Dazu gründeten sie Freiburg im Üechtland als neue Frontstadt und Bern als Brückenstadt zwischen Burgdorf und Freiburg.

Der Standort in der Aareschlaufe
Den Standort in der Aareschlaufe wählten Berchtold mit Bedacht. Denn der Sporn war einfach zu verteidigen. Der Sulgenbach konnte umgeleitet werden, sodass er mitten durch die Gründungsstadt floss.
Die sonnige Südseite ging an die Dienstmannen der Zähringer, die schattige Nordseite ging an die Stadtklöster und die Matte entlang der Aare wurde zu einem separaten Dorf für Gewerbler.
Heute weiss man, die Zähringer bauten ihre Burg, wo die Nydeggkirche steht und wir gerade sind. Sie war durch einen Graben vom Sporn getrennt. Auf dem hatte es mehrere Einschnitte, allenfalls frühere Aareverläufe. Der erste davon bildete das natürlich Ende der Stadt bei heutigen Zygloggenturm. Dazwischen entstanden vier Quartiere, von einer Längs- und einer Querstrasse geteilt. Ein Marktplatz gab es nicht, was zeigt, nicht das Wirtschaftliche trieb die Zähringer an, vielmehr die nüchterne Erschliessung des gewonnenen Landes.
Die Erschliessung des Landes rechts der Aare
Die Zähringer verbanden mit ihren Städten erstmals dauerhaft das Gebiet zwischen Aare und Voralpen. Damit erschlossen sie Täler wie das Emmental, verbanden aber auch die Orte quer zu diesen. So entstand nebst der Linie entlang dem Jurasüdfuss ein zweiter Weg durch das Mittelland, der fest in ihrer Hand war. Das hatte vor ihnen niemand gewagt oder gekonnt. In später Zeit galt gar Thun als Zentrum der Zähringer.
Herzog Berchtold, der Städtegründer und Strassenbauer, wurde damit nicht nur reich; er wäre auch beinahe König geworden. Die Kurfürsten hatten sich bereits für ihn entschieden, als er auf den Titel zugunsten der Staufer verzichtete, dafür aber weitere Städte am Rhein als Abgeltung bekam.
Berchtold starb am 18. Februar 1218. Mit ihm endete auch die Manneslinie der Herzogdynastie. Berchtolds Witwe Clementia bekam Burgdorf. König Friedrich II. nahm Bern unter seine Fittiche, denn die Stadt stand auf Königsland. Um den Rest stritten sich die alemannischen Kyburger und die burgundischen Savoyer. Der Kaiser verheiratete sie, doch der Ehefrieden hielt nicht lange. Der Grafenkrieg zwischen ihnen endete unentschieden.
Um den Rivalitäten ein Ende zu bereiten, machte König Adolf von Nassau Bern 1294 zur Königstadt und befreite sie damit von feudalen Abgaben. Bern interpretierte das so, dass man den Schultheissen, wörtlich den Schulheisser oder Steuereintreiber, nun selber stellte. Der König im Rheintal konnte nicht tun, selber war er nie in Bern aufgetaucht.

Selbstbewusste Pionierstadt
Zu den Besonderheiten der Brückenstadt gehörte, dass sie es so fertigbrachte, einen Landesherren, der sie dauerhaft beherrscht hätte, zu vermeiden. An seine Stelle stand ein selbstbewusstes Stadtrittertum mit Besitzungen in der Umgebung, das zum Königreich hielt, aber selber entschied, was im Aaretal zu tun und zu lassen war.
1339 eroberte Bern mit Hilfe der Innerschweizer die königliche Festung Laupen. Die burgundischen Barone, die Stadt Freiburg und der Gegenkaiser wurden dabei militärisch besiegt. Bern gab sich dabei das Wappen mit rot für das Kaiserreich, gelb für die Freiheit und dem Bären für die Stärke.
Stadtgründungswelle als Beweis der mittelalterlichen Klimaerwärmung
Die Stadt Bern ist nicht die einzige mittelalterliche Stadt, die vom Landesausbau, dem Bevölkerungswachstum und Klimawandel profitierte. Als sie gegründet, gab es auf dem Boden der heutigen Schweiz 35 Städte. Hundert Jahre später zählte man das fünffache. Insgesamt entstanden rund 200 mittelalterlich Städte während der Stadtgründungswelle zwischen 1150 und 1340 – ein Phänomen, dass die Stadtgeschichte während davon danach kannte. Weitere Adelshäuser, die Städte gründeten, um ihre Macht zu sichern, waren die Kyburger vor allem in der heutigen Ostschweiz, die Habsburger entlang der Reuss und die Savoyer in der Westschweiz.
Auch wenn nicht alle Stadtgründungen aus dem 12. bis 14. Jahrhundert überdauerten, sind die der sichtbarste Beweis für die mittelalterliche Warmphase und ihrer Kraft, Natur, Kultur und Zivilisation zu verändern.
Die Freude Berns dauerte allerdings nicht lange. 1342 kam schlechtes Wetter mit viel Regen auf, die Ernten blieben aus und die Menschen hungerten. Noch wusste sie nicht, dass in China eine Pandemie ausgebrochen war, die man nicht einmal dem Namen nach kannte, aber auch die Aarestadt in Kürze ereilen sollte.

Stadtwanderung zum Klimawandel: 3. Station über der Aare

In ihrer monumentalen „Geschichte der Landschaft der Schweiz“ – vor fünf Jahren erschienen und bereits restlos vergriffen – beschreiben 20 Umweltwissenschafter:innen unter der Leitung von Jon Mathieu, Berner Historiker an der Uni Luzern, wie sich die natürliche Umgebung der Nacheiszeit verändert hat.
Mit Blick auf unser Thema macht es ihrer Ansicht nach Sinn, die Zeitspanne aufzuteilen:
Der erste Teil dauerte etwas mehr als 10000 Jahre. Er geht vor gut geht 1000 Jahren zu Ende.
Der zweite Teil ist viel kürzer, nämlich danach, letztlich bis heute. Allenfalls kann man die Nachkriegszeit davon abgrenzen.

Waldlandschaften
Für die erste Phase schlagen die Historiker:innen den Begriff der Waldlandschaft vor. In die Tundra-Steppen-Landschft unmittelbar nach der Gletscherschmelze wandern Bäume ein: zuerst Birken, dann Föhren, schließlich verschiedene Laubbäume. Später kommen noch Buchen in der Ebene und Tannen im Gebirge dazu. Sie boten Tieren und Menschen, die in der Wildnis existieren konnten, Lebensraum.
Das war Urwald-Landschaft! Das kennen wir heute hierzuland nicht mehr. Denn für uns ist Landschaft in der Regel offen – mit Wiesen, Äckern und Siedlungen. Der Waldanteil liegt bei einem Drittel der Fläche.
In der ersten Phase gab es auch einige waldfreie Gebiete, doch waren sie die Ausnahme. Da war zuerst das Hochgebirge ohne Vegetation. Hinzu kamen Flussläufe mit ihren Auen und Sumpfzonen entlang der Seen. Schließlich gab es auch das sog. Altsiedelland. Das waren beschränkte Rodungsgebiete, die seit der Jungsteinzeit bewohnt wurden.

Die jungsteinzeitliche Warmphase
Sesshafte Bauerngesellschaften in Rodungsgebieten hatten ihren Ursprung im warmen und feuchten fruchtbaren Halbmond vom heutigen Irak bis Syrien und Palästina. Das war vor rund 10000 Jahren. Von da aus dehnten sich die jungsteinzeitliche Migration, wie man die Ausbreitung des sesshaften Bauertums nennt, über die Türkei und Griechenland aus. Kontinentaleuropa wurde wurde vor 9-7000 Jahren erfasst. Eine zweite Route verweist auf die Ufer des Mittelmeeres.
Klimahistoriker sehen einen direkten Zusammenhang mit dem Klimawandel. Im warmen Südeuropa verläuft der Prozess kontinuierlich, gegen Norden schubweise. Verursacht wurde dies mit Schwankungen der Tage, die jährlich für den Ackerbau nötig waren. Waren sie zahlreich, ging die Ausbreitung schnell voran, und sie war langsam, wenn die Tageszahl tief waren. Im kalten Nordeuropa kam die Entwicklung schließlich ganz zum Stillstand.
Die Zeit vor 5-8000 Jahren gilt als erste richtige Warmzeit der Nacheiszeit. Es war fast so warm wie heute und dies während Jahrhunderten recht konstant. Das begünstige die Ausbau der menschlichen Lebensweise. Wahrscheinlich geschah es aber nicht auf einen Schlag vielmehr geht man von einem lang anhaltenden Nebeneinander aus,

Das keltisch-römische Brenodor
Wann man auf dem Gebiet der Schweiz sesshaft wurde, weiß man nicht. Das Historische Lexikon erwähnt einfach das 6. Jahrtausend vor Christus. Das älteste Brot kommt aus Twann, es ist jünger, aber auch 5550 Jahre alt. Es handelt sich um Urdinkel, und es war ein Sauerteigbrot.
Im Aaretal um Bern ist die nachweisliche feste Besiedlung einiges jünger. Sie wird im erst im 3. Jahrhundert vor Christus greifbar, und ihre Spuren verlieren sich im 3. Jahrhundert nach Christus.
In den 1980er Jahren entdeckten ArchäologInnen ein Namenschild auf der Engehalbinsel, nur wenige Kilomerüter flussabwärts von hier. Seither heißt die Virmals namenlose Siedlung „Brenodor“.
Sie gehörte zur keltischen Kultur. Da beherrschte man schon die Eisenberarbeitung. Das erlaubt härtere Geräte für Ackerbau und Krieg.
Auch diese Technik kam breitete sich im 1. Jahrtausend in ganz Zentraleuropa aus.
Brenodor war eine keltisches Oppidum, eine feste keltische Siedlung, die vorerst offen war, dann befestigt wurde. Solche gab es auf dem Gebiet der Schweiz wohl ein Dutzend. Sie waren entweder auf Hügeln und befestigt wie auf dem Mont Vully, oder sie wurden von Flüssen umgeben. Dazu passt die Lage von Brenodor, ganz in der Flussscheife rund um die Engehalbinsel.
Heute weiß die Archäologie: Brenodor war ein politisches und religiöses Machtzentrum der helvetischen Aareregion mit einem vom profanen Gebiet abgegrenzten Heiligtum. Hier lebten Leute der Oberschicht sowie Händler und Hand- werker, also Töpfer, Drechsler, Wagenbauer, Schmiede und weitere, die ihre Erzeugnisse auch für das weitere Umland produzierten.
Mit der Zeitenwende bis ins 3. Jahrhundert nach Christus folgte nahtlose am der römische Vicus wiederum mit Häusern, einem Gräberfeld und einem Tempelbezirk. hinzu kamen ein Amphitheater und eine Sauna.
Erneut sei unsere Archäologie zitiert: Das Oppidum blieb nach der Eroberung Galliens durch Caesar um 50 v. Chr. weiterhin bewohnt und war in römischer Zeit eine Kleinstadt, ein Vicus. Diese Siedlungskontinuität kann anhand von Münzen und Gewandschliessen, wichtige Bestandteile der einheimischen Tracht, bestätigt werden.“ Neu war allerdings, dass die Römer für repräsentative Bauten Stein nutzten.

Vom Zentrum zur Peripherie
Die keltisch-römische Siedlung umfasste maximal 140 Hektaren. Das ist 30 Mal weniger als das heutige Stadtgebiet. Damit war Brenodor in keltischer Zeit das flächenmässig grösste Oppidum weitherum. Zudem lag es mitten im Herrschaftsbereich der wichtigen Helvetier. Man geht davon aus, dass es weitherum ausstrahlte. Das dürfte sich in römischer Zeit reduziert haben. Denn das Aaretal war für die Römer kein Durchgangsgebiet, eher eine Sackgasse.
In keltischer Zeit führte der wichtigste Weg durch die Schweiz über Genf, Lausanne, Yverdon nach Windisch, von wo aus mindestens drei Strassen in den Norden bekannt sind. Das gilt auch in römischer Zeit. Neu kam ein fester Übergang über den Großen St. Bernhard hinzu. Zudem wurde Aventicum eigentliche Hauptstadt der Römischen Herrschaft. Brenodor reichte da nicht mehr heran.

Die römische Warmphase
In römischer Zeit lebten wohl 120000 Menschen auf dem Gebiet der heutigen Schweiz. Alleine Aventicum soll 20000 gehabt haben. Denn es war die eigentliche Drehscheibe. Nach Süden war via Straßen direkt mit Rom verbunden, nach Norden gab es einen Wasserweg bis nach London.
Auch bei dieser Siedlungsphase gibt es einen direkten Zusammenhang mit dem Klimawandel. Man spricht heute vielfach von der römischen Wärmeperiode, mit einem Klimaoptimum um das Jahr 0. Es war damals weniger warm als während der jungsteinzeitlichen Revolution und damit auch als heute. Aber es war wärmer als lange Zeit davor und lange Zeit danach.
Es ist bekannt, nach den Römern zerfiel ihre Zivilisation. Zwischen Brenodor und der Stadt Bern gibt es trotz räumlicher Nähe keine Siedlungskontinuität. Denn es beginnt die Zeit der Völkerwanderung. Die geht allgemein gesprochen von Norden und Osten nach Süden und Westen, was ein Hinweise für eine klimatische Abkühlung ist.
In unser Gebiet kommen die Burgunder im 5. Jahrhundert von Westen her, die Alemannen im 6. Jahrhundert von Norden. Die Burgunder stammten wohl aus dem heutigen Thüringen, die Alemannen aus dem Schwarzwald. Die zerfallende römische Herrschaft erlaubte es, sich im wärmeren Süden niederzulassen.
Die Aare wurde spätestens im 9. Jahrhundert zur herrschaftlichen und kulturellen Grenze. Denn die Burgunder passten sich der römischen Lebensweise an und wählten Genf zu ihrer ersten Königstadt. Sie sprachen eine latinisierte Sprache. Die Alemannen mieden die verlassenen römischen Zentren, bevorzugten den Wald, den sie zu roden begannen, um frei von königlicher Herrschaft zu leben. Da bewahrten sie ihre germanischen Sitten und Dialekte hartnäckig.
Die alemannischen Rodungen sollten die Phase der Waldlandschaft schrittweise beenden. Ein ökologischer Einschnitt wie heute im Amazonasgebiet.
Nicht ohne Auswikrungen auf das Klima! Davon an der nächsten Station.

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